Abschied, Liebe

Abschiedsgedanken

Vor zwei Jahren ist BabsBlogsberg gestorben, unter diesem Namen kannte ich sie schon länger, wobei kennen im Internet ein anderes kennen ist als persönlich, auch wenn ich oft das Gefühl hatte, ich kenne sie tatsächlich persönlich. Ich habe ihre Beiträge so gerne gelesen, wir haben uns gegenseitig kommentiert, ich habe oft gelacht über ihren Humor. Und ich habe mit ihr gehofft. Und so oft folgte eine positive Wende.

Und dann ging auf einmal alles ganz schnell.

Noch heute bin ich fassungslos. Nein, nicht darüber, dass sie an Krebs gestorben ist, weil, wie soll ich sagen, das ist schrecklich, aber leider eben auch nicht ungewöhnlich. Nein, fassungslos bin ich darüber, dass sie nicht mehr da ist. Es ist so schwer zu begreifen. Immer noch. Immer wieder.

Die Welt dreht sich einfach weiter. Als würde sie gar nicht merken, dass da jemand fehlt, der einem so wichtig war.

Dieses Fehlen ist so ungeheuerlich.

7 Gedanken zu „Abschiedsgedanken“

  1. Sie ist da. Nur ohne physichen Leib und daher nicht sichtbar für physische Augen.
    Nicht auf einer Wolke. Nicht auf einem Stern. Nicht irgendwo „droben“.
    Sie ist nah da, nicht räumlich begrenzt.
    Die Grenze vom irdischen zum nicht-irdischen Leben ist „nur so breit wie ein Haar“ – so sagen manche Menschen, die aus eigenem Erleben diese Grenze kennen.

    Wir sind nur zu dumpf, um Verstorbene wahrzunehmen, mit denen wir in ihrem Erdenleben eine innere Verbindung hatten. Sie zu erahnen, zu fühlen, zu spüren… Sie bleiben mit uns in Verbindung, haben weiter Interesse an unserem Tun und Lassen, unserem Denken und Fühlen.
    Konkrete Erinnerung, Dank, liebevolles Gedenken und Fragen, insbesondere vor dem Einschlafen, können den dumpfen Nebel lichten. Das braucht innere Treue und Zeit. Für manche Menschen ist es leichter, für andere schwerer, für andere bleibt es Sehnsucht. Aber es scheint möglich zu sein, so erfährt man gelegentlich…

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  2. Kanntest Du sie persönlich ? Ich habe nur ihr Tagebuch gelesen und finde es merkwürdig wie jemand einen ans Herz wachsen kann den man doch gar nicht persönlich kannte. Am meisten erschreckt es mich dass schon 2 Jahre seit dem vergangen sind und wie schnell die Zeit vergeht von der wir ja alle nicht wissen wieviel davon uns noch bleibt.
    Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod. Schön wenn das jemand kann, dann verkraftet man einen Verlust wohl leichter. Ich glaube genau deshalb glauben Menschen auch daran, weil sie sich das wünschen und es ihnen hilft mit dem Tod besser fertig zu werden. Aber wir WISSEN alle nicht was uns erwartet nach dem Tod . Die Evolutionstherorie von Jarles Darwin, nach der wir uns alle im NIchts auflösen nach dem Tod und da gar nichts mehr ist, ist genauso gut möglich. Deshalb lieber nicht drauf verlassen, dass da noch was kommt und keinen Tag vergeuden sondern so leben als ob es der letzte wäre ist mein Motto.

    LG

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    1. „Deshalb lieber nicht drauf verlassen, dass da noch was kommt und keinen Tag vergeuden sondern so leben als ob es der letzte wäre ist mein Motto.“
      Das Erdenleben ist kostbar. Auch mein Motto ist es, das irdische Lebenszeit so gut und intensiv wie nur möglich zu nutzen; denn was auf Erden nicht getan wurde, ist versäumt und kann in einem nachirdischen Leben nicht „nachgeholt“ werden.
      Ich denke nicht, dass der sogenannte „Glaube“ an ein Leben nach dem Erdentod unbedingt einem irgendwie gearteten Egoismus entspringt nach dem Motto: Ich will nicht sterben, das Leben möge niemals enden! Ich persönlich fände es leichter, mit der Überzeugung zu leben, dass das Leben mit dem irdischen Tod definitiv endet, als die Gewissheit zu haben, dass das nicht der Fall ist. .

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  3. @ Ulrike, Ja das empfinde ich auch so. Denn wo nichts ist kann einen auch kein Unheil und Leid erwarten.
    Aber die meisten Menschen empfinden es anders und wünschen sich ein Leben nach dem Tod und glauben deshalb dran. Das ist aber kein Egoismus wie ich finde sondern zutiefst menschlich, dass man auf das hofft und an das glaubt was man sich wünscht.
    LG

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  4. ja es sind schon zwei Jahre……sie fehlt oft, ganz oft, zu oft. Mir, Frank und den Jungs und noch ganz vielen. Wenn ich das jetzt mal so hart sagen muss, ich glaube nicht daran, dass jemand der gestorben ist noch irgendwie da ist. Tot ist tot….ich war bei Babs als sie gestorben ist, als sie vom Beerdigungsinstitut abgeholt wurde, war nur noch ihr Körper da, sie war schon weg. Ich bin ein sehr sensibler Mensch, ich würde sagen, dass ich sie spüren würde…..ich wünsche mir, dass es so wäre, dass sie alles mit bekommt. Wir waren an ihrem Baum, es ist schön, dass die Urne dort begraben wurde, ein super schöner Ort. Sie wollte es so. Trotzdem allem….fehlt sie mir sehr 😦

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  5. Hallo Samate,

    kann ich Dir eine E-Mail schreiben ? Ich würde Dich gerne was zu Zeeland fragen wo
    Du doch immer in Urlaub hinfährst. Nachdem ich heute gelesen habe, dass dort der wärmste
    Strand Hollands ist und das sogar als niederländische Riviera bezeichnet wird und es Sylt
    und Norderney immer zu kalt ist und ich jetzt gesehen habe, dass Zeeland von Bayern aus sogar näher ist als Sylt, spiele ich mit dem Gedanken auch hinzufahren, weiß aber nicht ob ich mich traue, alleine in ein fremdes Land.

    Liebe frühlingshafte Grüße

    Lisa

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