Heimat, Leben

160

Eben sagt mir Google, Sigmund Freud hat heute seinen 160. Geburtstag. Nun denn. Normalerweise würde ich mit meinem Freund darüber reden, ganz bestimmt, wenn er hier wäre. Aber er ist auf dem Camino del Norte unterwegs und ob er da an Freud denkt… keine Ahnung, vermutlich nicht.

Ich stelle fest: so eine Auszeit in einer Beziehung tut richtig gut. Ich merke, wie gut ich mit mir selber zurecht komme und wie gerne ich hier lebe, wo ich lebe. Auch ohne Bio-Laden. Ja, leider, der hat nämlich zugemacht 😓 doch es gibt hier einige echte Bauernläden, wo es Obst und Gemüse aus der Region gibt, nicht immer reines Bio, aber immer gut. Ich habe nämlich absolut keinen Bock mehr auf Supermarkt. Wirklich nicht. So war ich heute in meinem Lieblingsbauernlädchen und habe mich eingedeckt. Da steht überall bei, von welchem Hof das ist, was man kauft, und, was mir besonders wichtig ist, keine Massentierhaltung.

Eier habe ich vergessen. Die kommen von einem Demeter-Hof. Die verkaufen da auch Fleisch. Hach, Ihr seht, ich bin in meinem Element. Kochen 😎 heute habe ich mir einen frischen Salat gemacht. Mit echtem gutem Leinöl. Köstlich. Kochen ist für mich wie meditieren. Wirklich wahr. Ich stehe dann versonnen in der Küche und denke mir extra komplizierte Gerichte aus, damit es auch ja lange dauert, das Kochen, und wenn es meinem Freund dann schmeckt, dann ist die Welt für mich in Ordnung…

Eine kleine Welt. Eine einfache Welt. Aber ich habe sie schätzen gelernt, als sie zerbrochen ist. Als ich hinaus katapultiert wurde und mich selber wieder neu ausrichten musste. Darum ist mir das, was ich habe, umso wertvoller.

2 Gedanken zu „160“

  1. Also ich bin, was Kochen und Küche angeht. wirklich komplett das Gegenteil. Hauptsache gaaaanz schnell. Aber das liegt daran, dass ich doch recht viele Jahre, immer für „Familie“ kochen mußte.
    Hoffentlich hat Dein Wandersmann so ähnlich schönes Wetter wie wir hier zur Zeit . . . wuuuuuunderschön.

    lieben gruß
    sue

    Gefällt mir

  2. Bei mir ist das mit dem Kochen gemischt. Manchmal muss es schnell gehen und manchmal puzzel ich da ewig dran rum.
    Wobei für mich absolut noch dazu gehört, meine neu erfundenen Rezepte in meinem Kopf hin und her zu probieren. Welche Geschmäcker passen zusammen und braucht es noch eine Zutat um den Geschmack zu komplettieren oder eine Farbe oder eine Konsistenz.Oft nehme ich ein bestehendes Rezept als Grundlage. Für den Vatertag habe ich gerade ein PhoBo Rezept abgewandelt auf Hühnerfleisch, aber diese Grundidee in eine Suppe Nelken, Sternanis und Zimt zu verkochen fand ich großartig.
    Ja und das ist interessant zu lesen, dass es noch mehr Frauen gibt, die gut alleine sein können, bzw auch dieses „für sich sein“ als Gegenpol zum „gemeinsam“ brauchen. Also mir geht es auch so.
    LG
    Coreli

    Gefällt 1 Person

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