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warum ich blogge

Ich sitze in der Küche und habe Zeit. Weil ich beim Kochen immer mal wieder Zeit habe 😉 hier wird geschnippelt und dort wird vorbereitet und der Ofen muss heizen und der Römertopf wässern und… ich LIEBE kochen!! Wir waren grad im Hofladen und haben leckere Sachen gekauft, wenn nicht Bio, dann artgerecht und gut. Ist mir wichtig. Vor allem die Tiere sind mir wichtig. Sehr wichtig, aber das ist ein anderes Thema. Aber Ihr seht, dem kulinarischen Samstagshöhepunkt steht nix mehr entgegen, Fernseh läuft auch, DFB-Pokalfinale, Kloppis letztes Spiel. Ich bin Dortmund-Fan, soviel dazu 😉 Und voilà, unsere Tafel:

  
Das Hähnchen ist noch im Römertopf, gleich geht es los! Das Spiel auch 😉

Zurück zum Thema, bloggen, warum blogge ich? Wie komme ich überhaupt auf all das? Und was hat das mit Krebs zu tun? Nichts. Und alles 😉 also das ist so…

Ich will in absehbarer Zeit meine Geschichten veröffentlichen und ohne Internet geht ja heute gar nix mehr. Ich muss davon nicht leben und kann mir also Zeit ohne Ende lassen und vor allem, ich kann gucken, was mir Spaß macht und was mir keinen Spaß macht, das lasse ich einfach. Der wahre Luxus. Aber eine Seite, die brauche ich dafür. Als ich mitten in der Chemotherapie war, da hatte ich noch mehr Zeit als heute, weil ich nämlich bei meinen Eltern war und nichts machen musste, außer das Gift aushalten. Und weil in meinem Kopf eh nix anderes als das Chemobrain war, ist die Idee für „RaumWort“ geboren und weil ich das von Anfang an richtig aufziehen wollte, habe ich mir eine gute Grafikerin gesucht und Elisa gefunden.

Soweit dazu. RaumWort. Damit fange ich aber grad erst an, also mit dem Blog. Meine Texte werden nun Korrektur gelesen, das ist auch verdammt nötig, wiel ich sleber kinee Fehelr mher fnide 😉 Und einen Verlag musste ich gründen, Selbstverlag, weil… ach weil es so ist und wegen der Kohle und weil ich doch Beamte bin und… fragt meinen Steuerberater, der kann euch das genau erklären 😉 Steuerberater sind gut, ohne Steuerberater geht gar nix, jedenfalls in Deutschland nicht und bei mir sowieso nicht! Fragt meinen Steuerberater… 😉

Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, bei der Frage, warum ich blogge. Vor 10 Jahren brachte mich eine Freundin dazu, zum bloggen und zu meinem ersten ach so dollen Eintrag kommt Ihr von hier aus 😉 das war ja alles noch völlig neu und kein Mensch wusste, wozu das gut ist. Im Grunde weiß ich das heute auch noch nicht 😉 aber es macht mir Spaß!! Und ich habe viele nette Menschen kennen gelernt, vor allem über meinen Krebsblog hier, meine PortGeschichten, die ja als MettmannKrebs angefangen haben. So viele nette Kontakte, und eine Freundin in Hamburg, bloggen macht nicht nur Spaß, bloggen ist auch im realen Leben richtig gut 😉

Ich weiß immer noch nicht, warum ich blogge… äh… ja also… ist es nicht auch egal? Ich blogge halt. Viele bloggen, viele bloggen nicht. Dortmund hat verloren und das Hähnchen schmeckte klasse!! Römertopf ist echt gut, ich will mir jetzt den Familienbräter bestellen, das Ding heißt wirklich so! Aber nun bin ich müde, meine vermaledeite Fatigue schlägt wieder zu, von jetzt auf gleich, Blei in den Augenlidern…

Vielleicht wisst Ihr ja, warum man bloggt. Vielleicht träume ich heute Nacht die Antwort 😉 Ich werde es jedenfalls weiter tun, das bloggen. Jetzt muss ich mich legen. Gute Nacht!

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neurotoxisch

Heute mal wieder ein paar Krebsgedanken. Die letzten Tage waren nicht so gut und irgendwie… kommen dann immer so Gedanken. Gesundheit. Krankheit. Leben. Krebs. Schmerzen. Weglaufen. So in etwa.

Gestern war ich im Büro, wir hatten Besprechung, ich saß mit meinen Kolleginnen und dem einzigen Kollegen in netter Runde beisammen. Wir sprachen die Termine durch, die Veranstaltungen, die nun stattfinden, die Arbeit, die dafür noch zu machen ist. Wer macht was und ich mach nichts. Ich schreibe nur. Das ist auch schön. Mehr geht auch nicht, wo ich von den vier Tagen, die ich arbeite, zwei zu Hause schreibe. Telearbeit. Nennt sich behindertengerechter Arbeitsplatz.

Eigentlich geht es mir gut. So richtig gut. Wenn ich so mit Abstand auf mein Leben schaue, dann geht es mir gut. Ich habe viel geschafft, viel überstanden, habe mich verliebt, habe nette Menschen kennen gelernt, wohne in einem schönen, wenn auch alten Häuschen, richte mir grad den Garten her, liebe meine Wohnung, in der ich, nebenbei, aufgewachsen bin, ja, es geht mir gut.

Eigentlich.

Und uneigentlich? Uneigentlich dachte ich gestern, da in der Besprechung, ich laufe jetzt weg. Ich renne dem Krebs einfach davon. Richtung Sonne. Und da setze ich mich dann in einen Strandkorb und genieße die Wellen und den Sand und den Duft nach Sonnenöl und… dann höre ich Schritte im Sand, weil der Krebs nämlich hinterher gelaufen kommt.

Ich nehme doch nun Exemestan statt Arimidex, was für meine Knochenschmerzen echt eine Erholung bedeutet. Erholung heißt aber nicht KEINE Knochenschmerzen mehr. Erholung heißt, sie sind nicht mehr permanent und sie sind erträglich. Erträglicher.

Und ich habe seit Exemestan öfters taube Finger. Sie fühlen sich geschwollen an, was sie nicht sind, aber sie fühlen sich so an, und halt ab und an taub. Seitdem geht ohne Rechtschreibprogramm gar nix mehr, weil ich mich öfters verhaue, weil ich die Tasten nicht mehr richtig treffe. Das sind keine echten Neurpathien, das gehört zu den Symptomen durch neurotoxische Substanzen. Chemo und das Krebsgepille. Was auch immer es ist, jedenfalls dadurch.

Ich wurde vorletzte Nacht wach wegen der Schmerzen, Rücken, Hüfte, Hände. Ab und an Füße. Ich konnte mich kaum drehen im Bett.

UND DA HATTE ICH ALLES SO SATT und dann saßen wir da in der Besprechung und ich dachte, ich renne jetzt. Ich will das alles nicht mehr. Ich renne einfach davon.

Stellt Euch vor, Krebs ist eine Erbse. Eine kleine grüne Erbse. Und dann kommt jemand mit einem riesendickenfetten Baseballschläger und schwingt den durch die Luft dass es saust und dann schlägt er mit einem gezielten kräftigen lauten und harten Schlag diese kleine Erbse platt. Holz splittert, Glas knackt, alles wackelt… aber die Erbse ist platt.

So ungefähr ist die Krebstherapie. Da hat man lange was von.

Und da möchte man schon mal weglaufen. Aber es nutzt nix, der Krebs läuft mit. Scheiß Erbse.

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was man so treibt im (virtuellen) Leben ;-)

Vor 10 jahren, im März 2005, habe ich mit dem bloggen angefangen, echt jetzt, so lange ist es her! Ich wollte diesen meinen allerersten alten Blog schon ein Dutzend mal löschen, ich hab’s nie geschafft, irgendwie hänge ich an dem Ding. Ich stöbere dort so gerne herum, was ich die letzten Jahre alles erlebt habe, wie ich die Welt gesehen habe, was mir passierte oder eben auch nicht.

Ich werde diesen Blog wirklich nicht löschen, ich werde aber nicht mehr viel drauf schreiben, es gibt nun andere, wichtigere, aber ist das nicht wie im richtigen Leben? Mal ist dies wichtig, mal das, mal jenes. Mal gar nichts und mal alles 😉 oder so ähnlich jedenfalls.

Derzeit ist mir meine Gesundheit wichtig. Und mein „neues“ Leben, und mein neuer Partner, der sich genau wie ich aus Altem herausschälen muss. Was nicht immer leicht ist. Vor allem, wenn es Menschen gibt, die ihm vorwerfen, eine leere Hülle zu sein, ein Lügner und Betrüger, der es nur auf mein Geld abgesehen hat – meine Pension, ich bin nämlich als Beamtin pensionsberechtigt, jawoll ja!! 😉 und… ach, Weiteres erspare ich Euch. Allesamt Humbuk. Hat jedenfalls mit unserem Leben nichts zu tun, außer dass wir uns den Blödsinn ab und an anhören dürfen.

Wobei, ich finds absolut unlogisch. Wenn ich jemanden so schrecklich fände, dann würde ich Freudentänze aufführen, wenn er denn endlich weg wäre…

😉

Naja, Befindlichkeiten haben ja nix mit Logik zu tun 😉

Heute wird gegrillt, die Beutefamilie kommt und ich werde mich entspannen. So eine Entzündungswoche ist anstrengend. Das kann ich Euch sagen!

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ohne Tuch

Seit 2009 führe ich einen sogenannten Jahresweiser, das ist sowas wie ein Tagebuch-Kalender, der einen Zeitraum von 10 Jahren umfasst. Für jeden Tag des Jahres, vom 1. Januar bis zum 31. Dezember, gibt es eine Seite und dort 10 Zeilen, für jedes Jahr eine, bei mir von 2009 bis 2018.

Tja und heute vor drei jahren steht da: laufe jetzt ohne Tuch herum.

Ist es wirklich schon so lange her? Es kommt mir vor wie gestern. Krebs. Was für eine Zeit. So unwirklich und doch so wahr.

Wie auch immer, ich gehe schlafen. Meine diversen Entzündungsherde sind abgeklungen und es geht mir besser, aber schlapp bin ich immer noch.

Und aus dem kleinen Nest kommen Piepstöne 😀 welche eine Freude!

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Nachwuchs

Wie klein die sind! Ich hoffe, sie leben noch, aber die Eltern sitzen ständig drauf und gucken mich aufmerksam an. Weil ich öfters gucken komme, haben sie sich an mich gewöhnt 😉

Wie gut, dass meine alte Katze Milli nur noch frisst und schläft. Nein, stimmt nicht, KREISCHT, frisst und schläft 😉 Wehe ich komme nicht reichtzeitig mit dem Futter bei, dann geht es aber rund.