meine Schlafprobleme sind verduftet 😉

Ja, es ist wirklich so, ich habe (toitoitoi dreimalaufHolzklopf) keine Schlafprobleme mehr. Sie sind hinfort, im wahrsten Sinne des Wortes „verduftet“ 😎

Aber der Reihe nach. Durch einen Artikel von Eliane wurde ich auf ein ätherisches Öl aufmerksam, und was sie auf ihrem Blog schreibt, klingt wirlich interessant. Verschiedene Forscher haben herausgefunden, dass die besagten Duftstoffe die „gleichen molekularen Wirkmechanismus haben und genauso stark wirken wie die häufig verschriebenen Barbiturate oder das Propofol. Sie beruhigen, lösen Angst und fördern Schlaf.“ Aber lest selter bei Eliane, es ist wirklich interessant.

Jedenfalls kam dann Cornelia Dähling (sie ist ärztlich geprüfte Aromapraktikerin) auf die zündende Idee, ein schlafförderndes Öl zu entwickeln,  gemeinsam mit einem Schlafmediziner. Das hört sich ja schonmal alles sehr fundiert an.

Ich also das Öl bestellt. Und was soll ich sagen? Wenn ich könnte, würde ich Euch jetzt eine Hymne singen, laut und hell und voller Begeisterung 😍 echt jetzt, kein Scherz, ich sprühe vor dem schlafen gehen mein Gesicht ein, reibe meine Fußsohlen ein, ich kann kaum noch mein Buch lesen, ratz! Weg bin ich. Ich werde Nachts oft wach und muss auf die Toilette (war schon als Kind so, liegt bei uns in der Familie), ein weiterer kurzer Sprüher und ratz! Weg bin ich. Ich schlafe nicht länger, aber ich liege einfach nicht mehr wach im Bett herum und kann nicht mehr einschlafen. Das ist genial! GENIAL!

Also bei mir wirkt es: Óleus.

Seit ich mich damit einsprühe und meine Fußsohlen einreibe, habe ich nicht eine Nacht wach gelegen. Außerdem pflegt das Öl die Haut, ich habe eh trockene Haut, da ist das ganz gut.

Das wollte ich Euch doch nicht vorenthalten, vielleicht hilft es der ein oder anderen ja auch. Ein Test ist es jedenfalls wert, ich kann nur sagen: mir hilft es 😀

 

 

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Ehrenamtliche Arbeit im Hospiz

Ich habe ein Hospiz gefunden, wo ich mitarbeiten kann. Bis es soweit ist, muss ich noch Fortbildungen besuchen, die erst 2019 anfangen, aber ich denke, ich spüre, das ist es. Ich habe noch nie ein so warm und schön gebautes und eingerichtetes Haus gesehen. Wirklich nicht. Da sein Lebensende zu verbringen, dieser Gedanke ist trotz all der Schwere auch wirklich sehr schön.

Natürlich habe ich auch Infomaterial mitbekommen, auf einem Flyer war ein Spruch von André Malraux

Über den Tod zu sprechen, ist eine der vernünftigsten Arten, über den Sinn des Lebens zu sprechen.

und ich denke, so ist es. Das habe ich ganz deutlich gespürt dort, und das hat auch was Befreiendes, es geht nicht mehr um Materielles, es geht absolut überhaupt nicht mehr um den Tanz um das Goldene Kalb.

Jetzt aber erstmal gute Nacht!

Sonne 🌞 Liebe ❤️🧡 Blumen 🌺🌸🌼 und überhaupt…

Wir wollten also nach Guedelon, das ist eine Burg im entstehen, ein einzigartiges Projekt, was erst belächelt und dann vom Französischen Staat sowie von der EU mit 2,5 Millionen Euronen gefördert wurde. Eine Handvoll Enthusiasten baut seit 21 Jahren eine Burg, wie es sie vor ca. 700 Jahren gebaut worden wäre, mit den gleichen Materialien, mit den gleichen Mitteln, das kann man besuchen und bestaunen und sich das Leben im Mittelalter so richtig vorstellen. Viele ehrenamtliche Helfer, junge Menschen, die eine Zeitlang mitmachen, arbeiten an diesem Projekt und es ist wirklich einmalig, ein Besuch lohnt sich!!

Wir haben im Netz eine verwunschene Pension gefunden, die Sonne strahlt seit drei Tagen mit sich selber um die Wette, wir haben ein solches Glück mit dem Wetter, aber das hat mein Wandersmann öfter, ich vermute, er ist dick Freund mit Petrus 😎

Es geht uns jedenfalls so richtig gut hier, gleich fahren wir eine alte Burg besichtigen, einen Supermarché will ich auch noch aufsuchen, mich interessieren die Supermärkte in anderen Ländern, daran kann man so viel erkennen. Und dann gehen wir wieder in eins der fantastischen französischen Lokale. Ja, kochen können die Französen. Köstlich. Einfach nur köstlich!

Und hier ein Blick aus unserem stillen Örtchen. Das stille Örtchen ist hier besonders still, weil wir hier im Nirgendwo wohnen. Die Fahrer der Autos, die hier vorbei tuckern, sind vermutlich namentlich bekannt 😉 es erinnert mich an meine Kindheit auf unserem Dorf, gurrende Tauben, topfklappernde Hausfauen, Türen schlagen, Vogelgezwitscher… nur eins fehlt, das Kindergeschrei. Auf unserer Straße lärmten an die 30 Kinder. Ein Kindergarten war völlig überflüssig. Und es gab auch keine Erwachsenen, die ständig helikoptermäßig um uns herumflatterten. Wir stürmten Morgens aus dem Haus und kamen Abends dreckig wieder. Zwischendurch holten wir uns Bütterken und zogen mit der Ermahnung davon, ja keinen Unsinn anzustellen…

Alles hat seine Zeit, ich weiß, und doch, ich möchte heute kein Kind sein. Ich möchte nicht auf das computerfreie Leben und Fernsehen nur wenige Stunden in der Woche verzichten. Erfahrungen machen ohne überbehütende Erwachsene, Knie aufschlagen ohne Krankenhausbesuch, nein, meine Kindheit gebe ich nicht her. Und nein, früher war nicht alles besser. Aber einiges war einfach schöner.

Saint Sauveur-en-Puisaye

Viel war los und ich hatte echt keine Zeit zum bloggen, aber jetzt sende ich Euch ein Foto aus Saint… undsoweiter, es ist himmlisch hier, ein verwunschenes Haus, um 1700 erbaut, drinnen sieht es aus wie bei mir, voller Zeug, alle Flohmärkte der Welt haben mindestens ein Teil dazu getan 😉 drei Katzen und ein Papagei leben auch hier, ein Franzose und eine Engländerin vermieten dort ebenso verwunschene und vollgezeugte Zimmer, es ist einfach nur himmlisch!!

Wir besuchen Guedelon, aber davon berichte ich später, jetzt muss ich in das verwunschene Rosenblütenbett, mein Wandersmann will mir die plattgelatschten Füße massieren, die es dringend nötig haben. Er macht das mit einem speziellen Öl, mit dem man besser schlafen kann. Kein Scherz, habe ich von Eliane, wirkt echt gut, doch davon auch später. Bin voller Eindrücke und Sonne und müde und …

Das Leben ist schön!

…er wollte so gerne…

…noch mehr Zeit im Büro verbringen… das werde auf keinem Grabstein stehen, sagte mir letztens eine Kollegin, als wir über unsere Arbeit, über unser Alter, über unsere Zipperlein und den Sinn des Beamtenlebens sprachen 😉 und heute fand ich den letzten Blogeintrag einer 35jährigen Frau und Mutter von zwei Kindern, die an Darmkrebs gestorben ist. Auszüge:

Weiterlesen „…er wollte so gerne…“

OnkoDoc die x-te

Heute nun war ich beim Onkologen, halbjährliche Kontrolle, ich weiß gar nicht, wie oft ich schon da gesessen habe. Ich mag ihn. Iraner. Da der Großteil meiner Familie arabischen Ursprungs ist, fand ich ihn von Anfang an sehr nett 😎 Ich bin schon mit meiner halben Familie dort aufgelaufen, arabische Familien machen das so 😜 die treten in Rudeln auf 🤪 er fand das auch nicht weiter erwähnenswert. So saßen wir im Behandlungszimmer Weiterlesen „OnkoDoc die x-te“

was lange gärt wird endlich Wut 😈

Eigentlich heißt das ja, was lange währt, wird endlich gut 🤪 und so ist es auch. Ich bin HOCHZUFRIEDEN. Gestern war ich also im Brustzentrum, meine Operateurin ist endlich Chefärztin geworden, diese Frau hat mich schon zweimal operiert und ich finde sie wirklich einfach nur richtig gut, mein Professor hat mich zu ihr gebracht und ich bin sehr froh darüber.

Dann war ich bei der Psychoonkologin und das war auch wieder wirklich richtig gut! Es ging um Autonomie und um eigene Wünsche und um den eigenen Lebensentwurf und auf einmal taten sich heute Tore auf und durch die gehe ich jetzt.

Ich bin ausgebildete Soziale Ansprechpartnerin, das ist eine sehr interessante Tätigkeit. Zudem bin ich ausgebildete Rollenspielpädagogin. Seit nahezu 25 Jahren bin ich auf diesen Gebieten tätig.

Und jetzt werde ich Sterbebegleiterin. Dieses Tor tat sich heute auf, ich wollte es schon lange werden, ich habe mich viel zu wenig ernst genommen, aber damit ist jetzt Schluss, es geht um mich, um mein Können und um meine Wünsche: ich werde das werden, was mir entspricht.

Demnächst gehe ich in Pension. Frühpension aufgrund meiner Schwerbehinderung. Heute habe ich schon die ersten Kontakte geknüpft, ich werde Sterbebegleiterin.

Das ist ein schweres Thema. Und doch geht es mir sehr gut damit.

Eigene, autonome Wege gehen ist immer das beste, was man für sich selber machen kann!