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Besuch beim Onkologen

Heute wieder der dreimonatliche Check beim Onkologen, alles ok, erleichtert und lachend verließ ich die Praxis. Denn wir sprachen darüber, ob wir das Interval erhöhen, nicht mehr alle drei sondern nur noch alle sechs Monate. Ich will aber weiter drei. Er meinte, es gehe vielen nicht gut mit so kurzen Abständen, das sei jedes Mal sehr belastend. Und ich meinte „je weniger ich Sie sehe lieber Doc, desto belasteter fühle ich mich“ und er lachte herzhaft.

So sehen wir uns also weiter alle drei Monate. Und der Port ist immer noch ok und ich lass den glaube ich einfach drin. Oder nicht oder doch?

Meine Freundin hat ihn rausnehmen lassen. Ich war mir erst sicher, neee, der bleibt… dann wurde ich unsicher. Bin ich eigentlich immer noch. Ich meine, man kriegt keinen Krebs wegen eines Port und er bleibt auch nicht weg wegen eines… Magie hilft also nicht weiter 😉

Er lässt sich noch gut durchspülen und Blut abnehmen ist ja nun absolut easy… ach ich glaube, er bleibt einfach… nein, ich lass ihn weg… er bleibt… weg… bleibt…

Ich gehe in die Sauna!

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Luxusleben

I-will-survive hat ja nun des öfteren davon berichtet, wie es ihr auf ihrer Arbeitsstelle ergangen ist und wie hart sie hat kämpfen müssen, bis es ihr endlich wieder gut ging dort. Daran musste ich heute oft denken, nach meinem Gespräch bei der Personalabteilung. Wie wohlwollend man mir dort begegnete, all die Jahre seit meiner Erkrankung, wie wohlwollend mir die Kolleginnen in meinem Referat begegnen und vieles mittragen, seit Jahren. Wie gut es mir dort geht, wie aufgenommen und aufgehoben ich mich da fühle. Und wieviel Freude mir meine Arbeit macht.

Heute nun bescheinigte man mir meine Teildienstfähigkeit, d.h. ich werde weniger arbeiten, vier Tage und davon zwei Tage im Wechsel mit Heimarbeit. Freitags werde ich frei haben. Und ich werde meine vollen Pensionsansprüche behalten. Und ich hoffe sehr, dass ich in den Genuss davon komme. Und ja, ich weiß, dies ist wahrer Luxus. Und dafür bin ich wirklich sehr dankbar.

Ich weiß das zu schätzen. Wenn ich auf so vielen Krebsblogs lese, wie schwer es manchmal ist, das Leben finanziell und überhaupt zu organisieren, dann weiß ich das zu schätzen.

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…und all überall…

…in den Knochenspitzen, sollen feine Schmerzen blitzen…

Es weihnachtet schon überall irgendwie herum, jedenfalls in den Supermärkten. Gestern war ich in der Metro und da kann man sich vor Weihnachtsklamotten gar nicht mehr retten, da fiel mir dann das Gedicht ein. Aus gegebenem Anlass leicht modifiziert. Ich habe mal wieder eine Antikrebspillenhormonreduzierungsschmerzattacke vom feinsten 😦 aber sowas von.

Metro. Da war ich vor gefühlten 100 Jahren oft mit meiner Mutter. Lassts mich rechnen, das ist jetzt… also… huch!! 40 Jahre!! Echt jetzt 40 Jahre ist es her. Unglaublich. Nun gut, also vor 40 Jahren war ich regelmäßig in der Metro. Ich kann mich nur noch an die riesigen Wagen erinnern, mit denen man die Ware durch die Gänge schob. Und an die vielen Kassen, was für damalige Verhältnisse der Superlative gleichkam. Und an den Kartoffelsalat, den mein Vater so gerne mochte.

Heute jedenfalls geht das da alles elektronisch zu. Man legt die Ware aufs Band, der Mitarbeiter zieht sie durch einen Scanner, man packt ein und geht zu einem Bezahlautomat. Der druckt auch gleich die Rechnung aus. Voll krass. Man kann mit Karte bezahlen oder bar. Am Automaten.

Irgendwann wird man nur noch den Fingerabdruck hinterlassen und die Klamotten ins Auto packen. Oder gleich in eine fliegende Untertasse, wer weiß es denn 😉