Krebsgedanken, Leben

Krebsgedanken

Der Untertitel meines Blogs lautet

Überleben trotz Krebs – weil Krebs nie weg geht, denn wenn er weg ist, bleibt er in den Gedanken

und gerade jetzt, in dieser Jahreszeit, wird mir mal wieder bewusst, wie sehr das stimmt. Hat vielleicht auch mit Corona zu tun, das uns alle zurückwirft, weil wir uns kaum noch ablenken können, weil ja gar nichts mehr geht in diesem verkackten Lockdown.

Jedenfalls merke ich, was es bedeutet, wenn die Unbeschwertheit sich verzogen hat. In den hintersten Winkel. Wenn sie manchmal da ist. Aber oft eben nicht. Wenn ich Bauchkneifen habe, weil ich unbedacht was „Falsches“ gegessen habe und dann riesengroße Mördertumore durch meine Gedanken schwirren… bis sich alles im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auflöst.

Dann muss ich über mich lachen. Und dann bleibt mir das Lachen im Halse stecken. Weil ich weiß, wie es ist, wenn sich nichts in Luft auflöst.

Krebs ist ein treuer Begleiter. Er ist sozusagen psychosomatisch. Hat man ihm somatisch den Garaus gemacht, krallt er sich psychisch an einem fest. Man wird ihn irgendwie nicht los. Auch wenn er weg ist. Wieso eigentlich? Hat man das schonmal untersucht? Und kann man seine Gedanken ebenfalls in den Lockdown schicken? Wenn ja, wüsste ich gerne wie.

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