Sterbebegleitung

was lange gĂ€rt wird endlich Wut đŸ˜ˆ

Eigentlich heißt das ja, was lange wĂ€hrt, wird endlich gut đŸ€Ș und so ist es auch. Ich bin HOCHZUFRIEDEN. Gestern war ich also im Brustzentrum, meine Operateurin ist endlich ChefĂ€rztin geworden, diese Frau hat mich schon zweimal operiert und ich finde sie wirklich einfach nur richtig gut, mein Professor hat mich zu ihr gebracht und ich bin sehr froh darĂŒber.

Dann war ich bei der Psychoonkologin und das war auch wieder wirklich richtig gut! Es ging um Autonomie und um eigene WĂŒnsche und um den eigenen Lebensentwurf und auf einmal taten sich heute Tore auf und durch die gehe ich jetzt.

Ich bin ausgebildete Soziale Ansprechpartnerin, das ist eine sehr interessante TÀtigkeit. Zudem bin ich ausgebildete RollenspielpÀdagogin. Seit nahezu 25 Jahren bin ich auf diesen Gebieten tÀtig.

Und jetzt werde ich Sterbebegleiterin. Dieses Tor tat sich heute auf, ich wollte es schon lange werden, ich habe mich viel zu wenig ernst genommen, aber damit ist jetzt Schluss, es geht um mich, um mein Können und um meine WĂŒnsche: ich werde das werden, was mir entspricht.

DemnĂ€chst gehe ich in Pension. FrĂŒhpension aufgrund meiner Schwerbehinderung. Heute habe ich schon die ersten Kontakte geknĂŒpft, ich werde Sterbebegleiterin.

Das ist ein schweres Thema. Und doch geht es mir sehr gut damit.

Eigene, autonome Wege gehen ist immer das beste, was man fĂŒr sich selber machen kann!

 

12 Gedanken zu „was lange gĂ€rt wird endlich Wut đŸ˜ˆ“

  1. Was ist denn eine „soziala Ansprechpartnerin „? Ich habe davon noch nie gehört.
    Die Entscheidung mit der Sterbebegleiterin finde ich sehr sehr mutig, haben doch die allermeisten
    Menschen, inklusive mir mehr oder weniger Angst vor dem Thema. Es ist ja auch eine angeborene Urangst
    eins jeden Menschen. Ich könnte mir so etwas niemals vorstellen, weil es eines meiner schlimmsten Erlebnisse war als ich „unfreiwillig“ einen nahestehenden Menschen sterben habe sehen.

    Wenn Du in Pension gehst, dann klappt es ja vielleicht mal mit meiner Einladung nach Sylt.

    Lg

    GefÀllt 1 Person

  2. Jetzt hab`ich den Link gesehen. Sehr interessant was es alles gibt.
    Den Titel Deines Postes habe ich nicht so ganz verstanden. Spielt den Wut eine Rolle bei Deiner
    Entscheidung ?

    LG

    GefÀllt mir

  3. Hallo Samate, ich dachte erst, warum nun Sterbebegleitung, wo sie doch dem Ganzen knapp entronnen ist? Aber wahrscheinlich lÀsst einen das Thema nicht los, wenn man so tief eingetaucht ist?
    Lg

    GefÀllt mir

    1. Älsö (kennst Du FemininSprech von den Misfits? GROSSARTIG!!) das hat eigentlich gar nix mit entronnen und so zu tun sondern eher mit dem, was Du auch in Deinem letzten Post geschrieben hast. Ich habe mit zunehmendem Alter und Krankheitserfahrung das BedĂŒrfnis, nicht mehr drumrum zu reden, mir keinen Sch… mehr anzuhören. Mein Freund ist ja Therapeut und plant nach seiner Verrentung etwas mit Trauer und Abschied zu machen und Wandern. Trauer in Bewegung nennt er das. Abschied ist auch ein großes Thema fĂŒr mich, aber damit ist nicht ausschließlich Tod und Sterben gemeint, alles, von dem man Abschied nehmen muss.

      Mich fesselt das Thema auch, nicht nur wegen der Trauerwandergruppenplanung von meinem Freund, sondern es ist so, schon immer gewesen. Nun habe ich ja die Ausbildungen gemacht und das wollte ich einfach nicht so brach liegen lassen und da ist mir die Idee gekommen. Trauer- und Sterbegebleitung, es geht mir um das, was wirklich ist, nicht um seichtes Gelabere. Wer sich damit nicht auseinander setzen will, das finde ich völlig ok, aber der hat in meinem nĂ€heren Umfeld nichts zu suchen. Punkt. Die Zeit ist zu knapp, um mir die Abwehr der GefĂŒhle anderer anzutun. DafĂŒr gibt es PsychologInnen, die hören sich geduldig alles an, werden meist von der Krankenkasse bezahlt, die kann man vollschweigen. Wahlweise vollabern. Mich nicht mehr.

      Wenn mir jemand ehrlich sagt, ich kann damit nicht umgehen, oder das ist zu schmerzhaft oder wie auch immer, das ist ok, aber pscht und Themenwechsel und sowas, das dulde ich nicht mehr. Ich lehne denjenigen nicht ab, der ist so, das ist ok, aber ich will damit in meinem Alltag nichts mehr zu tun haben. Ich sage das auch. Ich kann und will nicht mehr alles verstehen mĂŒssen.

      Letztens fragte mich eine Kollegin, wie es mir denn so geht und ich sagte wahrheitsgemĂ€ĂŸ, es gehe mir gut, ich sei grad beim Onkologen gewesen und es sei alles in Ordnung und das mache mich froh. Sie schrammte kurz an der Schnappatmung vorbei und wird mich vermutlich nie wieder fragen, aber das ist ihr Problem und nicht meins.

      Und ich denke einfach, Trauer ist etwas sehr ehrliches, da hilft kein Verstellen oder Wegducken oder Verstecken, und darum wĂŒrde ich das gerne machen. Ich sehne mich nach ehrlichen GefĂŒhlen und GesprĂ€chen. Oder ehrlichem Schweigen. Aber eben ehrlich und nicht verdrĂ€ngen. Ich hasse verdrĂ€ngen. Ich kenne es bei mir ja nun auch, aber ich weiß, dass es nichts bringt und darum will ich es nicht mehr.

      Das ist der Grund. Irgendwie.

      Liebe GrĂŒĂŸe!

      GefÀllt mir

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