Nachwirkungen

Blasenentzündung die hundertmillionste

Heute Morgen wurde ich wach und ich merkte gleich, es geht los, aber sowas von 😦 absolut heftig, so eine sch…limme Blasenentzündung hatte ich lange nicht mehr! Natron! Mein Allheilmittel! Ein halber Liter Wasser mit einem Esslöffel Natron. Es hat gewirkt, nach zwei Stunden ging es mir besser und ich konnte aufatmen. Jetzt geht es mir wieder gut, alles ist weg.

Und das Auto hat keinen Motorschaden, da ist ein Fühler in oder für die Nockenwelle kaputt, jedenfalls kommen falsche Daten an. Das sei ein bekannter Fehler von Skoda, das liege nicht an der Nockenwelle sondern an… tja, das kann ich jetzt nicht erklären, weil ich es nicht verstanden habe. Aber das Auto fährt und ich kriege ihn auch bald wieder. Wenn das mit dem besagten Fühler repariert ist.

Vermutlich hat der Wagen nichts, vermutlich tickt die Elektronik nur nicht richtig. Was ich mich die ganze Zeit frage, wie sind die eigentlich auf dem Mond gelandet?

Nachwirkungen

meine Schlafprobleme sind verduftet 😉

Ja, es ist wirklich so, ich habe (toitoitoi dreimalaufHolzklopf) keine Schlafprobleme mehr. Sie sind hinfort, im wahrsten Sinne des Wortes „verduftet“ 😎

Aber der Reihe nach. Durch einen Artikel von Eliane wurde ich auf ein ätherisches Öl aufmerksam, und was sie auf ihrem Blog schreibt, klingt wirlich interessant. Verschiedene Forscher haben herausgefunden, dass die besagten Duftstoffe die „gleichen molekularen Wirkmechanismus haben und genauso stark wirken wie die häufig verschriebenen Barbiturate oder das Propofol. Sie beruhigen, lösen Angst und fördern Schlaf.“ Aber lest selber bei Eliane, es ist wirklich interessant.

Jedenfalls kam dann Cornelia Dähling (sie ist ärztlich geprüfte Aromapraktikerin) auf die zündende Idee, ein schlafförderndes Öl zu entwickeln,  gemeinsam mit einem Schlafmediziner. Das hört sich ja schonmal alles sehr fundiert an.

Ich also das Öl bestellt. Und was soll ich sagen? Wenn ich könnte, würde ich Euch jetzt eine Hymne singen, laut und hell und voller Begeisterung 😍 echt jetzt, kein Scherz, ich sprühe vor dem schlafen gehen mein Gesicht ein, reibe meine Fußsohlen ein, ich kann kaum noch mein Buch lesen, ratz! Weg bin ich. Ich werde Nachts oft wach und muss auf die Toilette (war schon als Kind so, liegt bei uns in der Familie), ein weiterer kurzer Sprüher und ratz! Weg bin ich. Ich schlafe nicht länger, aber ich liege einfach nicht mehr wach im Bett herum und kann nicht mehr einschlafen. Das ist genial! GENIAL!

Also bei mir wirkt es: Óleus.

Seit ich mich damit einsprühe und meine Fußsohlen einreibe, habe ich nicht eine Nacht wach gelegen. Außerdem pflegt das Öl die Haut, ich habe eh trockene Haut, da ist das ganz gut.

Das wollte ich Euch doch nicht vorenthalten, vielleicht hilft es der ein oder anderen ja auch. Ein Test ist es jedenfalls wert, ich kann nur sagen: mir hilft es 😀

 

 

Askan, Meer, Nachwirkungen, Seele, Urlaub

Krebsurlaub 🐾

Warum dies ein Krebsurlaub ist? Nun, weil Sue und ich uns niemals ohne Krebs kennengelernt hätten 😜 was man gut oder schlecht finden kann, wir beschränken uns heute aber auf das Gute und das ist das Meer und die Spuren im Sand, das leckere Essen, das schöne Ferienhäuschen und Askan, der wilde Hundling 🐺

Und ich stelle eine Besserung fest, habe ich mich letztes Jahr noch ganz fürchterlich aromatasegehemmt die Düne rauf und wieder runter gequält, so geht es dieses Jahr viel leichter. Tamoxifen haut in dieser Beziehung nicht so rein. Es haut anders rein. Aber haut die Krebsbehandlung nicht immer rein? Eben. Und damit ich nicht vergesse, was 2011 so alles reingehauen hat, schlucke ich jetzt meine Pillchen. Und dann haue ich rein und mache Frühstück. Am Strand war ich schon. Das war klasse. Hund und Strand. Besser geht nicht ❤️

Askan, Leben, Nachwirkungen

Lavendel ./. Tamoxifen 😉

Älsö (würden die Missfits jetzt sagen 😜) das ist so eine Sache mit dem Tamoxifen. Weil nämlich, es gibt kein Gepille ohne unerwünschte Wirkungen. Man ist mit den erwünschten Wirkungen ja schon überfordert und dann die unerwünschten erst! Ich wünschte, ich hätte mit all dem… aber wünschen hilft da nicht. Vielleicht aber Lavendel.

Lavendel? Ja, das ist so eine Sache mit den ätherischen Ölen, hier gibt es viele gute Tips dazu, auch und gerade bei Krebs. Ätherische Öle sind keine Wundermittel, aber sie helfen vielleicht der einen oder anderen. Und Eliane ist eine wahre Expertin darin.

Wie auch immer, Lavendel. Ich musste es nicht mal bestellen, ich hatte es da. Also ab ins Duftlämpchen und damit ab ins Schlafzimmer. Seit gestern schlafe ich unter einer Glocke aus Lavendelgeruch und die erste Nacht war schonmal vielversprechend, ich habe tief und fest geschlafen. Denn: seit ich Tamoxifen nehme, liege ich des öfteren in der Nacht hellewach in meinem Bett. Ich quäle mich nicht, ich bin einfach wach. Eben hellewach. Und natürlich stehe ich dann auf, lese, surfe, blogge, räume die Spülmaschine aus… es gibt vieles, was man im Dunkeln manchen kann 🤣 und das ist auch ok. Warum nicht.

Nur: den Tag drauf bin ich zerdötscht, weil: gegen Morgen schlafe ich dann wieder ein und natürlich reicht das nicht und wenn ich arbeiten muss, dann ist das ganz arg.

Nun zu meinen Gelenkschmerzen: sie haben sich auf die Füße konzentriert. Überschaubar. Leider nicht gehbar 😜 so trage ich derzeit wirklich hübsche Schühchen, Marke Breitlatsch, sieht klasse aus, aber wenigstens kann ich gehen, anfangs humpeln, aber das wird mit zunehmender Schrittzahl in den Breitlatschen besser.

Ach Leute, Krebs ist nicht lustig. Da hat man lange, wenn nicht immer was von.

Und trotzdem, das Leben ist schön, oben meine Morgenrunde, hier meine Abendrunde mit dem Hund, ich liiiiiieeeebe diese Spaziergänge!

Ich liebe sie!

Familie, Liebe, Nachwirkungen

ich bessere mich 😛

Ich bin ja umgestiegen, von Aromatasehemmer 😱😨😬🤢😩😖 auf Tamoxifen 😎🤗🙂 und was soll ich sagen, also ich sage: laaaaaaaaaaaaangsam merke ich, wie sich die Schmerzen zurück ziehen. Immer öfter kann ich die Treppen ohne Schmerzen raufgehen. Und runter. Ich kann schon wieder vom Stuhl aufstehen, ohne dass es aussieht, als bräche ich gleich zusammen. Und wenn ich aus dem Auto steige, dann kann ich mich direkt aufrichten und muss nicht erst drei, vier Schritte gebückt gehen.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden.

Grad sitze ich auf dem Balkon, es ist nach Mitternacht, der Hund liegt im Garten, es windet, die riesigen Birken schwanken im Wind, es ist kühl nach der Hitze des Tages (36 Grad) und ich denke über das Leben nach. Ist ja nicht schlecht, so ab und an mal über das Leben nachzudenken. Zumal, wenn man nicht wusste, ob man noch lange darüber nachdenken kann, über das Leben.

Heute war ich bei aufziehendem Unwetter mit dem Hund am Bach und dachte an Mutti, unsere Kanzlerin, sie ist doch Physikerin und man sagt immer, sie denke vom Ende her. Und ich finde, das sollten alle, vom Ende her denken. Man sollte denken, was will ich am Ende meines Lebens erreicht haben, worauf will ich zurück blicken? Auf eine Familie, die mich mag, die ich gerne um mich habe, auf einen Beruf, der mir Freude gemacht hat, auf Freunde, mit denen ich gerne zusammen war? Und dann: was muss, was kann ich dafür tun, dass das dann auch so kommt.

Wenn ich eine Familie möchte, dann sollte ich nicht mit der Axt eine Schneise in selbige schlagen. Wenn ich einen interessanten Beruf haben möchte, dann sollte ich eine gute Ausbildung anstreben, lernen, mich bemühen. Und Freude sollte ich nicht abwertend behandeln, wenn ich sie behalten will. All solche Dinge. Partnerschaft gehört auch dazu. Was will ich, wen will ich, wie will ich behandelt werden.

Ich weiß, es gibt Familienmitglieder, da kann man sich nur abwenden, da ist es besser, Abschied zu nehmen. Es liegt nicht immer an einem selber, das weiß ich wohl. Aber darum geht es mir hier nicht, mir geht es darum, was kann ich tun, damit das eintritt, was ich gerne möchte. Vom Ende her denken.

Das heißt nicht, dass es dann auch genauso kommen muss, aber ohne Bemühung kommt es garantiert nicht.

Ich habe mich während der akuten Therapie nie gefragt, was ich erreicht habe, ob ich zufrieden sein kann, ob ich was vermisse, ich habe einfach ums Überleben gekämpft. Ich habe nicht an die Zukunft gedacht, sondern Weiterlesen „ich bessere mich 😛“

Brustzentrum, Chemo, Familie, Nachwirkungen, Seele

Gesamtüberleben

Das Bild ist meine wunderschöne neue Kaffeetasse, die mir meine Kolleginnen zum Geburtstag geschenkt haben ❤️ der war schon im Februar, aber ich war erst jetzt wieder arbeiten, die Schmerzen hatten mich ziemlich nieder gedrückt. So war es einfach. Doch die gute Nachricht ist, ich habe das Gefühl, sie ziehen sich zurück, ja wirklich, als ginge es langsam bergauf.

Dienstag war ich im Brustzentrum (an dieses Wort werde ich mich nie gewöhnen können) und auch da war alles in Ordnung. Ich sagte meiner Operateurin, dass ich nun auf Tamoxifen umgestiegen sei und sie fragte mich, ob ich am Ende auch solche Schmerzen in den Füßen gehabt hätte 😲

UND WAS FÜR WELCHE 😩 ich dachte manchmal, ich könne kaum laufen.

Mich kontaktierte eine Journalistin, die an einem Artikel über Krebsüberlebende und die Langzeitfolgen von Krebsbehandlungen schreibt (mehr erzähle ich, wenn es soweit ist). Es geht dabei auch um Langzeitfolgen, es geht auch darum, dass die Familie, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen möglicherweise oft denken, dass alles wieder beim Alten ist, wenn der Krebs geheilt wurde.

Nein, nichts ist beim Alten und mich haut das zuweilen mehr um als die Diagnose selber. Die habe ich ja erstaunlich ruhig aufgenommen. Ich war nicht geschockt. Und es war auch kein Antischock oder was auch immer da reingedichtet wurde, ich habe mir das angehört und gedacht, na klasse, nun musst du dich nach der ganzen Scheiße der letzten Jahre auch noch – ebenso wie meine Mutter übrigens – mit Brustkrebs auseinander setzen. Ich habe nicht eine einzige Träne vergossen, das macht mich weder stolz noch ängstigt es mich, es war einfach so. Ich war nicht wütend, ich war nicht erschüttert, ich stand einfach da und dachte, ok, nun bekämpfen wir eben den Krebs. Wird bestimmt nicht schön, aber was hilft es. Augen zu und durch. So bin ich, so war ich immer, so werde ich bleiben. Und da lasse ich mir auch nichts erzählen.

Meine Therapeutin nennt das eine Riesenportion Resilienz. Was auch immer es ist, es hat mich getragen. Trägt mich bis heute. Auch wenn mich diese Langzeitfolgen manchmal ziemlich schaffen. Sowohl da, wo sie auftreten als auch im Kopf. Und es sind beileibe nicht nur die Knochenschmerzen. Soll ich mal aufzählen? Wollt Ihr es wirklich wissen? Die meisten, die hier lesen, kennen es vermutlich selber. Es ist eine verdammte Scheiße, ‚tschuldigung, aber so ist es doch. Wer glaubt denn wirklich, dass eine Chemo nur die Krebszellen kaputt macht? Dass eine Bestrahlung nur genau da wirkt, wo sie auch hinstrahlt? Dass das ganze Gepille ohne Nebenwirkungen ist?

Überleben hat seinen Preis. So ist es einfach. Punkt.

Heute war eine Beilage in der ZEIT, ging auch um Krebs, da schrieb ein Arzt, selber betroffen, über die Folgen für ihn und seine Patienten. Und er sagte, viele hätten ihm nach erfolgreicher Therapie, Jahre später, gesagt, dass der Krebs ihnen mehr gegeben als genommen hätte. Wenn ich jetzt mal die Nebenwirkungen auf das Pluskonto zähle… war’n Scherz 😉 nein, ich glaube, da ist was Wahres dran. Ich lebe bewusster, ich lebe endlicher. Was heißt das? Ich WEISS einfach, dass das Leben von jetzt auf gleich kippen kann, dass nichts selbstverständlich ist. Und was heißt das noch? Dass ich keinen Bock mehr auf sinnloses Gelabere habe. Dass mir Menschen unglaublich auf den Zeiger gehen, die nur an ihren Vorteil denken oder sich mit Pillepalle aufhalten. Oberflächlichkeit geht mir auf den Senkel. Ich werde immer ungeduldiger.

Und jetzt muss ich los zur Massage, damit die Schmerzen erträglicher werden.

Ich grüße aus dem Neanderthal ❤️

Nachwirkungen

o.B.

Mein Hund hat grad einen Knochen verspeist, ich gucke die Sondersendung der ARD über diesen unsäglichen Anschlag in Manchester. Diese elenden Terroristen, diese Mörder, ich bin einfach nur erschüttert, das hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Islam zu tun, das sind brutale Mörder und verblendete Terroristen. Sonst nichts.

Mir geht es trotz der schrecklichen Ereignisse gut, denn ich war heute bei zwei ÄrztInnen, ich bin gründlichst untersucht worden, keine Tumoransiedlungen gar nirgendwo, was für ein Glück!! Und das „Go“ für Tamoxifen!

Es ist mittlerweile Standard, erst 5 Jahre Aromatasehemmer und dann 5 Jahre Tamoxifen. Also für Frauen mit dem Krebs, den ich hatte. Gilt nicht für alle. Vielleicht geht es mir ja bald besser, ich wünsche es mir.

Und die Terroristen wünsche ich zur Hölle. Es geht ihnen nicht um ihren Glauben, sie haben gar keinen. Es sind Mörder. Sonst nichts. Feige Mörder.