Krebsgedanken, Leben

Angst

Ich bin immer noch ganz berührt von Babsblogsbers Text, er hat mich mal wieder inspiriert, tausend Links zu folgen und nachzudenken und mein Leben… und… werde ich gesund? Geht alles gut? Wie geht es weiter? Was geht weiter? All das, was einem durch den Kopf geht, egal ob mit oder ohne Krebsdiagnose oder welche Diagnose auch immer.

Und ich habe festgestgellt, es hat sich was geändert in meinem Leben, mal wieder. In meinem Denken, Fühlen vor allem. Ich fühle mich gesünder, in der Tat gesünder als vor der Diagnose. Und die Sorglosigkeit kehrt zurück. Nein, bevor jetzt ein Irrtum entsteht, das, was ich mit – sagen wir Mitte 20 – als sorglos empfand, das wird es so nicht mehr geben. Das hat der Krebs nachhaltig zerstört. Ob das gut ist oder nicht, ich weiß es nicht. Es ist so. Und natürlich bei jedem Untersuchungsintervall die Sorge… hoffentlich finden sie nichts…

Nein, der Krebs ist in den Hintergrund gerückt, 2011 wurde er entdeckt und operiert, dann kam Ende 2011 bis Mitte 2012 die Chemo, danach die Bestrahlung. Dann kamen die Untersuchungen. Dann kam jedesmal ein gutes Ergebnis. Und jetzt fühle ich mich irgendwie… wie soll ich es nennen? Nein, die Sorglosigkeit ist nicht wirklich zurück gekehrt. Aber es ist doch anders. Und das macht mir Angst. Sollte ich nicht einfach nur froh sein?

Angst, den Krebs nicht ernst zu nehmen. Angst, etwas zu übersehen. Angst, sich fast schon geheilt zu fühlen und dann…

Angst.

So weiter machen wie bisher. Das auf keinen Fall. Der Onkologe sagte mir beim vorletzten Mal „Sie können jetzt wieder alles machen, was Sie früher auch gemacht haben“ und ich schaute ihn groß an. Ja hat mich das denn nicht krank gemacht? Was hat mich krank gemacht? Ist das esotherisch? Ist das richtig, ist das falsch? Was ist überhaupt richtig? Was falsch?

Bin ich einfach nur in der Phase, wo ich die Krankheit noch nicht loslassen kann? Werde ich sie jemals loslassen? Können? Dürfen?

Babs, ich danke Dir für Deinen Text, er ist großartig!!

Leben heißt dabei sein. Bei mir. Beim anderen. Leben heißt zugewandt sein. Mir, dem anderen. Ich weiß, dass das geht. Und ich weiß noch eins, wer abfällig über das Internet spricht, die sozialen Netze, der weiß nicht, was es uns Frauen gebracht hat, die eine gemeinsame Krebsgeschichte teilen.

Ich bin dankbar für dieses Medium. Ich bin dankbar für die Frauen, die ich dort kennen gelernt habe. Eine sogar in echt (winkewinke nach Hamburg!!)!

Wisst Ihr, worauf ich Bock hätte? Dass wir mal ein Treffen organisieren, irgendwo, wo die kommen können, die kommen wollen. Dass wir einen Topf organisieren, wo wir reinzahlen, damit auch die kommen können, die es nicht so leicht können.

Ich würde aktiv mitmachen. Gibt es sowas schon? Ich hätte echt Lust!! Hat jemand mit Lust?

Liebe Babs, Du hast ganz schön was losgetreten!!

🙂

Ein Gedanke zu „Angst“

  1. ohje, was habe ich da angerichtet!?
    die lässigkeit wird größer…mit jedem o.b.-scan, mit jedem „alles ok“….das ist auch wichtig wieder eine gewisse entspannung finden zu können. unter „dauerstrom“ kann man schlecht leben….
    deine idee mit einem großen treffen finde ich gut. wäre, wenn wir es hier organisiert bekommen, auch gerne dabei
    liebe grüße und dicker drücker
    babs

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