Meer

das Meer

DSCN0146So hat er angefangen, der Urlaub, bei einem köstlichen italienischen Nudelgericht in Middelburg. Das war so mit der einzige Laden, bei dem man nach 20 Uhr noch was zu Essen kriegte. Die Läden machen hier nämlich früh zu. Einige sogar um 18 Uhr!DSCN0152 Wirklich wahr!

Anderntags dann gingen wir die Düne hoch, eine riesige Düne, und dann jauchzten wir immer lauter, weil wir wussten, gleich kommt es, das Meer. Und was soll ich Euch sagen: das Meer kam!!DSCN0153

Erst ganz klein als blaues Fleckchen, dann wurde es immer größer und und größer und ganz unten ist das Beweisfoto, ich war mit den Füßen drin, im Meer!!DSCN0163 DSCN0166 DSCN0168

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Und nun sitzen wir gemütlich beisammen und töttern und surfen und essen und trinken und… was man halt so macht nach einen Tag Meer 😎

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Leben, Nachwirkungen

Fragen des Lebens

skurrilIch habe eine ganz moderne Kamera, der kann man sagen, fotografiere mich mal so, wie ich mich fühle 😎 und das habe ich getan und das Ergebnis seht Ihr hier ➤

Glaubt Ihr nicht? Gut, da man nicht lügen soll, hat jedenfalls meine Oma immer gesagt, modifiziere ich meine Behauptung und sage, ich habe mit dem Handy rumgespielt, was mir meine Schwester überlassen hat, so ein Samsung-Ding (ich bin ja eigentlich MACfrau und darum fristet das Samsung-Handy ein Ersatzdasein) und da kann man dann so skurrile Fotos machen. Aber das mit dem Fühlen stimmt! Denn so fühle ich mich, komisch 😳

Die Blasenentzündung ist zurückgedrängt, die Zurückdrängungsnebenwirkungen werden mit Naturheilmittelchen bekämpft, es geht also wieder. Aber ich sitze hier und denke, wie es wäre, wenn ich gar nicht mehr arbeiten ginge. Frühpension. Krankheitsbedingt.

Die Ärztin, bei der ich war (Vertretungsärztin meines Hausarztes) war ein Glücksgriff. Sie hatte Ahnung von Brustkrebs, von Hormonentzug, von Knochenschmerzen, von Blasenentzündung und dem ganzen Mist, den man dann hat. Von Chemoblues und Bestrahlungsnachwirkungen. Sie wusste einfach, wovon ich rede.

Der Hormonentzug ist der Hammer, machte sie mir klar. Nicht, dass ich es nicht wusste, ICH LEIDE SEIT VIER JAHREN DARUNTER 😫 aber ich vergesse es immer wieder und irgendwie denke ich, es muss doch jetzt bald mal gut sein. Ist es aber nicht. Bald mal gut war gestern. Heute ist was anderes angesagt und damit muss ich mich auseinandersetzen.

Was also will ich? Was kann ich? Will ich wirklich aufhören? Mit 57? Die Arbeit macht mir doch so eine Freude, aber habe ich noch die Kraft? Wie würde es mir gehen, wenn ich wüsste, ich muss nicht mehr hin? Und wie geht es mir, wenn ich dann nicht mehr hin darf?

Fragen des Lebens. Werden demnächst mit meiner Psychoonkologin angegangen. Erstmal fahre ich in Urlaub, ans Meer. Vielleicht fällt mir da ja was ein. Vielleicht auch nicht. Bis dahin ein paar Impressionen aus meinem alten Beruf ▼

k

 

Nachwirkungen

mal was ganz anderes

Bin eben nach Hause gekommen, wir waren mit Freunden auf dem ZAKK-Straßenfest und haben schöne alte Dinge auf den Flohmarkt erstanden. Danach gab es leckeren Kuchen und ich merkte schon, es kommt mal wieder eine…

BLASENENTZÜNDUNG!!

😫😤😓😖😡😪😰😱😳

Ich habe es so satt. Naja, Reha. Habe jetzt alles beantragt, warte auf Antwort. Dank Gepille wird die Blasenentzündung jetzt sofort verscheucht, dafür hatte ich heute Nacht eine Maus im Wohnzimmer, lebend, die Spikey mir mitbrachte. Als ich sie fangen wollte, schnappte er sie sich und rannte über den Balkon davon. Arme Maus.

Und jetzt regnet es.

Muss ich mehr sagen?

Familie

Vermissungsbeitrag

Als ich gestern die Bilder von meinem Mupsi einstellte, da wurde mir ganz schwer ums Herz, er fehlt mir so. 20131208_093020Seine kleinen Hundebeinchen, die aus dem Bett hervorlugen, weil er noch liegen bleiben will, derweil ich schon geschäftig durch die Wohnung düse, sein Blick, wenn er gekrault werden will, seine Äuglein, wenn er mich nach einem langen Tag anschaut, ich vermisse ihn so!

2004 kamen die Hunde zu uns, erst das kleine Bienchen, da war sie keine 6 Wochen alt und dann wurde sie ein ganz schöner Hund ❤️

Bild 018Doch sie sollte nicht alleine bleiben, so kam noch das kleine Mäxchen hinzu, damals schon 2 Jahre alt und ganz ganz schüchtern. Den haben wir auch sofort ins Herz geschlossen und nie wieder rausgelassen, mein verstorbener Mann und ich. Die Hunde trösteten mich, als ich Witwe wurde und als dann der Krebs kam, war es Muxi, der mir des Nachts unter der Decke Halt gab. Er war einfach da, wie das mit Tieren so ist. Sie sind da. Mehr braucht es dann auch nicht.

Das Bienlein lebte in der Zeit bei meiner Freundin, weil für zwei Hunde fehlte mir die Kraft. Dort lebt sie heute noch, wir wollten sie nicht mehr aus ihrer Umgebung rausreißen, zumal sie deutlich signalisierte, wo sie bleiben will 😽 und nun ist sie Prinzessin auf der Erbse 😻 besser kann es ein Hund nicht haben!BueniRhein2-001 Doch ich vermisse mein Mixlein, Mipsi, Muxi, Mixepixe, Männileini Brummfisch, 1000 Namen kriegt ja so ein Tier im Laufe seines Lebens 😼 Ich vermisse ihn morgens, ich vermisse ihn abends, ich vermisse ihn in der Nacht und am Tag. Ich weiß, dass er ein schönes Hundeleben hatte, ich weiß, dass er alt war und müde wurde, ich weiß das alles. Aber es hilft nichts, ich vermisse ihn.

Er fehlt mir.
Mein kleines Sonnenanbeterlein.
Er fehlt mir einfach.

Nachwirkungen

hinterlistige Vattigüh

Vorgestern las ich einen Bericht in der regionalen Tageszeitung über Krebs. Manche Berichte sind richtig beschissen schlecht. Das war einer. Scheint’s musste der Autor, die Autorin diesen schreiben, war wohl grad Thema. Interviewt wurde auch eine Pastorin, die als Krankenhausseelsorgerin arbeitet und Brustkrebs als „hinterlistig“ beschrieb. Weil er lange wegbleibt und auf einmal wieder da ist. Ganz hinterlistig eben. Und ich dachte an das Leben. Und ich dachte, das ist auch hinterlistig. Da ist man verheiratet und ganz zufrieden und plötzlich stirbt einem der Mann weg. Hinterlistiger geht es doch kaum. Man bringt seine Verwandten zum Flughafen und der Pilot plant seinen Selbstmord. Fällt auch unter die Kategorie hinterlistig. Aber sowas von.

So einen platten Krebsbericht habe ich schon lange nicht mehr gelesen, dann sollen sie doch über Yoghurteis schreiben, wenn ihnen nicht mehr einfällt dazu. Oder über den Sommer, der keiner war. Themen gäbe es genug.

Zum Beispiel Vattigüh (😜). Ich weiß nie, wie man das richtig ausspricht, dieses chronische Müdigkeitssyndrom, wo man von jetzt auf gleich in den Tiefschlaf fallen möchte, wenn man nicht grad telefonieren würde oder im Auto säße oder im Supermarkt an der Kasse stünde.HundeN1124 Einfach umfallen und schnarchen. Kennt Ihr das? Darunter leide ich, seit der Bestrahlung. Immer wieder. Mal mehr, mal weniger. Derzeit mehr. Weil meine Schmerzärztin in Urlaub ist und die mir immer Ozon verpasst, auch bekannt als Eigenblutdoping. Das wirkt klasse. Aber die ist nunmal in Urlaub und so kommt grad kein Ozon in mich hinein und ich möchte wieder einfach nur umfallen und schnarchen. Egal wo ich grad bin, egal was ich grad mache, einfach platt liegen und wegdösen. HundeN1128Das fing auf dem Bestrahlungstisch an, echt, kein Scheiß, ich lag da und nach ca. einer Woche Strahlenbeschuss war ich so müde, dass ich mich auf den Tisch legte, die ruckelten an mir herum und… ich schlief ein. Man liegt da ja nun wirklich nicht lange, nach ein paar Minuten sind die Strahlenbahnen abgefahren, aber ich schlief. Schaffte es danach grad noch bis ins Taxi und schlief wieder ein.

Damit kann ich aber leben. Muss ich. Bald wieder gestärkt durch Ozon, aber es wird mich begleiten. Dafür ist nach Sue’s echt gutem Rat, doch Ginko zu nehmen gegen meine ständigen Hörstürze, mein Chemobrain so gut wie weg. Nur noch ein klitzebisschen, manchmal, selten, kaum noch 😎

Aber Vattigüh ist auch gut, nämlich wenn man so einen Bericht in der Zeitung entdeckt, dann direkt Augen zu und schnarchen, diesen Mist zu lesen lohnt sich wirklich nicht!! Ich stelle mir vor, jemand hat grad seine Diagnose erhalten und liest diesen dunklen depressiven Dreck, der springt doch direkt vom nächsten Hochhaus 👿

Dann lieber Vattigüh! Augen zu und wech… 😜
2014-11-27 00.44.16

Leben, Liebe

Sonntagmorgenbettgespräche 😎

Mein Wandersmann im Bett Nachrichten lesend, natürlich auf dem iPhone📱Und da ich auch ein iPhone habe, habe ich ihn heimlich fotografiert 😋

Denn bevor wir Sonntagsmorgens ins Gerede kommen 😎 mache ich Kaffee und er liest. Mein Emanzenklübchen von vor 30 Jahren täte mich lünchen 😜 aber früher war eben alles anders. Und heute auch 😇

Spaß beiseite, in meiner Wohnung koche ICH den Kaffee, in seiner ER, so ist es eine gerechte Aufteilung und dann kann der Tag beginnen. Also nach dem Gerede. Heute redeten wir über seinen Traum der letzten Nacht, der zunächst äußerst skurril erschien, bei genauerer Betrachtung aber durchaus einen Sinn ergab. Kann ich Euch aber nicht dran teilhaben lassen, ist sein Traum, nicht meiner.

Jedenfalls stellten wir fest, dass wir mit unseren Leben zufrieden sind, so, wie sie sind, jedeR für sich und auch gemeinsam. Dann saßen wir zum Frühstück auf meinem Balkon, die orangene Markise wurde ausgerollt, damit es nach Sommer aussieht, der reich gedeckte Frühstückstisch lockte und so saßen wir Stunde um Stunde weiter redend ziemlich zufrieden auf dem kleinen Balkon, der Generationen meiner Familie getragen hat.

Ja, ich bin zufrieden. Auch wenn mich derzeit arge Knochenschmerzen plagen, vor allem die Fußgelenke, vor allem der rechte, die Kniegelenke, auch wieder das rechte, beide Hüftgelenke. Hände ist besser geworden. Meine Schmerzärztin ist in Urlaub, sie fehlt mir sehr. Aber in der Reha gibt es das alles auch, ich freue mich richtig auf die Zeit.

Gestern sprachen wir über Krebs, auch auf dem Balkon, nach dem leckeren Essen, eigentlich sollte es Dorade geben, aber die haben wir in seiner Wohnung vergessen, so gab es Lummer vom Schwein, artgerecht, versteht sich. Dafür gibt es gleich Dorade, das Essen brutzelt in seinem Ofen, wir sind nämlich heute auf seinem Balkon. In der Abendsonne ☀️

Ja, ich bin glücklich. Trotz Krebs. Auch wenn das so ziemlich alles verändert hat. Die Sorglosigkeit ist hinfort. Das ist die größte Änderung. Weil immer die Sorge mitschwingt, hoffentlich…

Hoffentlich werde ich gesund. Hoffentlich bleibe ich gesund. Hoffentlich bleibt der Krebs weg. Hoffentlich geht alles gut. Hoffentlich.

Und doch bin ich glücklich. Es war ein langer Weg bis hierhin. Es war oft ein harter Weg. Ich bin ihn so aufrecht gegangen, wie es mir möglich war. Und jetzt, heute, bin ich glücklich.

Ich habe nicht gedacht, wirklich nicht, dass ich das noch mal so sagen kann.

Und jetzt gibt es Essen 🍴
Dorade

Bahrain, Leben, Meer

Abendgedanken

Bald bin ich am Meer! Was bin ich glücklich!! Mit einer lieben Freundin, die ich übrigens über das Internet kennen gelernt habe 😎 die liebe Sue! Zur Einstimmung stelle ich schon mal ein Bild ein vom Strand, allerdings im Orient. Bei meiner Schwester. Eine Insel im Arabischen Golf.

Wir werden es uns einfach nur gut gehen lassen!