Bahrain

Bilderreise durch meinen Orient

Da schlafe ich, das Zimmer meiner Nichte, die wo in Kanada… Ihr wisst schon 😉 und ganz wichtig: über dem Bett die AC, wie man hier sagt, AirCondition. Ohne geht gar nicht. Jetzt schon, ist ja Winter, also was Orientalen für Winter halten. Aber im Sommer… 😮
IMG_2775

Die Eingangshalle mit Fernsehecke, klein ist anders:

IMG_2782

Leseraum mit Katze. Kater genau genommen. Rambo. Feines Tier, geht nur gekämmt essen. Echt jetzt. Schmeißt sich vor einen hin, kreischt so lange, bis man ihn bürstet, dann erst geht er fressen 😛:

IMG_2787

Sitze im Auto und warte auf Neffe, der in dieser Mukkibude Mann werden will 😋:

IMG_2795

Alles außer Allollo 😳:

IMG_2798

Was man da wohl kaufen kann?

IMG_2800

Neffe ist mit der heutigen Lektion Mann werden immer noch nicht fertig, langweile mich, fummele mit der Camera rum, dabei entsteht Kunst 😋:

IMG_2802

Da sitze ich übrigens grad und arbeite an diesem Post. Das ist das Schlafzimmer meiner Schwester mit Fernsehecke:

IMG_2812

Und die sieht so aus. Wunderschön. Sieht man auf dem Foto nicht, orientalische Muster. Und wirklich bequem. Könnte mir auch gefallen. Sogar sehr!

IMG_2817

IMG_2814Und hier sieht man den Unterschied zwischen meiner Schwester und mir. Dies ist ein begehbarer Kleiderschrank. Ordentlich. Alles hat seinen Platz und man muss nicht suchen. Bei mir wäre das innerhalb kürzester Zeit eine nicht mehr begehbare Abstellkammer 😜 vor allem Schränke mit Türen, geht bei mir gar nicht. Alles, was hinter Türen verschwindet, verschwindet zeitgleich aus meinem Hirn.

Wenn ich mal so reich bin, dass ich mir einen begehbaren Kleiderschrank einbauen lassen kann, MIT Türen, dann bin ich auch so reich, dass ich mir eine Zofe leisten kann, die den Job meiner Omma übernimmt. Meine Oma und ich haben nämlich Abends im Bett immer über meine Klamottenauswahl für den nächsten Tag diskutiert. Ich bin doch bei meinen Großeltern aufgewachsen, und bis ich so 12 Jahre alt war, schliefen wir in einem Bett, meine Oma und ich. Das war DER HIMMEL AUF ERDEN, jedenfalls für mich. Und Oma machte mir Vorschläge. Es war ja alles im Schrank verstaut und die Kleiderschranktürenklamottenhirnverdrängungskrankheit – kurz KTKHVK – hatte ich damals schon. Die hatte ich eigentlich schon immer. Ich glaube, ich bin damit auf die Welt gekommen.

Jedenfalls reich ohne Zofe geht gar nicht. Also mit Zofe. Das ist sehr reich. Und da Harry Potter schon geschrieben ist, würde ich mal sagen, tut es mein offenes Kleiderregal von IKEA auch 😋

Bahrain, Leben

mein Büro

IMG_2790Ganz stolz zeige ich Euch heute mein Büro!! Da sitze ich und fühle mich wie… J.K. Row…dings und schreibe mein Buch 😎 draußen auf dem Flur geht das Büroleben ab, Englisch und Arabisch wird durcheinander gesprochen, da widme ich mich doch lieber meinem Blog 😋 IMG_2788

 

Ach und die Aussicht, die zeige ich Euch auch noch, schön, oder? Naja, großstädtisch schön 😉

 

Gestern nacht hatte ich eine Nachdenknacht. Ich dachte mal wieder an Krebs und Krankheit und Leben und … da fiel mir das Gedicht ein, was Helmut Schmidt sich zum Abschied gewünscht hat, ich möchte es hier zitieren:

„Min Jehann“ von Klaus Groth

Ik wull, wi weern noch kleen, Jehann,
Do weer de Welt so groot!
Wi seten op den Steen, Jehann,
Weest noch? bi Nawers Soot.
An’n Heben seil de stille Maan,
Wi segen, wo he leep,
Un snacken, wo de Himmel hoch
Un wo de Soot wull deep.

Weest noch, wo still dat weer, Jehann?
Dor röhr keen Blatt an’n Boom.
So is dat nu nich mehr, Jehann,
As höchstens noch in’n Droom.
Ach nee, wenn dor de Scheper sung,
Alleen in’t wiede Feld:
Ni wahr, Jehann? dat weer en Ton!
De eenzige op de Welt.

Mitünner inne Schummertied
Denn ward mi so to Moot
Denn löppt mi’t langs den Rügg so hitt,
As domals bi den Soot.
Denn dreih ik mi so hastig üm,
As weer ik nich alleen:
Doch allens, wat ik finn, Jehann,
Dat is – ik stahn un ween.

(Die Übersetzung hänge ich unten an.)

Da geht es um Abschied. Abschied von dem Leben, das man einst hatte. Von der Kindheit. Von dem, was war. Abschied von einer nie enden wollenden Zukunft. Ich denke an meine Nichte, die in Kanada arbeiten möchte. Ich erinnere mich an meine Träume in ihrem Alter. Anfang 20 und voller Ideen, was man noch alles machen könnte… werden könnte… wo man noch überall hin könnte… die Welt, so sagte es meine Großmutter immer zu uns Enkeltöchtern „liegt Euch doch noch zu Füßen!“

Sie lag uns zu Füßen. Auch wenn ich nicht krank geworden wäre, älter bin ich geworden. Und älter werden heißt Abschied nehmen. Ich dachte an einen Film über junge Menschen und Krebs, den ich mir vorgestern Nacht noch einmal angeschaut habe, im Internet, dort war auch eine junge Frau, Anfang 20, und ihr lag die Welt nicht mehr zu Füßen. Sie wusste, dass sie über kurz oder lang an ihrem Hirntumor sterben wird. Sie ist nun gestorben. Die Chaoskatze. Sowas ist schwer zu ertragen, egal, ob man nun gesund oder krank ist oder war oder wie auch immer. Wenn die Zukunft weg ist. Die Chaoskatze hat uns auf ihrem Blog und in dem Film ziemlich offen daran teilhaben lassen.

Dunkle Gedanken zum 1. Advent. Aber das ist das Leben. Und ehrlich, so dunkel sind sie nicht. Es ist einfach so. Wie soll ich sagen, das ist das Leben. SO ist das Leben, genau so, hell und dunkel. Ich könnte jetzt noch stuuuuuundenlang weiter sinnieren, aber wir wollen einkaufen, meine Lieblingsschwester und ich. Morgen bin ich wieder hier. „Arbeiten“ in fremden schönen Büros ist klasse. Und morgen werde ich mal darüber nachdenken, was wäre wenn gewesen hätte täte und so weiter… 😋

Und ich finde dieses Gedicht unglaublich traurig schön:

Ich wollte, wir wären noch klein, Johann,
da war die Welt so groß!
Wir saßen auf dem Stein, Johann,
Weißt Du noch? Bei Nachbars Brunnen.
Am Himmel segelte der stille Mond,
wir sahen, wo er lief,
und redeten, wie hoch der Himmel ist,
und wie der Brunnen wohl tief.

Weißt Du noch, wie still das war, Johann?
Da rührte sich kein Blatt am Baum.
So ist das jetzt nicht mehr, Johann,
höchstens noch im Traum.
Ach, wenn dann der Schäfer sang
allein im weiten Feld:
Nicht wahr, Johann? Das war ein Klang,
der einzige auf der Welt.

Mitunter, in der Dämmerung,
dann wird mir so zu Mut.
Dann läuft’s mir den Rücken so heiß entlang,
wie damals bei dem Brunnen.
Denn drehe ich mich so hastig um,
als wäre ich nicht allein:
Doch alles was ich finde, Johann,
das ist – ich steh und wein.

Bahrain

mein orientalischer Arbeitsplatz 😊

IMG_2784Da hinten an dem grünen Tischlein sitze ich und schreibe Euch diesen Post. Das Räumchen nennt sich das „Herrenzimmer“ und ist nur unwesentlich kleiner als meine gesamte Wohnung. Watt mutt, datt mutt 😎 aber hier ist eh alles ein wenig… sagen wir mal größer. Hinten links ist ein Durchgang, der führt in ein „kleines“ Office, da sitzt meine Nichte und lernt für ihre Prüfung als ich nenne es mal internationale Prokuristin, ACCA, Association of Chartered Certified Accountants, das sind ganz viele Prüfungen, die immer schwerer werden und am Ende darf man weltweit die Bilanzen jeder Firma prüfen und abzeichnen. Das ist schon was!! Mit dem Erwerb dieser Qualifikation erteilt Kanada sofort die GreenCard, heißt, sie kann dann nach Kanada ziehen und dort arbeiten, was ihr Wunsch ist.

Mein Wunsch ist es, wieder gesund zu werden und schreiben zu können. Auch und immer wieder in diesem Herrenzimmer im Haus meiner Schwester. Oder, wie wir es ab Sonntag jeden Nachmittag machen, in einem Büroraum im Unisono Tower. Werde Euch Bilder zeigen, ein kleines Büro ganz allein für mich 😎

Wie ich dahin komme? Also, das ist ganz einfach, dort sind nämlich die Büros von Al-Amthal und das ist die Firma meines Schwagers und meiner Lieblingsschwester, wo meine fleißige Nichte auch arbeitet und da ist ein Büro frei 😜 besser kann man es doch gar nicht haben, oder?

Urlaub ist schon was tolles!

Bahrain

Arne Dahl im Orient

Damit ich nicht alles doppelt tippen muss und Ihr auch in den Genuss des Unterwasserfotos kommt… 😉 ist wirklich so krass hier, alles steht unter Wasser!

It's only words and words are all I have to take your heart away

IMG_2772Seit gestern bin ich im Orient. Die Reise dorthin war etwas beschwerlich, gab es doch viele Turbulenzen. Und Turbulenzen sind, wie der Name schon sagt, turbulent 😜 jedenfalls furchtbar, wenn das ganze Flugzeug wackelt und kein Kaffee ausgeschenkt werden kann, weil der nur an der Decke kleben würde… und doch, ich konnte die Turbulenzen oft vergessen, weil ich so vertieft war in den Thriller von Arne Dahl: NEID. Der ist wirklich klasse, das ist genau meine Art von Krimi.

Und das rote Plastikleuchtebäumchen, das ist der Kitsch, den man hier zur Weihnachtszeit kaufen kann. Weil mit Weihnachten kann hier keiner wirklich was anfangen. Warum auch, es wird hier schlicht nicht gefeiert. Aber konsumiert wird trotzdem.

Apropos Krimi, kennt jemand Joe Navarro? Hochinteressant. In Kuba geborener US-amerikanischer Ex-Agent, hat sich auf das Entschlüsseln von Körpersprache spezialisiert. Er kam mit 8 Jahren nach dem Schweinebuchtdesaster in die USA und sprach kein…

Ursprünglichen Post anzeigen 129 weitere Wörter