Leben, Nachwirkungen

Erinnerungen

Vier Jahre ist es her, da kam ich mit meinem kleinen geliebten Muxihund aus dem Wendland zurück, wo ich mich einer Chemotherapie unterzogen hatte. Da schrieb ich diesen Beitrag: Doc(g)days und dabei ist auch ein Bildchen von meinem kleine Muxi. Den ich so unendlich vermisse. Unendlich. Wirklich, ist so. Er war mein Seelenbegleiterlein, er war immer bei mir. Mixi und ich, ein eingespieltes Team. Er fehlt mir.

Heute merkte ich das ganz deutlich. Ich vermisse ihn. Ich stand im Garten, schaute auf sein kleines Hundegrab und wurde unendlich traurig.

Während der Chemo hat er bei mir im Bett geschlafen, das stand im Wintergarten, weil es im Haus meiner Eltern so furchtbar warm war. Meine Mutter, alt und dement, brauchte mindestens 24 Grad. Mindestens. Und so machte Vater den Kaminofen an und da konnte ich auf keinen Fall schlafen. Manchmal waren es auch 26 Grad und das war für mich kaum auszuhalten. So lagen Muxi und ich im ungeheizten Wintergarten, auf dem Sommerbett, tief unter Decken vergraben, kuschelten wir aneinander und ich ließ das Gift wirken. Mein Mixlein hat mir Halt gegeben.

Er war mein kleiner Fellanker im stürmischen Krebsleben.

Geht das irgendwann vorbei, das Vermissen?

2 Gedanken zu „Erinnerungen“

  1. Vermissen kann gar nicht vorbei gehen, aber es wird mit der Zeit irgendwie erträglicher, auch wenn es immer wieder Zeiten geben wird, an denen man wie am ersten Tag des Abschieds vermisst. Fühl dich fest gedrückt! Herzlichst, die Nelly

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