was sich verändert hat

Da ist mir doch glatt was durchgegangen 😉 und mir fällt an diesem Blogeintrag auf „derbrustkrebsundich“ auf, das sich was zum Guten geändert hat, wo ich doch immer dachte, dass sei ein Manko. Nämlich das nicht mehr so lange in die Zukunft planen. Ich war wehmütig, dass das „nicht mehr geht“, dabei ist es ja so viel besser, weil es viel intensiver ist, viel inniger, viel… ich weiß nicht so recht, bin grad etwas verworren, aber positiv verworren, da ist was, was schon so lange da ist und ich seh es gar nicht, jedenfalls nicht so positiv. Später mehr, muss jetzt weiter verworren sein 🤪 denn das macht was mit mir und das fühlt sich gut an 😍

DerBrustkrebsundIch

Nun ist fast ein Jahr seit Diagnose vergangen (fehlen noch 4 Tage) und ich blicke zurück, nur aus dem Bauchgefühl, dafür muss ich mich nicht einmal anstrengen. Am 16.01.2017 habe ich die Diagnose erhalten und seit dem ist so viel passiert…mit mir! Ich habe gelacht, geweint, gebangt und manchmal gezittert, aber niemals habe ich die Hoffnung aufgegeben. Es war ein bewußtes, mit Ereignissen vollgepacktes Jahr, wie fast kein anderes zuvor (Geburt meines Sohnes ausgenommen). Es war der unbekannte Dschungel durch den ich hindurch musste und ich war bereit da durch zu gehen. Hier habe ich viel über mich gelernt (ein 3 tägiges Survival-Training hätte es auch getan)!😁 Über meine Wünsche , Träume, über meinen Körper, mein Umfeld, und über meine Lieben, über Freunde , über Dinge die ich nicht brauche und über das was mein Leben erfüllt! Und ich bin noch immer dankbar für diese Erfahrung!! Eine lebensbedrohende Krankheit, welche…

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Frohe Weihnachten 🎄

Weihnachten 2017

Ich wünsche Euch allen eine schöne Weihnachtzeit, wie meine Mitholländerin schon schrieb: egal ob weihnachtlich oder nicht, eine schöne Zeit sollt Ihr haben!

Patchworkfamiliengerecht (des Wandersmannes Seite) und über-den-Erdball-verstreut-familiengerecht (meine Seite) feiern wir stückweise 😉 heute Abend werden wir mit meinem Vater, der ja wieder hier wohnt und seiner Enkeltochter, welche meine Nichte ist, die aus London geflogen kam, in meiner Wohnung unsere Geschenke auspacken 😃🎁

Morgen gibt es dann dort Geschenke und übermorgen da. Wie das mit heutigen Familien halt so ist. Gestern erst las ich in der Frankfurter Rundschau, dass das Bild der bürgerlichen Kernfamilie, die unterm Weihnachtsbaum zusammenkomme, für immer mehr Menschen wenig mit der eigenen Lebensrealität zu tun habe, auch wenn die Werbung in der Adventszeit etwas anderes suggeriere. Es gebe Patchwork-Konstellationen, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, Alleinerziehende oder Singles und diese moderne Vielfalt erlaube es, dass zum weihnachtenlichen Familienfest zunehmend nur die zusammen finden, die sich auch zusammenfinden mögen, jenseits aller gesellschaftlichen Zwänge und blutsverwandtschaftlichen Bindungen. TSCHAKKA! So habe ich es mir immer vorgestellt, Weihnachten als ein Fest der Liebe, egal, wer da wen liebt und wo.

Dann gestern ein Radiobeitrag über Weihnachten in der früheren Zeit. Das mit dem Familienbild und Vater, Mutter, Kind ist sowieso alles Kokkolores, also der Gedanke, dass DAS dahinter steckt. Steckt es nämlich nicht. Dahinter stecken Helloween-ähnliche Bräuche, den Winter austreiben, die Dunkelheit besiegen und man zog von Haus zu Haus und bekam „Gaben“, die dann für die Dorfgemeinschaft waren und dann wurde gemeinsam gefeiert.

Der katholische Klerus hat dann mal wieder ganze Arbeit geleistet und alles so verdreht, dass es zu ihren Gunsten war und zum Nachteil vieler anderer, wie oft bei denen. Sehr verkürzt dargestellt 😜 aber ich halte von dem Verein wenig bis gar nichts, womit ich die Amtskirche meine und nicht die oft sehr wertvolle Arbeit in den Gemeinden (den besten Priester ever den ich kennen lernte, war ein katholischer, der von der Amtskirche genauso wenig gehalten hat wie ich, „Rom ist weit“ war sein entsprechender Spruch und dann besorgte er die Antibabypille an den Eltern vorbei, immerhin vor über 40 Jahren!!).

Ich schweife ab 😇 heute also „Heilig Abend“, das ich seit immerhin 58 Jahren hier in dieser Wohnung feiere, muss man sich mal vorstellen. Hätte ich ja nie gedacht, wirklich nicht, für so bodenständig habe ich mich nie gehalten. Naja ok, Beamte geworden, ins Haus gezogen in dem ich aufgewachsen bin, äh… gut… bodenständig 🤪

Ich schweife schon wieder ab 😜 Euch allen eine friedvolle Zeit, egal ob mit oder ohne Baum, gepatched oder alleine, mit oder ohne Lametta, Geschenke oder was auch immer, gut soll es Euch gehen! Und möge der Krebs uns in Ruhe lassen! Eine lange lange Zeit oder für immer!

Neuanfang in alten Häusern

…und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne… daran musste ich eben denken, als ich das Foto einstellte von dem Weihnachtsbaum auf meiner Arbeit. Früher habe ich mich jedes Jahr sehr auf den Baum an genau dieser Stelle gefreut, das endete vor nicht ganz zwei Jahrzehnten, weil wir aus dem Haus auszogen. In dem neuen Haus wohnten noch viele andere Firmen und es gehörte nicht uns und so gab es auch keinen Weihnachtsbaum. Es gab einen riesigen Adventskranz am Fuße der Rolltreppen und einen Weihnachtsmann, der Anfang Dezember dort Schokolade verteilte (ob dem Hausmeister der Job gefallen hat ist nicht überliefert 😜). Eine Aufmerksamkeit des Vermieters. Auch schön.

Doch ich habe den „eigenen“ Baum vermisst, ich habe das alte Haus vermisst, ich habe meine geliebte Behördengemütlichkeit vermisst, die Kantine, den nachmittäglichen Kaffee… all die Rituale, die unseren Alltag begleiteten. Das neue Haus war völlig anders, es war ultramodern, viel Glas, zwei Türme, verschiedene Ebenen… man hörte auf, einander zu kennen, weil es keine Kantine gab, wo man sich traf, keinen gemeinsamen Flur, wo alle durchmussten, es war anders. Modern. Vor allem: ohne Baum.

Nun ist ein Baum nicht unbedingt das, was zwingend zu einem Arbeitsplatz gehört, es sei denn, man ist als Christkind tätig 😉 aber der Weihnachtsbaum war irgendwie was Besonderes für mich. In allen „meinen“ Behörden gab es im Dezember einen Baum. Und wenn wir die Kugeln selber mitbrachten, weil der Haushalt kein Geld dafür übrig hatte. Aber einen Baum gab es.

Und dann gab es keinen mehr und auch daran habe ich mich gewöhnt. Und dieses Jahr nun gibt es wieder einen Baum, weil wir zurück gezogen sind, und erst jetzt merke ich, dass mir doch was gefehlt hat.

Es ist so seltsam, es ist wie nach Hause kommen, völlig verrückt, ich kann das auch nicht erklären. Als sei ich nie weg gewesen, auch nach all den Jahren nicht. Ich habe das Haus betreten, ich bin durch die Eingangsschleuse gegangen, ich habe den Pförtner gegrüßt und alles war wie immer, als lägen nicht über 6000 Tage dazwischen.

Und hätte ich ein Fernrohr, dann könnte ich aus meinem Bürofenster den Adventskranz sehen 😋

Irgendwie bin ich so eine typische Beamtenseele, ich liebe alte Behörden, meine Ausbildung habe ich in einem Haus mit Paternoster gemacht. Das scheint mich nachhaltig geprägt zu haben 😜 vielleicht aber werde ich auch einfach nur alt 🤪

Und seit letzten Sonntag wohnt unser Vater wieder hier, 15 Jahre lebte er im Wendland, mit unserer Mutter, die vor drei Jahren gestorben ist. Jetzt ist er auch in sein altes Haus, sein Elternhaus, zurück gezogen. Ob es für ihn auch wie nach Hause kommen ist? Ich weiß es nicht. Er spricht nicht darüber. Was ich aber definitiv weiß, meine Leidenschaft für Weihnachtsbäume habe ich NICHT von ihm 😎

Und hier nun das Gedicht zu meinen Gedanken, von Hermann Hesse:  Weiterlesen „Neuanfang in alten Häusern“

Abschied

Mutters Zimmer. Sie hat es so geliebt. Ausgeräumt. Abtransportiert. Heute war ein Umzugstag. Es ist nun Geschichte, das Wendland ist Geschichte.

Und mir ist es so schwer gefallen, das hätte ich nicht gedacht. Heute habe ich Abschied nehmen müssen. Schwer. Sehr schwer. Es hat einige Änderungen gegeben in meinem Leben. Gravierende. Gute. Schwere.

Aber nun Gute Nacht! 🌜🌛

Was ich noch zu sagen hätte… lalala… dauert eine Zigarette… lalala…

Ich rauche nicht 😎

Liebster Award 💙💛❤️💚💜🧡

Ich wurde nominiert ❤️ darüber freue ich mich wirklich sehr, von Vale47 deren Blog ich auch schon lange und gerne folge. Dann will ich mich mal gleich an die Aufgabe machen:

  1. Wer ist Dein Lieblingmensch?
    darf ich auch zwei nennen? oder drei? nur einen?
    mein Wandersmann ist mein Lieblingsmensch
    wenn ich mich schon festlegen muss 🤩
  2. Weiß, Schwarz oder …?
    nein, definitiv bunt, noch bunter, am allerbuntesten 😉
  3. Wer ist Dein Lieblingsautor?
    Henning Mankell, immer noch
  4. GoT oder The Walking Dead?
    mein Wandersmann und ich sind süchtig nach GoT 😍
  5. Welchen Kinofilm hast Du zuletzt gesehen?
    im Kino selber? den letzten Teil von Matrix, ist aber ewig her
    wir gucken zu Hause via Stick oder DVD
  6. Sofamonster oder Sportskanone?
    beides irgendwie, hänge gerne ab aber Bewegung muss auch sein
    vor allem mit Hund 😊
  7. Der frühe Vogel oder Eule?
    früher Vogel, ich stehe jeden Tag um halb 7 auf
    alleine schon wegen Askan
  8. Was oder wem kannst Du nicht widerstehen?
    Tiramisu 😋 da könnte ich drin baden!!
  9. Was hast Du noch nie?
    und werde ich auch nie tun: Bungee Jumping
  10. Was würdest Du mich gerne selbst mal fragen?
    Wie wohnst Du? Wohnung, Haus, alleine, WG, mit Partner, Stadt, Land
    wie ist Deine Wohnungseinrichtung? IKEA oder Designermöbel
    hängen viele Bilder an Deiner Wand?
  11. Was würdest Du am Ende der Welt gerne einmal tun?
    einen Sonnenuntergang betrachten, vermutlich den letzten

so, und jetzt ruft mein Sessel, ich kippe nämlich gleich um, ich sage nur: Fatigue 😩 mal wieder, immer noch…

Krebstausch 🤪

Ist natürlich Quatsch, Krebs kann man nicht tauschen, aber ich brauchte eine zündende Überschrift und irgendwie stimmt es ja, wir tauschen uns ja über Krebs aus, mal so, mal so… irgendwie.

Doch hier geht es um tauschen. Tauschgeschäfte. In Echt jetzt. Meine Mutter hat uns unzählige schöne Dinge hinterlassen, die Quilts hängen an der Wand im Hausflur oder sind an gute Freundinnen verteilt, die Kleider haben Abnehmer gefunden, ihr Handarbeitszeug habe ich verteilt an Bastelclubs der Kirchenorganisationen, ihre Hüte an einen Nachbarschaftsverein… und es ist noch so viel da.

Ich könnte es bei eBay versteigern, aber Weiterlesen „Krebstausch 🤪“

meine Krebsgeschichte

©Henning Ross

Der FOCUS war bei mir, naja, stimmt nicht ganz, ein Fotograf 😉 war es, der für eine Story im Extraheft GESUNDHEIT (Ausgabe Oktober 2017 über Krebs) schöne Heimfotos von mir machte. Und holla die Waldfee, sie haben daraus eine ganze Seite gemacht, also das ist schon ein komisches Gefühl, wenn man eine Zeitschrift aufschlägt und dann sieht man sich auf einer ganzen Seite rumgrinsen 😉

Doch es war ein schöner Nachmittag und ein gelungener Abschluss vieler Interviewfragen, die Journalistin arbeitete von Amerika aus, das ist ja heute alles möglich. Sie hatte meinen Blog gefunden bei ihrer Recherche (natürlich nicht nur meinen) und dann mit mir Kontakt aufgenommen. Ob ich bereit sei, meine Geschichte für die LeserInnen des FOCUS zu erzählen. Und ja, ich war es. Ich meine, wenn ich schon einen Blog habe, dann kann ich es auch so weiter tragen, oder?

Vielleicht hilft es ja Menschen, zu wissen, man kann mit Krebs leben, man kann ihn sehr oft sogar überleben, jedenfalls bedeutet Krebs nicht, augenblicklich tot umzufallen 😎 und ansteckend ist er auch nicht und außerdem, fällt mir dabei ein, fahren Sue und ich nächstes Jahr wieder nach Holland, direkt nach Zoutelande, eine wunderhübsche Ferienwohnung mitten im Städtchen, 100 Meter vom Strand entfernt, mit einer großen Dachterrasse 😁 man kann also mit Krebs sogar Urlaub machen, ohne natürlich auch 🤪

In diesem Sinne, Euch allen ein schönes Wochenende❤️