Meer, Urlaub

Nachtgedanken

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Heute waren wir unterwegs, haben im ältesten Pub von Cahersiveen ein Guinness getrunken, das ist nicht nur ein Pub, das ist auch eine Eisenwarenhandlung, da kann man dann, während man das leckere Guinness genießt, zum Beispiel Türbeschläge kaufen. Hat doch auch was, oder?

Hier wird gälisch gesprochen, d.h. wir verstehen nichts. Der Wirt gibt sich Mühe und spricht so etwas wie Englisch mit uns, mit etwas Anstrengung verstehen wir ihn. Er lacht und macht ein Foto von uns. Sein Hund, ein älterer Labbi, hat uns sofort ins Herz geschlossen und will auf den Schoß. Nur knapp können wir ihn daran hindern, er begleitet mich dafür aufs Klo, ich fühle mich beschützt, muss aber um das Toilettenpapier kämpfen.

Zu Hause wird gekocht, Lammfrikadellen, das Lammfleisch stammt von Weidetieren von hier, man kann es also kaufen. Der Metzgerladen ist ähnlich skurril wie der Pub, scheint üblich zu sein in dieser Gegend. Zu Hause dann machen wir den Kamin an, wie jeden Abend, schauen in die Flammen und hängen unseren Gedanken nach. Draußen ist fast Vollmond, die Bucht ist in malerisches Licht getaucht, ich versuche es zu fotografieren.

Urlaub.

Urlaub mit meinem Liebsten ist schön. Wir haben die gleiche Wellenlänge, die gleichen Vorstellungen, und das macht es uns leicht.

IMG 7639Hier kann ich einfach mal alles vergessen. Zwei Wochen Urlaub, weg von zu Hause, zwei Wochen was ganz anderes sehen. Zwei Wochen keine Nachsorgegedanken, Arzttermine, Blutwerte oder Pillengedöne. Zwei Wochen frei sein, so fühlt es sich an.

Morgen fahren wir nach Portmagee, Fisch essen, Leute gucken, Leben genießen.

Hier ist alles perfekt, es fehlt mir nur mein Schmusebär!

Leben, Meer, Urlaub

Leben am Meer

IMG 0296Ein kleines Cottage in Irland, in der Nähe von Portmagee, am Meer, herrliches Wetter, der Liebste an meiner Seite, Abends vor dem offenen Kamin sitzen und in die Flammen schauen, Ruhe, Gemütlichkeit, einfach sein können, die Wellen beobachten, den lieben Gott einen guten Mann sein lassen 😉 im Augenblick brauche ich nicht mehr.

Doch! Internet 😜 das gibt es hier auch, das steht am Fenster und darum kann ich Euch schreiben 😎

Heute morgen wurde ich wach und dachte an: Krebs. Echt jetzt. Nicht an meinen im besonderen, sondern so allgemein an diese Krankheit, ich dachte daran, wie ich mich fühlte, als ich akut dagegen ankämpfen musste, nicht wissend, ob auch alles funktioniert und ob ich das überhaupt überlebe. Damals war ich weniger in Sorge als heute, manchmal denke ich, mein Gott was war ich blauäugig, heute weiß ich einfach, was das bedeuten kann, was daraus folgen kann… all das dachte ich heute morgen, als ich neben meinem Liebsten wach wurde an diesem wunderschönen Fleckchen der Erde.

Leben dürfen, weiter leben dürfen, sich Gedanken machen dürfen über die Zukunft, wobei ich nicht definieren kann, was das ist, Zukunft, nicht mehr definieren kann. Das ist mir abhanden gekommen. Nicht, dass ich denke, ich habe keine Zukunft mehr, nein, so ist es nicht, ich weiß einfach nicht, was ich bei Zukunft denken soll. Ich habe auch damals bei der Diagnose nicht gedacht, oh Schreck, jetzt habe ich keine Zukunft mehr, eigentlich habe ich gar nicht an Zukunft gedacht. Irgendwann bemerkte ich, dass sie gar nicht mehr da ist, so als etwas Konkretes. Zukunft ist möglich. Aber gewiss, nein, gewiss ist sie nicht mehr.

Meer, Urlaub

Meeresrauschen

Nun sagen sie immer wieder an, in diversen Wetter-Apps, dass es am nächsten Tag regnen soll. Doch die Sonne strahlt vom Himmel und die Apps ändern ihre Meinung 😎 und so liegen wir ein um den anderen Tag am Strand ⛱ und hören das Meer rauschen 🌊 und die Schiffe tuuuuten 🛳⛴🚢⚓️ die mal mehr, mal weniger laut an uns vorbei tuckern.

Es ist wirklich wunderbar hier, Erholung pur, auf dem Rückweg vom Strand gibt es einen Eiscafé und dann sitzen wir da und es geht uns einfach nur gut.

Wir haben ein Haus gefunden, direkt hinter der Düne, so hoch gelegen, dass man vom 1. Stock aus das Meer sehen kann. Es ist zu mieten. Wir haben angefragt. Die Anfragen werden gesammelt und im Dezember erhalten wir eine Nachricht. Vielleicht klappt es ja. Dann nehme ich aber Askan mit, für den diese Ferienwohnung hier leider nichts ist, sie ist nur über eine steile Treppe zu erreichen, so eine Art Hühnerleiter, hoch wäre vielleicht kein Problem, aber runter, und das will ich ihm einfach nicht zumuten. Das Haus hinter der Düne hat einen Garten, 50 Meter und man ist am Strand 😄 der Maler Ferdinand Hart Nibbrig hat es 1910 gebaut, drückt uns Eure Daumen, damit das klappt!!

Familie, Leben, Liebe, Meer, Urlaub

Idioten aus dem Weltall

Gestern Abend, nach einem sehr leckeren Fischtopf im Strandlokal, bin ich mit Askan noch über die Dünen gelaufen. Das war herrlich, ein riesiges Schiff tuckerte vorbei (ich wüsste gerne was für eins das ist) und ich ging aufgeräumt und zufrieden nach Hause in unser Ferienhäuschen.Später dann füllte ich meinen 10-Jahres-Kalender aus und schaute auf die Einträge des vorigen Jahres. Vor genau einem Jahr sind wir Opfer eines privaten eMailShitstorms geworden, ich hatte das schon ganz vergessen, habe mir daraufhin noch mal einiges durchgelesen. Holla die Waldfee, was für ein Stuss. Und jetzt aktuell neuer Stuss. Thema: Untermietermenschen. Die Wandersmannmietwohnung liegt in einem Haus voller schwerreicher Eigentümer, die Wert darauf legen, dass sie schwerreiche Eigentümer sind und die mehrfach deutlich machten, dass Mieter sowas wie… äh… ja… eben Untermietermenschen sind, die darum an der Suche der Mieter beteiligt werden wollen, damit nicht so einfache Unreiche einziehen, so Menschen ohne Niveau. Ich meine, wer sich keine Wohnung leisten kann, der ist halt nicht so… ja… anerkannt. Oder was auch immer. Ich kenne mich in deren verschrobenen Denkhorizonten nicht aus. Ich habe ein Haus, vielleicht ist das Eigentumswohnungsspezifisch. Oder liegt es am Wetter? Oder an der Lage? Da wohnen nur so Superreiche, von denen etliche sehr nett sind, aber die in dem Haus eben nicht. Ich glaube, in dem Haus wohnen alle Unnetten. Jedenfalls schrieb die Hausverwaltung, wir stören die Nachtruhe. Ich hab sowas von gelacht. Das sind die gleichen Leute, die vor einem Jahr behauptet haben, ich würde mir im Hausflur die Kleider vom Leib reißen. Wirklich jetzt. Kein Scherz. Absoluter Ernst. Haben sie genauso behauptet. Haben wir schriftlich. Ich sehe meinen Wandersmann und gerate dermaßen in Verzückung, dass ich mir… nunja, die Kleider vom Leib reiße. Und die liegen dann da im Hausflur rum. Die Kleider. Nicht der Wandersmann und ich. Obwohl… der Gedanke hat was… äh… 😜

Es gibt Menschen, die sind sowas von durchgeknallt, da hilft glaube ich nix. Wirklich nix. Und als ich das jetzt nochmal alles so Revue passieren ließ, da schrieb ich dem Wandersmann, nun sei es genug mit den Verrückten da aus dem Weltall. Viel zu lange hätten wir überhaupt darüber nachgedacht. Es gibt so viel wichtigeres im Leben. Da gehört diese Sorte von Gestörten nun wirklich nicht dazu.

Ich sitze seit vier Sommern auf dem Wandersmannmieterbalkon und schaue in den Schwerreicheneigentümergarten und habe die dort wohnenden Menschen noch NIE, wirklich NOCH NIE lachen gehört. Die mögen ja viel Geld haben, aber das sind ganz ganz arme Leute. Die sich beschweren, wenn der Kinderwagen im Keller unter der Treppe steht, wo NIEMAND hinkommt, wo man nicht vorbeikommt, leerer nutzloser Raum im Grunde, dann beschweren die sich, das sei im Hause nicht üblich. Die sich beschweren, wenn man 10 cm mit dem Hinterreifen über der Parkplatzabsperrung steht. Wirklich jetzt. Die ständig Zettel hinter Scheibenwischer stecken, was man alles falsch gemacht hat.

Und jetzt also stören wir die Nachtruhe. Ich glaube, ich kriege grade Lust, mal wirklich die Nachtruhe zu stören 😈

Askan, Meer, Nachwirkungen, Seele, Urlaub

Krebsurlaub 🐾

Warum dies ein Krebsurlaub ist? Nun, weil Sue und ich uns niemals ohne Krebs kennengelernt hätten 😜 was man gut oder schlecht finden kann, wir beschränken uns heute aber auf das Gute und das ist das Meer und die Spuren im Sand, das leckere Essen, das schöne Ferienhäuschen und Askan, der wilde Hundling 🐺

Und ich stelle eine Besserung fest, habe ich mich letztes Jahr noch ganz fürchterlich aromatasegehemmt die Düne rauf und wieder runter gequält, so geht es dieses Jahr viel leichter. Tamoxifen haut in dieser Beziehung nicht so rein. Es haut anders rein. Aber haut die Krebsbehandlung nicht immer rein? Eben. Und damit ich nicht vergesse, was 2011 so alles reingehauen hat, schlucke ich jetzt meine Pillchen. Und dann haue ich rein und mache Frühstück. Am Strand war ich schon. Das war klasse. Hund und Strand. Besser geht nicht ❤️

Askan, Meer, Urlaub

wir sind am Meer

Wir sind am Meer!! Nach einer langen Fahrt durch die Sonne mit Hund sind wir am Meer angekommen, haben unser Häuschen bezogen und sind dann erstmal essen gegangen. Köstlich. Und dann sind wir mit Askan im Dunklen ans Wasser, so dunkel, dass ich leider keine Aufnahmen machen konnte. Leider, denn es war zu schön, wie der wilde Hundling durch den Sand pflügte und in die Wellen biss, wie er Muscheln durch die Luft schmiss und um uns herum raste. Er konnte nicht genug bekommen.

Morgen dann werden wir im Hellen ans Meer gehen und einfach nur das Leben genießen.                 ❤️

Leben, Liebe, Meer, Urlaub

Urlaubsgefühle

2014 war ich mit einer Freundin auf Santorini. Wunderschön! Wunderwunderschön!! Es waren herrliche Tage, zumal ich schwer verliebt war und täglich mit meinem Liebsten via Internet „telefonierte“. Was erzählt man sich eigentlich alles, wenn man so verliebt ist?

😉

Dann kam der Abflugstag und der war ein besonderes Highlight!! Echt jetzt, ich schwöre, so war es gewesen, das habe ich erlebt, ich schwör:

Griechenland. Santorini. Flughafen. Ein kleiner Flughafen. Ein netter Flughafen. Man kommt rein, 6 Abfertigungsschalter. 4 offen. Es tobt der Bär, weil halt viele Urlauber nach Hause wollen. Es ist viel los. Nichts ungewöhnliches. Aber irgendwie geht es nicht weiter. Es bilden sich Schlangen, nicht an allen Schaltern steht, was da abgefertigt wird. Auf einmal eine Durchsage, die Maschine aus Mykonos zum Weiterflug nach Düsseldorf ist gelandet, die Passagiere mögen sich bitte an den Abfertigungsschalter begeben. Ja aber an welchen? Es wird etwas chaotisch, wir drängen alle vor, ein weiterer Schalter wird geöffnet, es erscheint die Leuchtschrift Düsseldorf. Wir alle hin. Die Koffer werden gewogen, dann müssen wir sie wieder runter nehmen und in die ganz hinterste rechte Ecke zur Security bringen. Aha. Das geht nur wenn wir durch die anderen Schlangen der anderen Abfertigungsschalter durchgehen. Offensichtlich ist was mit den Bändern kaputt. Wie auch immer, es ist ein Geschiebe und Gedränge, aber alles lacht, weil alle noch in Urlaubsstimmung.

Danach, so wird uns gesagt, sollten wir zu Gate 4. Ok, also erstmal die Koffer wegbringen. Eine ellenlange Schlage vor der Security. Aber irgendwann dann ist das auch geschafft, wo ist nun Gate 4? In der hintersten linken Ecke geht es zu den Gates. Also wieder durch alle anderen Schlangen durch, diesmal aber ohne Koffer. Alles lacht, weil alle noch in Urlaubsstimmung.

Wir kommen also in der Halle an, wo die Gates sind, 4 bis 6, die anderen sind offensichtlich in einer andere Halle. Also 3 Gates insgesamt. Man muss es sich so vorstellen, dass da 3 Türen sind, sehen so in etwa aus wie riesige Balkontüren, doppelflüglig, ca. 5 Meter auseinander die Türen, also 5 Meter zwischen jeder Türe. Über Gate 6 steht Düsseldorf. An der Anzeigentafel steht für Düsseldorf Gate 6. Also gehen wir nach Gate 6. Alles ist voll. Gate 5 ist Paris, und bei Gate 4 steht Heraklion. Gut. So sei es. Wir stehen da und warten. Die Franzosen stehen vor Gate 5, die Griechen vor Gate 4 und die Deutschen vor Gate 6. Wie es an den Anzeigetafeln und auch über den Türen steht.

Auf einmal die Durchsage, die Passagiere für Düsseldorf mögen sich bitte nach Gate 4 begeben und die Passagiere für Heraklion nach Gate 6. Panik in den Augen der Franzosen, weil plötzlich von rechts die Deutschen herandrängeln und von links die Griechen. Ein wahnsinniges Geschiebe beginnt, nichts geht mehr, die Balkontüren öffnen sich, die für Paris auch. Und dann bricht Partystimmung aus. Wir stehen wie die Kanthölzer und lachen und haben gute Laune, ich stehe mit zwei Französinnen und zwei Griechinnen zusammen auf einem Qradratmeter und wir kommen aus dem lachen nicht mehr raus. Es ist köstlich. Die Menge schiebt sich von vorne nach hinten, von recht nach links und umgekehrt und es herrscht eine regelrecht lustige Stimmung.

Langsam erreichen wir nach und nach die Balkontüren, müssen unsere Tickets abgeben und gelangen dann auf so eine Art Terrasse, links die Deutschen, in der Mitte die Franzosen, rechts die Griechen. Alle auf einer Terrasse, ohne Begrenzungen. Und wir lachen und lachen und dann kommen drei Busse. Einer für die Deutschen, einer für die Franzosen, einer für die Griechen. Vor uns, in ca. 40 Meter Entfernung, stehen drei Flugzeuge. Die können es ja nicht sein, weil das könnte man ja laufen.

Wir steigen in die Busse ein. Unser Bus, ein Altertümchen, fährt ca. 10 km/h langsam, weil er furchtbar quitscht und wackelt und schlapp zu machen droht, er fährt ein Stückchen gerade aus und hält dann an dem 1. Flugzeug, was da 40 Meter weiter…

Noch beim Einsteigen lachen wir alle herzlich, auch die Stewardessen lachen, alles lacht, wie man innerhalb so kurzer Zeit so ein Chaos verursachen kann, das ist eine echte Leistung!!

Aber es hat alles geklappt, wir sind sogar 15 Minuten früher gestartet, das ist unglaublich. Das muss man erstmal hinkriegen, sowas können wirklich nur die Griechen. Heilloses Chaos, keiner weiß warum, im Grunde ist es auch egal, weil wir sowieso wieder auf einer Terrasse landen, alle zusammen, dann kommen altersschwache Busse und bringen uns 40 Meter weiter… aber es wurden Freundschaften fürs Leben geschlossen!!

Das ist Griechenland!!