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Krebs, Krebs und immer wieder Krebs

Kontrolle stand an, ich habe nicht wirklich was erwartet, und so war es auch. Der Port wurde gespült, ja, ich habe ihn immer noch und ich werde ihn behalten. Der ist sowas von festgewachsen, ich glaube, sie müssten mir die Schulter mit abnehmen, wenn sie den rausmachen wollten 😉 also lassen wir das. Außerdem spüre ich den nicht mehr. Und das Blut abnehmen ist sowas von easy. Könnten das doch alle Praxen so machen.

Wie auch immer, ich wurde gescannt, alles ist soweit ok, ich konnte wieder gehen. Sollen wir gleich einen neuen Termin machen, fragte mich die Assistentin und schlug mir nächstes Jahr Oktober vor. Reicht einmal im Jahr fragte ich erstaunt, aber ja doch. Thema erledigt. Pflaster auf die durchstochene Haut, Rezept geschnappt und ab nach Hause.

Ich bin wieder da, wo ich vorher war. Mit ohne Krebs. Ich darf wieder hoffen auf viel Zeit, darf tatsächlich wieder planen. So, wie alle planen, die keine (möglicherweise) lebenseinschränkende Krankheit haben. Oder anders ausgedrückt: man weiß nicht mehr, was die Zukunft bringt. Ich wusste vorher gar nicht, was das für ein schönes Gefühl ist.

Zur Klarstellung: nicht wissen heißt nicht, für immer gesund sein. Nicht wissen heißt eben genau das nicht zu wissen. Wie alle, die gesund sind. Ich gehöre wieder zu den Unwissenden, ach was ist das schön!!

Und doch, der Krebs wird immer dazu gehören, nicht nur als Erinnerung, ich werde den Rest meines Lebens Kontrolltermine haben. Damit kann ich leben, es ist halt wie eine ständige Mahnung. Wie so ein erhobener Zeigefinger. Aber ich glaube, das ist bei vielen Krankheiten so, der Mann meiner besten Freundin hat eine neue Niere, ich denke, ihm tippt dieser Finger auch des öfteren auf die Schulter…

Die beste Krankheit taucht nüscht, sagte meine eine Oma immer. Da hatte sie wohl Recht. Aber sowas von! Und jetzt hat ein mir sehr lieber Mensch auch eine verdammte Krebsdiagnose erhalten. Es hört nie auf, Krebs, Krebs und immer wieder Krebs.

Es bleibt Thema. Aber das ist ja auch mein Motto dieses Blogs: Krebs geht nie weg, denn wenn er weg ist, bleibt er in den Gedanken. So isset, würde meine andere Oma sagen 😉

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