OnkoDoc

OnkoDoc die x-te

Heute nun war ich beim Onkologen, halbjährliche Kontrolle, ich weiß gar nicht, wie oft ich schon da gesessen habe. Ich mag ihn. Iraner. Da der Großteil meiner Familie arabischen Ursprungs ist, fand ich ihn von Anfang an sehr nett 😎 Ich bin schon mit meiner halben Familie dort aufgelaufen, arabische Familien machen das so 😜 die treten in Rudeln auf 🤪 er fand das auch nicht weiter erwähnenswert. So saßen wir im Behandlungszimmer Weiterlesen „OnkoDoc die x-te“

Nachwirkungen, OnkoDoc

Umstieg

Es ist soweit, für mich ist die Grenze überschritten, die Grenze des Erträglichen 😩

Kontrolle beim Onkologen, alles soweit o.k. Gott sei es gedankt 😊

Aber diese Schmerzen. Knochenschmerzen. Muskelschmerzen. Es hat mich in die Knie gezwungen, wirklich, die letzten Wochen waren schlimm, so schlimm, dass ich krank geschrieben bin. Aufhören? Mein Onkologe hat mit mir gemeinsam nochmal die ganze Histologie durchgeackert und alles, was zu meinem Befund dazu gehört, befallene Lymphknoten, Gradigkeit, Größe… alles eben. Was würden sie ihrer Frau empfehlen, fragte ich ihn, weitermachen, kam es wie aus der Pistole geschossen. Weitermachen. Aaaaaber… es sind doch schon 5 Jahre um, wieder nachgeschaut, alles genau durchgeackert… es passt, ich kann umsteigen. Auf Tamoxifen. Völlig andere Wirkungsweise. Aber das geht jetzt. Nach 5 Jahren.

Gespräch mit der Psychoonkologin, die in der Materie genauso drin ist wie mein Onkologe, Studien, die zwei Kongresse im Jahr, einmal in Amiland, einmal in… ich kann mir das alles nicht merken, jedenfalls dort wurde beschlossen, 10 Jahre ist mittlerweile Standard, nach 5 Jahren der Umstieg. Auch in Fällen wie meiner.

Ich steige um.

Nun Augenarzt. Kristalline Ablagerungen in der Netzhaut sind möglich. Überleben hat halt seinen Preis. Aber, wenn alles gut geht, gehören die Knochen- und Muskelschmerzen bald der Vergangenheit an.

Jetzt kommt erstmal Ostern.

Ach, und neben den Pillen, das ist ein Schubladenknauf. Der lag da grad so rum und ich dachte mir, der muss mit auf’s Bild, damit wenigstens etwas Schönes drauf ist. Und nicht nur Antikrebsgepille 😋

Familie, Leben, Liebe, Meer, Nachwirkungen, OnkoDoc, Spike

PaarGedanken

So, der Alltag hat mich wieder, ich war sogar schon im Büro. Erholt sähe ich aus, sagten die Kolleginnen, und ich denke, das bin ich auch. Erholt. Zu Hause angekommen war Dank bester Nachbarin der Welt die Wohnung leichenteilbefreit 😼 und der Kater satt gefüttert, die Blumen gegossen und der Vorgarten gepflegt, ich lebe wirklich sehr sehr schön, wirklich wahr 💚

Dann habe ich heute für November den nächsten Kontrolltermin im Brustzentrum gemacht, die haben einen langen Vorlauf. Doch nach dem Urlaub hatte ich plötzlich das Gefühl, es stehen nun die ganzen Termine an… aber da bin ich wohl durcheinander gekommen oder die NachSORGE hat sich gemeldet. Onkologe steht erst im Januar an, da war ich grad erst, ich habe das völlig verdrängt. Nun, dann werde ich diesen Monat noch zur Mammographie gehen.

Wie oft geht Ihr dahin? Wie sind Eure Intervalle?

Dann hatten mein Freund und ich ein gutes aber schweres Gespräch. Es ging darum, dass ich nicht so tun will, als sei nun wieder alles in Ordnung, als könne nichts passieren, nach fünf Jahren gilt man ja als „geheilt“. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, aber ich will es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich will die Möglichkeit einer erneuten Erkrankung zumindest aussprechen. Ich will meiner Angst Raum geben. Und er will das auch. Er hat Angst um mich, es ist nicht einfach alles wieder gut. Ich hatte einen Tumor. Ich habe eine harte Therapie durchstehen müssen. Ich leide noch heute unter den Nebenwirkungen. Ich gehe nicht umsonst einmal die Woche zur Schmerzärztin.

All das will ich aussprechen. Wie gehen wir miteinander um? Wie integrieren wir diese Angst in unsere Beziehung? Wie lassen wir sie nicht übermächtig werden? Wie schaffen wir trotz allem eine „normale“ Partnerschaft zu leben?

Ein paar PaarGedanken 😎 wir werden gemeinsam zu meiner Psychoonkologin gehen. Wir brauchen das einfach, reden und aushalten und das Leben genießen. Miteinander. Trotz Krebs.

Leben, Nachwirkungen, OnkoDoc

Einstein? — find ich gut!

Logik bringt dich von A nach B. Deine Phantasie bringt dich überall hin.

Hat der kluge Mann gesagt und das ist einer seiner besten Sprüche, mal abgesehen von der Relativitätstheorie 😜 Über das, was dieser Satz ausdrückt, können der Wandersmann und ich stundenlang debattieren, obwohl, wenn man sich mal seinen Camino-Blog durchliest, dann kommt auch da die phantasievolle Seite von ihm zum Vorschein. Denn er sieht sich eher als Kopfmensch, ich mich mehr als Bauchmensch. Aber was heißt das schon, Kopfmensch – Bauchmensch? Wir haben doch alle Köpfe (naja… äh…😝) und Bäuche, also ist auch beides da. Nur manchmal nehmen wir nicht alles wahr sondern fokussieren uns auf eins. Und das ist dann wiederum gar nicht so gut.

Ich war jedenfalls gestern beim Onkologen und der sagte mir nach gründlicher Untersuchung, es ist alles in Ordnung. Da hat sich beides in mir gefreut, der Kopf und der Bauch 😎

Mein Ohr ist auch wieder ok, beide Hörstürze sind sozusagen abgehakt, aber nur medizinisch (Kopf). Ich habe mich auf die Suche nach den Ursachen gemacht (Bauch), und ein weiteres schweres Kapitel meiner Lebensgeschichte… ja was? Durchgeackert, bearbeitet, angefangen, hinterfragt… sucht Euch was aus. Jedenfalls geht es grad rund. Es geht (wer hätte das gedacht 😇) um Autonomie und Abgrenzung, um MEINE Grenzen, die ich leider in der Vergangenheit nicht allzuoft anständig gesichert habe.

Grenzen sichern. Das ist ein Job für Kopf und Bauch. Und den pack ich jetzt an!