Leben, Nachwirkungen

Na dann!

dscn0800-001Also, ich wollte erzählen, was sich geändert hat. Im Außen: nichts. Alles ist, wie es vorher war. Niemand wird es merken. Es ist alles wie immer. Und doch ist mein Gefühl ein ganz anderes geworden.

Als die Strahlenärztin vor mir stand, mich anlächelte, den Kopf wiegte und grinsend „naja, dann…“ sagte, da machte es -klick- in meine Kopf.

Ich glaube, es war ihre Art, die mich so fühlen ließ. Sie hat mir nichts erzählt von Wahrscheinlichkeiten, Möglichkeiten, von Überlebenschancen, von Prozenten, von Rückfallmöglichkeiten, von Gesundheit und Heilung, sie hat einfach den Kopf gewiegt und mir wurde sofort klar: es kann klappen. Es kann wirklich klappen. Ich kann den Scheiß wirklich überleben.

Sie weiß nichts, sie kann nichts definitives sagen (wie auch!!) und das würde sie vernünftigerweise auch niemals tun, aber ihr „naja, dann…“ änderte das Gefühl zu der Krankheit in mir. Ich fühle mich nicht sicher, ich fühle mich aber auch nicht unsicher. Es kann klappen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Na dann!
😎

Und nun koche ich mal wieder für mich und den Wandersmann! Keine Sorge, ich vergifte ihn nicht, das Tofu ist für mich, er kriegt Fleisch! 😜 Männer und Tofu geht gar nicht, jedenfalls Wandersmänner 😉

Nachwirkungen

es + ich = geschafft

img_1799Dies ist mein Quetschapparat. Da wurde ich heute gequetscht, also Teile von mir. Ihr wisst schon. Erst die falsche Seite, was daran lag, dass ich dachte, die operierte Seite sei dran und dies auch der Assistentin ziemlich bestimmt verkündete, war aber falsch, die gesunde Seite hat Kalkherde und Ihr wisst ja, was das bedeuten kann, wenn die sich verändern.

Sie haben sich aber nicht verändert. Ich bin lediglich simpel verkalkt…äh…😎

Was auch immer, es ist alles, wie es sein soll. Auch da bin ich ärztemäßig gut aufgestellt, die Radiologin ist klasse, ihre Schwester ist an Brustkrebs erkrankt und sie hat darum echt Ahnung, weil sie sich intensiv damit auseinander gesetzt hat. Sie fragte, wann die OP war, sie schaute auf die Untersuchungsergebnisse, schaute mich an, lächelte breit, wiegte den Kopf hin und her und meinte nur „naja, dann…“ und ich hoffe, sie behält Recht.

Die Blasenentzündung wurde dann doch noch richtig schlimm, also habe ich wieder Antibiotika genommen, jetzt geht es echt besser. Ich saufe immer noch wie ein Kamel (Wasser, Ihr Lieben, Wasser!! 😜) und entspanne grad. Das war doch stressig. Das ist immer stressig.

Es ist geschafft. Und ich bin auch geschafft.

Nachwirkungen

Gepissel

Es stehen wieder Kontrolltermine an. Die ersten waren ok. Das baut auf. Bei meiner wirklich tollen tollen Frauenärztin, die mich unfassend aufklärt, die sich informiert, wirklich Ahnung von Tumorerkrankungen hat, fühle ich mich sehr wohl und sehr aufgehoben. Auch sie ist der Meinung, wie mein Professor, ich bin ärztemäßig echt gut aufgestellt.

Ja, das bin ich! Dafür habe ich gesorgt, das habe ich auch bei meiner Psychoonkologin als Thema, das sorgen um sich selber. Und das kann ich. Diese Ressource habe ich. Die hatte ich schon immer, leider bemerke ich das jetzt erst so wirklich. Dass ich für mich sorge!!

Bei der Frauenärztin jedenfalls waren die Beeinträchtigungen Thema, die man so hat bei Krebs. Oder haben kann. Der eine hat das, die andere dies. Ich habe Gelenke, Muskeln, Schleimhäute. Gaaaanz klasse. Und an den immer dünner werdenden Haaren merke ich es auch. Nun war ich nie die Frau mit den Wallehaaren. Ich war aber auch nie die mit dem Gepissel. Jetzt bin ich die mit dem Gepissel. Gaaaanz klasse.

Und Schleimhäute heißt? Rischtisch: Blasenentzündungen. Immer mal wieder. Und immer wieder sch…recklich. Diesmal scheine ich sie wegzutrinken. Ich saufe wie ein Kamel. Wirklich. Und ich mache so Kuren, alles hilft, alles tut gut. Sagen wir eher, es verbessert meine Schleimhautsituation 😜

Und sonst so? Sonst habe ich nur ein Thema:

img_1756😻😍

Leben, Liebe, Spaß

Mengenlehre für Verliebte {{{❤️[[❤️(Money)❤️]]❤️}}}

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Ich war jung, lebte in meiner damaligen Traumstadt und war dort frisch verliebt, was kann es schöneres geben? Das ist jetzt mehr als 30 Jahre her und ich war seeeeehr verliebt ❤️❤️❤️ Mein damaliger Freund und späterer Ehemann und ich wohnten in einer Wohngemeinschaft, eine damals übliche weil preiswerte und sehr gesellige Wohnmöglichkeit, zusammen mit einer Freundin. Und wir hatten ein Haushaltsbuch. Auch üblich in WG’s. Man musste ja schließlich irgendwie abrechnen. Also Haushaltsbuch. Mit drei Spalten. Sie, er, ich. Was logisch ist. Waren wir doch zu Dritt.

Nun waren wir aber sooooo verliebt ❤️❤️❤️ und so verliebt und oberblöd äh… wie wir waren, beschlossen wir, händchenhaltend am Küchentisch sitzend, das Haushaltsbuch aufgeklappt vor uns liegend und wir uns leicht irre angrinsend: wir haben nunmehr ein Geld! Wir teilen Bett (naja, Matratze, damals noch arme Studenten), Bücher, Zigaretten, Brot und Wein, dreckige Handtücher… also irgendwie alles miteinander, unser Leben eben, und wir könnten noch mehr miteinander teilen, nämlich unser Geld. Nein! Wir teilen es nicht, wir haben es nun zusammen. Sein Geld ist mein Geld und mein Geld ist sein Geld. Unser Geld. Ein Geld. Und als Ausdruck unserer umfassenden Zusammenverliebtheit ❤️❤️❤️ nahmen wir das Haushaltsbuch und änderten die drei Spalten (sie, er, ich) in zwei Spalten: sie, er&ich ❤️❤️

Echt jetzt. Kein Scherz. Er und ich. Eine Spalte. Ein Geld. Ein Leben. Wir sind eins. Also auch eine Spalte. Klingt logisch. Jedenfalls wenn man sooooo verliebt ist ❤️❤️❤️❤️❤️❤️p1020460

Unsere Freundin kam von der Uni nach Hause, wir saßen immer noch in der Küche über das Haushaltsbuch gebeugt, betrachteten unsere eine gemeinsame Spalte und strahlten sie an, schau mal, was wir gemacht haben, hauchten wir verliebt und hielten der Freundin feierlich das Haushaltsbuch hin, wir teilen jetzt alles miteinander, seins ist meins und meins ist seins und also haben wir jetzt ein Geld ❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️

Natürlich bemerkte sie augenblicklich, dass unser Verstand ausgesetzt haben musste und die Fähigkeit zu rechnen kurzfristig abhanden gekommen schien. Sie tippte sich lachend an die Stirne, vermutlich meinte sie, wir machen Scherze, erklärte uns was von Kosten und Logik und aufteilen und glaubte tatsächlich, wir verstünden sie. Verliebte verstehen nichts. Verliebte sind verliebt. Wir ließen uns durch nichts überzeugen, ein Geld ist ein Geld, Liebe ist Liebe und also haben wir nur eine Spalte und nicht mehr zwei. Wir sind eins. Wir gehören zusammen. Und Menschen, die zusammen gehören, haben keine zwei Spalten. Das ist nämlich unsinnig. Verliebte gehören in eine Spalte.

Mit Mühe konnte sie uns davon überzeugen, dass sie von drei gekauften Äpfeln nur einen zu zahlen bereit ist. Das wiederum erreichte nach und nach unseren leicht umnebelten Spaltenverstand und es dauerte nicht mehr lange, bis wir begriffen, dass eine gemeinsame Spalte nicht das Einmaleins außer Kraft setzt, dass wir, die zwei mit der einen Spalte, von den drei Äpfeln zwei bezahlen müssen und sie, die eine mit der einen Spalte, nur einen Apfel.

Wir haben, beizeiten wieder in die Normalität zurück gekehrt, noch Jahre über diese Geschichte herzhaft gelacht. Seit dem ist „ein Geld“ das Synonym für zusammenkleben ohne die Realität zu sehen ❤️❤️❤️❤️ für jung und verliebt und blöd und das Leben ist wunderbar… und all sowas 😜

p1020451Die Ehe hat übrigens nicht gehalten. Lag aber nicht an dem ein Geld und auch nicht an zwei Geld 😉

Wir passten einfach nicht in eine Spalte 😜

Das ist so lange her, dass ich vieles wirklich nicht mehr erinnere. Wie auch immer, zusammen kleben kommt für mich nicht mehr infrage.

Meinem Lebensgefährten geht es ähnlich. Natürlich gibt es auch bei uns 💚❤️💚❤️💚❤️💚❤️💚❤️💚❤️ aber das mit der einen Spalte und dem Kleben und Kosten und… ich glaube, wenn man zusammen über 120 Jahre alt ist, dann kommt man einfach nicht mehr auf solche irrwitzigen Ideen, oder?

Aber eins kann ich Euch verraten, wenn man jung ist, dann ist man manchmal wirklich blöd 😫 wenn es auch wunderbar war 😎 und einmal so richtig blöd sein darf man im Leben, das gehört einfach dazu!

Leben, Spike

mein Leben wird sich ändern

img_1618…und nicht nur meins, seins auch! Spikey hat das Hundebett okkupiert, es gefällt ihm, er räkelt sich und schnurrt und will da gar nicht mehr weg. Aber Anfang Dezember kommt unser neuer Mitbewohner, Askan, ich bin mal gespannt, wie die beiden miteinander auskommen. Spikey ist so eine liebe Seele, da mache ich mir keine Gedanken. Und so ein Welpe ist auch unproblematisch, wir kriegen das schon hin!

Jedenfalls wird sich mein Leben ändern. Ich lebte ja mit meinem Muxi zusammen, also ganz neu ist für mich eine Hundeseele nun nicht, aber trotzdem, es ist anders. Ich hatte nie einen Hund ganz für mich alleine. Ich weiß gar nicht, wie ich das erklären soll, das Bienlein und das Mixlein, es waren die Hunde von meinem verstorbenen Mann und mir. Ich meine das jetzt nicht wertend, so von wegen, alleine ist besser oder so einen Quatsch, es geht nicht um besser und schlechter. Es geht um anders.

Ich hatte immer Hunde, aber immer mit Familie. Und dieser Hund jetzt, den habe ich mir ganz alleine ausgesucht, der wird mit mir hier im Haus leben, es ist mein Hund. So wie ich mir Spike ausgesucht habe, so habe ich mir Askan ausgesucht. Ich will mit Tieren leben. Ohne Tiere ist einfach nur blöd 🙄

Und ich merke wieder, wie gerne ich genau so lebe, wie ich lebe. Ich lebe in einer Partnerschaft, aber wir haben unsere eigenen Bereiche und ich denke, anders geht es gar nicht. Anders will ich nicht. Nicht in meinem Alter.

Wenn man jung ist, Familie plant, Kinder groß ziehen will, dann ist das alles eine ganz andere Nummer. Aber mit Ende 50, Anfang 60, da braucht man keine gemeinsame Wohnstatt mehr. Man kann, aber man muss nicht. Wir müssen nicht. Und wir wollen nicht.

Ich entscheide bei mir, was ich will. Er entscheidet bei sich. Für viele ist das selbstverständlich, für uns war es das nun mal nicht so, wir haben uns erst rauspellen müssen. Und nun sind wir rausgepellt und leben, wie wir es wollen.

Ihr glaubt gar nicht, wie ich das genieße!! Mein Wandersmann ebenso. Und ich habe mich für ein Leben mit einem Hund und einem schwarzen Kater entschieden. Ich freue mich so auf den Hund. Die ganze Familie freut sich, die WunderbareWaffelnmachendeBeuteSchwiegertochter freut sich und wird sich um den Hund kümmern, derweil ich mit meinem geliebten Wandersmann in Edinburgh bin. Am Jahreswechsel.

Das Leben ist schön. Ja, es ist schön. Ich habe jetzt wieder einen Untersuchungsmarathon vor mir, Mammographie, Sono… und so weiter, aber ich weiß jetzt schon, das Leben ist schön. Heute ist es schön.

Gute Nacht!

 

Spike

Katzen und Hunde und Patriarchen

Kater Spike findet das Getue um diesen Welpen etwas, wie soll er sagen, äh… übertrieben 😼 Hunde sind schließlich doof, die brauchen immer eine Leine. Undenkbar für einen Kater 😸

Nun, es wird noch eine Weile dauern, bis die beiden so richtig zusammen wohnen, Spikey jedenfalls geht es gut. So richtig gut. Er kommt, wann er will, geht, wann er will, killt wann er will… äh… 😇 und macht irgendwie sowieso was er will. Kater eben. Nachts ist er meist draußen, da mischt er das vierbeinige Volk hier auf, vermutlich wird er seinen Speiseplan mäusemäßig aufstocken. Er ist jedenfalls bei allen Nachbarn sehr beliebt. Was will man mehr, so als Kater.

Das neueste Filmchen von den Welpchen gibt es hier!

Und dann gibt es noch ein krasses Foto von dem Patriarchen… äh Wandersmann 😎 ich besorge mir jetzt auch ein Kostüm aus dieser Zeit, damit wir mal zusammen so richtig was los machen können 😜