Leben

die Türe ist offen

Nun ist es also soweit, ich kann diesen Raum verlassen. Wobei, verlassen heißt nicht, dass ich ihn nie wieder betrete, ich werde bestimmt das ein oder andere Mal schauen kommen, wie er so aussieht und wie die Erinnerung daran ist. Was sich verändert hat, wie ich mich verändert habe. Ich wünsche mir, dass er zu meiner Vergangenheit gehören wird und ich ihn nie wieder betreten muss. Das wünsche ich mir sehr.

Wir wissen alle, dass wir nichts wissen, jedenfalls nicht, was die Zukunft bringt. Aber ich hoffe. Und hoffen ist auch etwas Gutes.

Ich verlasse den Raum mit Hoffnung. Ich betrete meinen neuen Raum mit Zuversicht.

Ich gehe eine Tür weiter 😊

Leben

eine Tür weiter

Eine große Änderung tritt in mein Leben, heute Psychoonkologin, und da kam alles raus. Hört sich jetzt draaaamaaaaatisch an, ist aber einfach nur richtig. Und ganz einfach. Es geht nämlich um den Raum, den der Krebs in meinem Leben eingenommen hat und dass ich diesen Raum jetzt verlassen will. Ich gehe eine Tür weiter. So wird auch mein Blog heißen, der Name stammt von meinem Wandersmann, der fiel ihm spontan ein und mir gefiel er direkt gut. So sei es also.

Doch soooo schnell schießen die Preußen nicht 😎 d.h. ich brauche noch ein wenig Zeit, nicht viel, aber er soll ja auch hübsch werden 😉 der Blog, oder das Blog? 😛 Was auch immer, es ist Zeit, weiter zu gehen.

 

Leben

Leben eben

So, das wird jetzt mal ein längerer Beitrag und damit fangen wir an, mit dem Toilettenselbstportrait von vor 10 Jahren 😎  auf der Arbeit, echt jetzt, da hatte ich meine Kamera neu und sie überall mit hingeschleppt und dort gab es große Spiegel und ich dachte, mach ich doch einfach mal ein Portrait 😉 gesagt getan, es entstand das:

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Ende 40 war ich da, arbeitete noch in der IT und mein Mann lebte auch noch. Lange ist es her. Dann starb er. Und dann kam das:

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Und dann wurde ich durch die medizinische Mangel gedreht und nachdem ich zwischenzeitlich dachte, ich komme nie wieder ans arbeiten, stehe ich heute wieder auf dem Behördenklo, diesmal mit einem Handy, und dann sieht das so aus:

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Ende 50. Kinder wie die Zeit vergeht. Es ist viel passiert. Verdammt viel. Damit meine ich jetzt nicht mal alleine den Krebs. Sondern das Leben überhaupt. In mir ist viel passiert. Ich wollte, seit ich denken kann, immer alles verstehen, bis zur absoluten Nervgrenze meiner Eltern 😋 kaum 4 Jahre alt, hing ich meinem Vater tagelang am Bein, er solle mir bitte eine Uhr von innen zeigen, ich wollte wissen, was dadrin tickt und warum die weiß, wie spät es ist. Vater ließ sich, zum Entsetzen seiner Mutter, meiner Oma, dazu erweichen und zerschlug einen Wecker mit einem Hammer. Über dem Kohlenkasten. Ich kann noch heute meinen vor Aufregung rasenden Herzschlag spüren! ENDLICH WEISS ICH BALD, WARUM EINE UHR TICKT!! Und dann sah ich all die kleinen drehenden Rädchen und die kleinen Federn und dann wollte ich mehr wissen… leider blieben viele Fragen offen und mangels Internet musste ich warten, bis mir jemand erklären konnte, wie das da genau funktioniert.

Ich will immer noch alles wissen. Jetzt nicht mehr mechanisch 😎 sondern ich will wissen, warum tickt der Mensch mal so, mal so, warum ist die eine so, der andere nicht… und vor allem: warum bin ich, wie ich bin?

Früher dachte ich immer  Weiterlesen „Leben eben“