…er wollte so gerne…

…noch mehr Zeit im Büro verbringen… das werde auf keinem Grabstein stehen, sagte mir letztens eine Kollegin, als wir über unsere Arbeit, über unser Alter, über unsere Zipperlein und den Sinn des Beamtenlebens sprachen 😉 und heute fand ich den letzten Blogeintrag einer 35jährigen Frau und Mutter von zwei Kindern, die an Darmkrebs gestorben ist. Auszüge:

Weiterlesen „…er wollte so gerne…“

Advertisements

OnkoDoc die x-te

Heute nun war ich beim Onkologen, halbjährliche Kontrolle, ich weiß gar nicht, wie oft ich schon da gesessen habe. Ich mag ihn. Iraner. Da der Großteil meiner Familie arabischen Ursprungs ist, fand ich ihn von Anfang an sehr nett 😎 Ich bin schon mit meiner halben Familie dort aufgelaufen, arabische Familien machen das so 😜 die treten in Rudeln auf 🤪 er fand das auch nicht weiter erwähnenswert. So saßen wir im Behandlungszimmer Weiterlesen „OnkoDoc die x-te“

was lange gärt wird endlich Wut 😈

Eigentlich heißt das ja, was lange währt, wird endlich gut 🤪 und so ist es auch. Ich bin HOCHZUFRIEDEN. Gestern war ich also im Brustzentrum, meine Operateurin ist endlich Chefärztin geworden, diese Frau hat mich schon zweimal operiert und ich finde sie wirklich einfach nur richtig gut, mein Professor hat mich zu ihr gebracht und ich bin sehr froh darüber.

Dann war ich bei der Psychoonkologin und das war auch wieder wirklich richtig gut! Es ging um Autonomie und um eigene Wünsche und um den eigenen Lebensentwurf und auf einmal taten sich heute Tore auf und durch die gehe ich jetzt.

Ich bin ausgebildete Soziale Ansprechpartnerin, das ist eine sehr interessante Tätigkeit. Zudem bin ich ausgebildete Rollenspielpädagogin. Seit nahezu 25 Jahren bin ich auf diesen Gebieten tätig.

Und jetzt werde ich Sterbebegleiterin. Dieses Tor tat sich heute auf, ich wollte es schon lange werden, ich habe mich viel zu wenig ernst genommen, aber damit ist jetzt Schluss, es geht um mich, um mein Können und um meine Wünsche: ich werde das werden, was mir entspricht.

Demnächst gehe ich in Pension. Frühpension aufgrund meiner Schwerbehinderung. Heute habe ich schon die ersten Kontakte geknüpft, ich werde Sterbebegleiterin.

Das ist ein schweres Thema. Und doch geht es mir sehr gut damit.

Eigene, autonome Wege gehen ist immer das beste, was man für sich selber machen kann!

 

Sometimes, it takes little to be happy…😃🐦🤗

Habe ich heute bei Twitter gefunden 😉

Ich bin nämlich auch happy, ich war im Brustzentrum und es ist alles ok. Danach Psychoonkologin, das war wieder richtig gut.

Jetzt aber muss ich in meinen Sessel, solche Tage sind anstrengend.
Und es ist schön, dass ich lebe! Ich saß hinterher in der Kapelle, in der ich vor 6 1/2 Jahren gesessen und gehofft habe, dass ich diesen ganzen Mist überlebe. Ich saß da und dachte sechseinhalb Jahre, was für eine Hausnummer!

Ich lebe!

Mein Sessel ruft… 🛋

 

Lebenszeichen

Mir geht es – wieder – gut. Mich hat diese entsetzliche Grippe auf die Bretter geschickt, die derzeit umherschwirrt und die Arztpraxen füllt. Drei Wochen lag ich mehr oder weniger darnieder. Nächtliche Hustenanfälle, Schwäche und nochmal Schwäche, ich hatte sowas von den Kaffee auf, aber es geht mir wieder besser.

Ich hätte so gerne auf meinem Balkon alles für den Frühling vorbereitet, aber ich konnte nur ermattet aus dem Fenster blicken, husten und mich wieder hinlegen. Mehr war nicht drin.

Um mich herum sanken auch alle möglichen Menschen darnieder, meinen Vater hatte es dann als letzten und am heftigsten erwischt. Nur Hund und Kater waren wohlauf, der Kater brachte mir ab und an eine Maus, damit ich nicht verhungere. Es wurde sich also um mich gekümmert 😜

Ich hoffe, Ihr seid gesund! Lasst Euch nicht anstecken, diese Grippe hat es in sich 👿

Abschiedsgedanken

Vor zwei Jahren ist BabsBlogsberg gestorben, unter diesem Namen kannte ich sie schon länger, wobei kennen im Internet ein anderes kennen ist als persönlich, auch wenn ich oft das Gefühl hatte, ich kenne sie tatsächlich persönlich. Ich habe ihre Beiträge so gerne gelesen, wir haben uns gegenseitig kommentiert, ich habe oft gelacht über ihren Humor. Und ich habe mit ihr gehofft. Und so oft folgte eine positive Wende.

Und dann ging auf einmal alles ganz schnell.

Noch heute bin ich fassungslos. Nein, nicht darüber, dass sie an Krebs gestorben ist, weil, wie soll ich sagen, das ist schrecklich, aber leider eben auch nicht ungewöhnlich. Nein, fassungslos bin ich darüber, dass sie nicht mehr da ist. Es ist so schwer zu begreifen. Immer noch. Immer wieder.

Die Welt dreht sich einfach weiter. Als würde sie gar nicht merken, dass da jemand fehlt, der einem so wichtig war.

Dieses Fehlen ist so ungeheuerlich.