Leben

ich fliege zum Mond

NYIch kann mich noch genau erinnern, wie ich mit meiner Tante in ihrem Zimmer stand, am Fenster, es war dunkel und der Mond schien hell und rund hinein. Ich war noch nicht in der Schule, so lange ist das her. Mein liebstes Märchen damals war Peterchens Mondfahrt und ich war wild entschlossen, wenn ich groß bin, dann fliege ich auch auf den Mond! Einige Jahre später, ich war 10 Jahre alt, sammelte ich  Zeitungsausschnitte, von der Mondlandung, alle die ich kriegen konnte! Meine Oma kaufte mir auf mein Drängen ein Schulheft (damals gab es die nicht überall, sie musste extra in die Stadt) und ich klebte alles hinein, was ich finden konnte. Wie gerne hätte ich das Heftchen heute noch, aber es ist verloren gegangen. Ich war jedenfalls fasziniert, kannte kein anderes Thema! Da flogen Männer auf den Mond und ich war wieder wild entschlossen, eines Tages werde ich es ihnen gleich tun: ich fliege zum Mond!

Naja, das mit dem Mond, sagen wir mal so, ich wurde älter und Astronautin stand nicht unbedingt auf meiner Berufswunschliste ganz oben. Mit 12 wollte ich eh Gehirnchirurg (gegendert wurde damals noch nicht) werden, aber das rutschte dann auch nach unten und dann wurde ich Beamte. Äh… ja… 😎

Nun kommt New York ins Spiel…

Weiterlesen „ich fliege zum Mond“

Leben

Ich hatte einen wirklich schrägen Traum, den ich gerne gedeutet haben möchte, er ist voller Symbole, die ich aber so nicht verstehe:

Ich gehe auf dem Feldweg hinter dem Dorf spazieren, alleine, komme aus dem kleinen Wäldchen raus und biege Richtung Siedlung ein. Vor mir ist ein Vater mit einem Kind, das auf einem kleinen Fahrrädchen flink herumfährt, das Kind so im Kindergartenalter. Mit dabei ist eine Taube, die wie ein Hund hinter ihnen hertippelt. Das Kind fährt mit seinem Rädchen immer von rechtes nach links und hat gute Laune. Es hat geregnet und es ist matschig. Die Taube tippelt wie ein Hündchen hinterher. Ab und an tippelt sie von der Straße runter in den Graben, da geht der Mann hin, hebt sie wieder heraus, klopft den Lehm von ihr ab und stellt sie auf die Straße. Dann tippelt die Taube weiter. Ich sehe, wie die Taube wieder in den Graben geht und der Mann das aber nicht bemerkt. Sie taucht ihr Köpfchen immer wieder in den Matsch. Ich nehme sie hoch und rufe den Mann. Er kommt an. Wir machen den Matsch ab und ich frage, warum die Taube das macht. Und er sagt, sie denkt, sie sei ein Frosch. Ich lache und sage: „Die Taube gibt den Frosch“ und wir müssen beide furchtbar lachen.

Und? Irgendwelche zündenden Deutungsideen?

Allgemein

„Dafür sind wir nicht zuständig!“

Kann jemand helfen?

rocknrollstuhl

Guten Morgen Freunde!
Heute habe ich habe mal eine ganz große Bitte an euch!

Bevor ich  euch genauere Details erläutere, möchte ich jedoch etwas ganz Wichtiges klarstellen, um der Entstehung von Missverständnissen oder falschen Eindrücken vorzubeugen: Dieser Blogbeitrag soll auf GAR KEINEN FALL eine bettelnde Funktion erfüllen. Es ist lediglich ein Versuch!!! Ich habe auch erst lange überlegt, ob ich das hier überhaupt schreiben soll und habe mich letztendlich dafür entschieden.

Deswegen bitte ich euch, den Beitrag bis zum Ende zu lesen!

Und zwar hatte ich bis jetzt immer ein sogenantes Therapie-Dreirad zum Fahrradfahren. Ein Fahrrad, das hinten zwei und vorne ein Rad hat.

Problem bei der Sache ist allerdings, dass ich nicht in der Lage bin, alleine auf- bzw. abzusteigen und ich so in meiner Selbstständigkeit enorm eingeschränkt bin.

Deswegen kämpfe ich seit nunmehr fast einem Jahr um ein Handbike. Für diejenigen unter euch, die sich darunter nichts vorstellen…

Ursprünglichen Post anzeigen 323 weitere Wörter

Leben, Nachwirkungen

über➤lebt

Heute ist ein Krebsdenkmorgen. Meine ich nicht schlimm, ist schlicht so. Ich denke über Krebs nach. Über meine Krebserkrankung, über die Untersuchung am Montag, über das Gespräch mit der Ärztin, deren Schwester derzeit auch bestrahlt wird. Ich habe nochmal meinen Blog durchstöbert und ich habe mich auf einmal gefragt, wie hast du das alles nur ausgehalten.

Wie habe ich es ausgehalten? Tja, ich habe es ausgehalten. Über das wie habe ich mir nie Gedanken gemacht, denn selbst wenn, was hätte ich tun sollen? Mir blieb ja nichts anderes, jedenfalls als ich mich entschieden hatte nicht. Und rumjammern ist nicht mein Ding.

Und dann ist mir klar geworden, dass man an Krebs normalerweise stirbt. Wenn man nicht behandelt wird, stirbt man. Es mag da Wunder geben, ich persönlich kenne keins, aber bitte, ich streite es nicht ab. Doch normalerweise stirbt man daran, wenn es keine Behandlung gibt. Bei Brustkrebs gibt es ja mittlerweile viele Behandlungsansätze. Die Ärztin vorgestern sagte mir noch mal, dass Herceptin vieles verändert habe. Seit Herceptin sei die Brustkrebsbehandlung eine andere. Ich habe auch zwei Jahre Herceptin bekommen. Auch Herceptin hat mir arge Knochenschmerzen verursacht. Aber ohne Herceptin würde ich vermutlich keine Knochenschmerzen mehr haben, weil ich gar nicht mehr da wäre.

Ich habe bisher über➤lebt. Ich habe die Chance, diesen ganzen Mist zu überleben. Nicht, dass ich das nicht gewusst hätte, aber heute Morgen hat mich das ein wenig aus den Latschen gehauen. Den gefühlten Latschen. Überlebt. Bisher. Giftattacken, Verstrahlungen, Horrorpillen. Und immer wieder nachschauen, ob er weiterhin nicht mehr da ist, der Krebs, die sogenannte Nachsorge. Und die bleibt übrig und wird zur Sorge. Man muss sorgen. Nämlich dafür, dass man immer brav zu den Untersuchungen geht, immer brav die Medikamente nimmt, immer brav alles mögliche tut, damit das Immunsystem oben bleibt…

Sorge. Über➤Lebens➤Sorge. Lebenslang. Die Sorg➤Losigkeit ist hinfort. Das ist der Preis der Freiheit. Der Krebs➤Freiheit 😎

Euch allen noch einen schönen Tag!

Nachwirkungen

Erinnerungen

Als ich gestern so in der Radiologie rumsaß und rumdachte und rumhoffte, da erinnerte ich mich an die vielen Stunden in Wartezimmern, auf Krankenhausfluren, in Untersuchungszimmern und an das, was Krebs an Therapie bedeutet, was man über sich ergehen lassen muss, wie man dann aussieht und womit man sich befassen muss.

IMG00508-20120705-1611

Ein Selfie aus der Strahlenklinik, dunkel gefärbte Millimeterchen, aber das musste sein, ich fühlte mich mit ohne Farbe so furchtbar krank:DSCN0871
IMG00397-20120314-0949

 

Und hier, Monate vorher, da läuft das Gift in mich hinein.

Ich habe damals wirklich nur gedacht, du musst da jetzt durch. Das musst du überstehen, egal wie. Ich habe nie daran gedacht, ob ich es überstehe, ich habe nie an Chancen und Prognosen und was  auch immer gedacht, ich habe einzig und allein gedacht: du musst da durch. So aufrecht wie möglich. Geh den Weg. Eine andere Chance hast du nicht. Egal, ob die Chancen nun gut oder schlecht oder wie auch immer sie sein mögen, eine andere Chance gibt es nicht. Also geh den Weg.

Ich bin ihn gegangen. Ich gehe ihn immer noch. Eine andere Chance habe ich nicht.

Nachwirkungen

überstanden

Puh, es ist überstanden und es ist gut gegangen! Nach den vielen Gedanken über Hochrisiko und Statistik und nach Babs Tod habe ich heute die Mammographie hinter mich gebracht. Ich habe ja Glück, mir tut das nicht weh. Das ist ja leider nicht bei allen Frauen so. Irgendwie scheine ich gut quetschbar zu sein 😎

Jedenfalls wurde ich gut gequetscht und dann dauerte es eine Weile, bis eine nette Ärztin zu mir kam und mir sagte, es sei alles ok, noch mal Ultraschall, alles gut. Und sie fragte, wie gut ich denn die Chemo überstanden hätte und wie das mit der Bestrahlung gewesen sei… ihre Schwester ist betroffen, beide Seiten, es ist eine Seuche. Es ist wirklich eine Seuche.

Und jetzt bin ich, trotz allem, geschafft. Sowas schafft mich immer. Sowas schafft bestimmt jede Frau.