Leben, Liebe, Urlaub

wie lange noch

Heute haben wir eine Stadtrundfahrt in Edinburgh gemacht, das war richtig klasse. Vorher gab es ein echtes Schottisches Frühstück, das war nicht weniger klasse. Jedenfalls war das ein toller Tag. Danach sind wir nach Hause, ruhen. Und dann, auf dem Weg zu einem guten Chinesischen Restaurant, hatten wir ein richtig gutes Gespräch. Über die Zeit, die uns noch bleibt. Nein, es ging nicht um Krankheit oder Unfall oder… nein, es ging um das Leben. Ganz simpel um das Leben. Wir sind zusammen fast 120 Jahre alt, d.h. wir sind nicht mehr jung 😎

Meine Nichten, Anfang bzw. Mitte 20 studieren in London, die Welt liegt ihnen zu Füßen, sie können planen. Wie man halt in dem Alter planen kann, doch mit der GreenCard nach Kanada? Oder vielleicht doch NGO? Oder… oder… Familie gründen… oder doch nach Japan? Sie haben Zeit, so Gott will, haben sie alle Zeit der Welt. Sie können Fehler machen, sich umentscheiden, wenn nicht heute… dann eben morgen… sie haben hoffentlich noch viele viele Morgen, noch viele viele Jahre, sie können Entscheidungen revidieren, sie können…

dscn1044Und wir? Mal ganz ehrlich, sagte ich zu meinem Wandersmann, wieviel Zeit bleibt uns noch? Wie lange sind wir noch fit? Wie lange können wir noch unsere Pläne verfolgen? Wie lange wollen wir das noch? Selbst wenn wir alt werden, wie lange können wir noch aktiv unser Leben gestalten? Ich meine das jetzt nicht dramatisch, ich meine das einfach ehrlich. In 15 Jahren sind wir Anfang/Mitte 70 und was sind wir dann noch bereit und fähig zu ändern? Was wollen wir ändern? Wollen wir dann überhaupt noch was ändern? Was wollen wir überhaupt? Wir beide haben in den letzten Jahren viel getragen, tragen müssen, tragen wollen, dämlicherweise ertragen, und wir sind von unseren Wünschen weggekommen. Jetzt steht die Frage groß im Raum: was sind denn unsere Wünsche? Wie wollen wir diese letzten Jahre verbringen?

Wir haben nicht mehr Zeit für viele Fehler, wir müssen mutiger sein, als wir es mit 20 waren, wir müssen klarer sein in uns: was wollen wir?dscn1047

Wir haben Ideen, gute Ideen, wie bringen wir diese zusammen und wie setzen wir sie um? Wie schaffen wir das? Darüber sprachen wir, aßen mit Stäbchen unser chinesisches Essen (anders als bei uns gibt es den Reis hier nicht dazu) und gingen dann in einen alten tollen Pub, Kronleuchter an der Decke, wirklich super! Dort tranken wir torfigen schottischen Whisky. So richtig torfig. LECKER!

Danach sind wir nach Hause und setzten unser Gespräch fort und haben noch lange über unser Vorhaben diskutiert. Es nimmt Formen an. Das Leben ist spannend. Wirklich. Daran ändert auch das Alter nichts.

Ich hatte noch mehr Gedanken. Heute war ich auf dem Blog von 5phasen, ich sage Euch, eine außerordentlich gute und wirklich lesenswerte Schreibe, da geht es auch um die Zeit, die einem noch bleibt, nur anders halt.

Was will ich sagen? Ich will sagen, lebt Euer Leben! Seit mutig und entscheidet Euch. Und setzt Dingen ein Ende, die keine Zukunft haben, wie z.B. beschissenen Beziehungen. Und eine Reise nach Edinburgh könnte auch nett sein 😜

Bleibt nur eine Frage zu klären, warum haben die hier so unendlich viele Kamine auf den Dächern?

 

 

Urlaub

James…

…die Herrschaften möchten einen Wein… 😜

Neinnein, kein James gar nirgendwo, auch wenn Downton Abbey wirklich sehenswert ist und unsere Pension hier wirklich dazu passt!! Einfach nur klasse in Edinburgh!!

dscn0991Die Flüge waren gut, Nebel in Amsterdam, darum fast zwei Stunden Verspätung, aber alles hat geklappt und dann kamen wir in unserer Pension an, die uns schon auf den Fotos gut gefallen hat. Und die haben nicht zu wenig versprochen. Es sieht einfach nur schön aus hier, so English 😎 wie meine Schwester bemerkte, die es wissen muss, lebte sie doch viele viele Jahre in London 😍

Nun sitzen James und ich… äh Verzeihung, mein Wandersmann und ich 😜 also in dem schönen Wohnzimmer und genießen das Leben, den Rotwein und uns 💚

Leben, Weihnachten

Stille Nacht

Ja, sie war still, unsere Nacht. Also DIE Nacht. Die Heilige Nacht. Wir haben Fondue gemacht und in Erinnerungen geschwelgt und dann haben wir das große Weihnachtsfinale von Downton Abbey gesehen, dieser großartigen britischen Fernsehserie. Wer „Das Haus am Eaton Place“ kennt, wird Downton Abbey lieben 😍

Heute dann schwelgten wir in Erinnerungen. Wie waren die Weihnachten unserer Kindheit? Wie die als junge Erwachsene? Was haben wir die letzten Jahre gemacht, bevor wir uns kennen lernten? Was sind wir froh, hinter uns gelassen zu haben, was betrauern wir?

Alles fing damit an, dass wir wie so oft morgens Kaffee trinkend im Bett saßen, tötterten und surften. Dabei fand ich auf einem Blog einen Satz, der mich tief berührt hat. Eine Frau berichtet dort von ihrem Leben, zu dem auch ihre Borderline-Erkrankung zählt. Und sie zitiert Thomas Sydenham, einen englischen Arzt aus dem 17. Jahrhundert: „Sie lieben diejenigen ohne Maß, die sie ohne Grund hassen werden.“

Das hat vieles bei uns ausgelöst und wir redeten und redeten und so folgte der stillen Nacht ein nachdenklicher Tag und heute gibt es Fisch.

Morgen rückt die Familie an, diesmal hatten wir einen Heidenspaß an den Geschenken für ebenjene, wir sprudelten nur so vor Ideen 🎁 und all dies findet in dem Raum meiner Kindheitsweihnachten statt, die wunderschön waren, wirklich wunderwunderschön 🎄

Allgemein

und alle Jahre wieder: Fröhliche Weihnachten

Aus gegebenem Anlass zitiere ich mich mal wieder selber 😜🎄diesen Beitrag schrieb ich vor zwei Jahren:

Portgeschichten

Liebe BlogleserInnen, ich wünsche Euch allen fröhliche Weihnachten und egal, ob Ihr es nun feiert oder nicht, es möge Euch gut gehen!! Ich selber sitze etwas angeschlagen im Bett (meine Magen-Darm-Geschichte ist wieder aufgeflammt und hat mich etwas beeinträchtigt) und denke über den Adventskalender von Babsblogsberg nach. Über das 24. Türchen, hinter dem die Liebe wohnt.

Die letzte Ausgabe von DER SPIEGEL berichtete über die „Geburt Gottes“ und wem es vorher nicht schon klar war, spätestens jetzt muss man einräumen, dass alles nicht so gewesen ist, wie es uns seit Jahrhunderten verkündet wird. Ich empfehle die Bücher von Uta Ranke-Heinemann „Eunuchen für das Himmelreich“ und „Nein und Amen“. Hartgesottene Katholen werden Herzflimmern bekommen, aber was wir da immer aufgetischt bekommen haben, was gar Dogmen sind, alles Humbuk. Da hilft kein Vaterunser und der Rosenkranz schon mal gar nicht. Vieles ist schlicht gelogen und wird auch durch ewiges Wiederholen nicht wahrer.

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Askan, Leben, Nachwirkungen

schmerzhaft

Das letzte Wochenende war heftig, schmerzmäßig. Heftig. Diese Gelenk- und Muskelschmerzen kommen in Wellen. Und das war die perfekte Welle… lalala… äh, nein, es war schlimm. Ich muss aufpassen, dass mir das nicht die Laune verhagelt. Meine Lebensfreude, die muss erhalten bleiben. Fußgelenke. Kniegelenke. Hüftgelenke und was dazwischen so alles an Muskeln rummacht und Handgelenke. Oha.

Ich sag ja, Krebs, da hat man lange was von.

img_2691Dafür hebt Askan meine Lebensfreude. Dieser kleine Kerl ist einfach nur gut für mich. Er ist so aufmerksam, er hört so gut, und das schöne ist, wenn ich mich moderat bewege, sind ja die Schmerzen weg. D.h. wenn ich mit ihm laufe ist alles gut. Naja fast, aber so Kleinigkeiten erwähne ich jetzt nicht.

Und bald ist Weihnachten. Kaum hat man das 1. Kerzlein angezündet, steht auch schon das Christkind vor der Türe. Als Kind dauerte alles soooooooo lange… und jetzt? Zack und vorbei 😎

 

Familie, Weihnachten

Dinge des Lebens

img_8534_kMeine Mutter hatte Zeit ihres Lebens viele schöne Dinge gesammelt, einige davon auch sehr wertvoll, andere kunstvoll, wieder andere auf ihre Weise besonders, man konnte sich in ihrem Haus kaum satt sehen an diesen schönen Dingen. Aber es waren eben auch Dinge, die ich nicht unbedingt haben wollte, meine Schwester auch nicht und unser Vater kann damit sowieso nichts anfangen. Konnte er noch nie.

Und so fanden nun diese Krippenfiguren den Weg zu uns, die bislang in einer Schublade versteckt ihr kärgliches Dasein fristeten. Ich erinnerte mich daran, dass Mutter sie vor vielen Jahrzehnten in Österreich erstanden hatte. Handgeschnitzt. Oft hatte sie zu Weihnachten eine hübsche Stelle damit geschmückt, dann wurde sie krank und all das geriet in Vergessenheit.
img_8537_kNun hat unser Vater ja sein Haus verkauft und meine Schwester half ihm mit dem ausräumen, dabei fanden sie diese Figuren. Sie brachte den kleinen Karton mit und ich stand ratlos davor. Was tun? Ich weiß, dass sie wertvoll sind, doch ich will sie genauso wenig haben wie meine Schwester, aber einfach so weggeben?
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Und wie schön ist es, dass mein Wandersmann soetwas liebt und mit Freude die Figürchen pflegte und aufstellte. Das hat mich richtig glücklich gemacht. Etwas wird weiter gegeben, wenn auch in eine bislang nicht gedachte Richtung, aber das macht ja nichts, Familie ist grad an Weihnachten so vieles mehr als nur die Ursprungsfamilie und den Figürchen wird es einerlei sein. Nur mir nicht. Und einzig darauf kommt es an.

Und meine Mutter, das weiß ich, würde sich freuen, ganz bestimmt 🎄