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mal wieder

Die Pandemie neigt sich (HOFFENTLICH!!) dem Ende zu, unsere zweite Impfung steht kurz bevor, ich habe daher endlich meine Termine zur Kontrolle machen können, Mammografie und Onkologe, und wenn das überstanden ist, geht es zur Augenärztin und zur Frauenärztin, außerdem ist der Umzug überstanden, wir haben es in nur zwei Monaten geschafft, die Bonzenhügelschimmelbude zu verlassen, eine bessere zu finden und den kompletten Umzug zu organisieren! Die neue Wohnung ist, bis auf die Küche, fertig!

Doch, das muss ich zugeben, wir sind geschafft. Aber sowas von. So richtig. Wir sind glücklich, dass es so ist, wie es ist, aber wir sind geschafft. Und dann kam heute morgen, ohne Vorwarnung, eine Blasenentzündung um die Ecke gestürmt. Seit einigen Jahren merke ich das, ich nehme dann Natron und gut ist, aber diesmal habe ich NICHTS gemerkt, gar nichts, sie war auf einmal da und meine Notfallantibiotika kamen zum Einsatz. Das hatte ich schon Jahre nicht mehr.

Es war alles was viel, die letzten Wochen, auch wenn es gut geworden ist, besser als vorher, es macht ja was mit einem, wenn man sein Zuhause verliert. Die Art und Weise war einfach nur unter aller… unanständig, würden meine Großeltern sagen, und auch wenn es wirklich besser geworden ist, die Art war unanständig und es macht was mit einem.

Mein Großvater fällt mir da ein, ich war noch nicht in der Schule, da versuchte er mir zu erklären, was anständig ist. Ich müsse mich Abends noch im Spiegel sehen können, so war sein Rat. Das ist für eine 5-Jährige nun etwas zu hoch, ich jedenfalls schob mühselig den Küchenschemel in das Badezimmer, stieg darauf, damit ich mich im Spiegel sehen konnte und rief Opa zu, ich sei anständig, denn ich könne mich genau sehen.

Opa lachte laut und lange, nahm mich, nachdem ich zu ihm ins Wohnzimmer gegangen bin, in den Arm und meinte, eines Tages werde ich begreifen, was er damit meine, aber es sei doch schonmal gut, dass ich mich sehen könne!

Heute weiß ich, was unanständig ist. Ich weiß, dass es Menschen gibt, denen es egal ist, was ihre Entscheidungen für andere bedeuten, die sich nicht im Spiegel sehen können, die es vielleicht gar nicht mal bemerken.

Bonzenhügel war eine Erfahrung und ich kann wirklich sagen, dass es Menschen gibt, mit denen ich nichts zu tun haben will. Umso erfreuter bin ich, dass ich verkünden kann, unser kleiner Familienverlag hat endlich eine Leseprobe! Das Leben geht weiter 🙂

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