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Samstagmorgengedanken

Seit einigen Tagen kann ich nicht mehr lange schlafen, seit der AHT schlafe ich eh leichter, aber wenigstens kann ich schlafen. Gibt ja genug, die es nicht mehr können und das ist furchbar. Jetzt aber werde ich so ab 4 Uhr wach, hellwach. Meist stehe ich dann auf, koche mir einen Kaffee, surfe etwas im Internet herum, maile meiner Schwester und dann schlafe ich wieder. Prickelnd ist das nicht, aber es gibt nachweislich schlimmeres.

Nämlich Schmerzen. Hier schrieb ich darüber, die Wirkungsweise der Schmerztabletten, die bei mir noch anderes hervorrufen und warum ich die nicht mehr nehme. Also Schmerzen. Die werden mir die gesamte AHT erhalten bleiben. Die Schmerzintervalle werden immer kürzer.

Die Chemo habe ich wesentlich besser vertragen, krass, aber ist so. Die Bestrahlung hat mir arg zugesetzt, jetzt auch die AHT.

Meine Knochenschmerzen jedenfalls sind furchtbar. Heute will ich jammern, knochenjammern, schmerzjammern, ich habe den Kaffee auf, aber ich weiß, es gibt schlimmeres und wenn es mehr nicht ist und das ist der Preis…

Ich weiß das alles, aber manchmal hadere ich. Heute zum Beispiel.

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Urlaubsgedanken

Das Haus meiner Eltern im Wendland, ein sehr schönes Haus, mein Vater lebt nun dort alleine. Vor einem Jahr starb meine Mutter, aber sie lebte nicht mehr zu Hause, sie hatte Alzheimer und lebte in einem Pflegeheim. Was hat das mit Urlaub zu tun? Ich mache mir Gedanken. Mein Leben hat sich so verändert, und diese Veränderung gefällt mir gut. Ich arbeite wieder. 2011 habe ich gedacht, ich betrete nie wieder ein Büro und jetzt arbeite ich so gerne. Gestern war so ein Tag, es war ein wenig hektisch im Büro, aber so eine schöne Hektik, mehr Betriebsamkeit, es wurde viel gelacht, ich kriegte viel geschafft, ich bin wirklich so froh, dass ich diese Arbeit habe. Mein Freund holte mich ab. Es war schon dunkel und dann fuhren wir zu ihm. Es ist jetzt schon so ein wenig Gewohnheit 😉 obwohl soooo lange kennen wir uns ja nun auch noch nicht 😉 aber es ist schön, auch das hätte ich nicht mehr gedacht.

Und dieses Jahr wollen wir auf Rügen Urlaub machen, ich habe ein schönes Haus direkt am Strand aufgetan, mit zwei Wohnungen. Denn sein Sohn mit seiner Familie kommt auch, das finde ich wunderschön. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass man sich versteht, immerhin bin ich die neue Frau an Vaters Seite, das muss man ja nicht mögen, aber wir verstehen uns gut.

Es hat sich wirklich so vieles verändert. Und wie kommt Vaters Haus ins Spiel, nun, auf dem Weg nach Rügen bringen wir dort mein kleines Hündchen vorbei, der braucht doch auch Urlaub 😉 nein, es liegt auf dem Weg und Vater freut sich über unseren Besuch. Aber den Hund nimmt er tatsächlich, der darf nämlich nicht mit in das Ferienhaus. Muxi besucht solange seinen Kumpel Basso. Hunde brauchen auch Urlaub 😉

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für mich

Heute habe ich es also getan, heute habe ich mir ein neues Auto gekauft:
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Das ist jetzt mein zweiter ganz eigener Neuwagen. Mit 19 hatte ich den ersten, eine Ente, ich habe sie geliebt, orange, naja, aber damals hätte ich sechs Wochen auf rot warten müssen und mit 19 sechs Wochen warten? Wie soll das denn gehen!?!?!!?? 😉

Jetzt habe ich ein rotes Auto und ich musste nicht mal warten 😉 einen kleinen roten Flitzer hatte ich auch mit meinem Mann, einen Fiat Seicento, aber der hier gehört nur mir 😉 doch mein Freund passt auch rein, sogar mit Hut 😉

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angenommen

Ich habe mir Gedanken gemacht über das, was I-will-survive in ihrem Post angesprochen hat. Unabhängig davon, bevor ich das gelesen habe, habe ich mit meinem Freund darüber gesprochen, wie ich mich manchmal fühle, wenn ich meine, die Krankheit nimmt zu viel Raum ein in mir. Nicht als Krankheit an sich sondern als Gefühl, wie ich mich verändert habe. Mein Freund hat mich ja nun so kennen gelernt, so, wie ich bin. Nach meiner Erkrankung. Ob das von Vorteil ist oder nicht, kann ich gar nicht wirklich sagen, ich glaube aber schon. Ich glaube, ich fühle mich eher angenommen, auch wenn das zwischen uns kein Thema ist, doch ist es in mir.

Spannend. Eigentlich. Aber uneigentlich kämpfe ich mit den Nach- und Nebenwirkungen der Anti-Krebstherapie. Mit den Knochenschmerzen. Mit meinen dünnen Haaren, mit meinen Erschöpfungsanfällen, mit den Hautproblemen, mit… allem, was dazu gehört.

Manchmal kann ich das leicht. Und manchmal nicht.

Aber ich fühle mich angenommen und das ist schön, das ist wirklich schön. Und das habe ich geschickt bekommen 🙂

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Nähkästchen

Wie das so ist im Leben, haben Klara zu Klunkerburg und ich uns getroffen, virtuell, aber das ist ja egal. D.h. sie traf mich zuerst, auf meiner Seite. Dann habe ich sie besucht, auf ihrer Seite, und diese möchte ich gerne vorstellen, denn sie gefällt mir sehr gut, die Seite von Klara zu Klunkerburg 😉

Heute ist ein besonderer Tag, ein besonders schwerer Tag, darum will ich diesen Tag der Krankheit widmen, dem Tod und der Hoffnung.

Heute vor einem Jahr starb meine Mutter, sie hatte auch Brustkrebs, aber daran ist sie nicht gestorben, davon wurde sie geheilt. Sie starb an Alzheimer, an weit fortgeschrittenem Alzheimer. Vater hat es heute besonders schwer, sie waren 56 Jahre verheiratet, eine lange lange Zeit, kann man sich gar nicht vorstellen. Sie waren immer beisammen und haben, wie das früher so üblich war, alles gemeinsam gemacht. Es war nicht alles Gold, was glänzte, aber sie blieben beisammen und Vater hat sie bis in den Tod gepflegt.

Als Mutter schon nicht mehr wusste, dass sie Brustkrebs gehabt hatte, bekam ich ihn. Ein Jahr nach dem Tod meines Mannes, der an einer Lungenembolie starb. Er war auch schwer krank und diese Embolie war nur die letzte Stufe seiner Krankheit. Naja und ich musste mich dann auch damit auseinander setzen, schwer krank zu sein. Die frage, kann ich das überleben, die habe ich mir nie gestellt. Nein, nicht weil ich mir sicher war, ich überlebe es, sondern weil es für die Entscheidungen, die getroffen werden mussten, für den Weg, den ich gehen musste, unerheblich war. Ich musste operiert werden, ich musste eine Chemo machen und ich musste auch bestrahlt werden. Klar, ich hätte das alles sein lassen können, aber das war keine Alternative für mich. Also durch. Durch und leben. Und ich lebe.

Und nun traf ich dieser Tage Klara zu Klunkerburg, sie ist nun sehr jung krank geworden. In ihrem Alter wusste ich noch gar nicht, was das heißt, Krankheit. Schnupfen. Magen verdorben. Und mal ein blauer Fleck. Das war alles, was ich von Krankheit kannte und wusste. Ich war jung. Klara ist auch jung und lernt nun ein ganz anderes Leben kennen, als ich es damals kannte.

Aber wir leben. Und wir haben die Hoffnung, dies noch lange zu tun.

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ich habe mal…

…ein Foto von meinem Freund eingestellt, ich finde, er sieht sehr nett aus 😉

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Und ich Trollo habe meinen letzten Post gelöscht, weil ich dachte, ich bin auf einem anderen Blog und das Bild ist zu groß und… boah… weg! Naja, egal, passiert, aber das Bild hier ist doch auch nett, oder?

😉

Ich wünsche Euch jedenfalls für 2015 alles Gute und lasst Euch nicht unterkriegen!! Mich versuchten heute mal wieder die aromatasegehemmten Nebenwirkungsschmerzen in die Knie zu zwingen. Ich habe sie dann mit diversen Betäubungsmitteln vertrieben. So erinnerte mich dieser erste Frei-Tag im Jahr (Freitags arbeite ich nicht) daran, dass da noch was ist…

Wäre ja auch zu schön gewesen.

(Nachtrag: Post wieder herstellen können… puh!)