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Lebensgedanken

Ich habe bei Sakarinevada gelesen, wie sie mit ihrer Krankheit umgeht bzw. mit ihrer nicht mehr vorhandenen Krankheit, denn für sie ist die Zeit der Krankheit definitiv vorbei. Genau so formuliert sie es, definitiv vorbei. Vorher war ich bei I-will-survive und habe da über ihren wunderschönen magischen Tag gelesen. Für sie ist die Krankheit allerdings nicht vorbei. Und ich? Ist sie vorbei, ist sie nicht vorbei? Bin ich dazwischen? Wo bin ich?

Ich bin wieder zu Hause. Vorher war ich hier:

an einem wundervollen Ort auf einer wundervollen Insel. Santorini. Da saß ich und machte mir Gedanken über mein Leben und auch über meine Krankheit. Über den Umgang damit, über mich, über… alles eben 😉 Ich mailte meiner Schwester, meinem Freund, ich schaute einfach nur aus dem Fenster auf das Meer und ich genoss das Leben. Auch wenn ich nicht mehr so kann, wie ich will, ich genieße mein Leben.

Ja, das tue ich. Ich weiß auch nicht, was es bringt, ich weiß auch nicht, ob ich gesund bleibe, natürlich hoffe ich das, aber was uns die Zeit bringt, da hat Sakarinevada recht, das wissen wir alle nicht.

Und doch, seit meiner Erkrankung genieße ich anders, freue mich anders. Lebe mehr im Augenblick. Ich möchte gesund werden, ja, das möchte ich, Aber ich möchte nie mehr etwas für selbstverständlich nehmen.

Gestern war ich bei meinem Freund, der zum Lammbraten im Römertopf eingeladen hatte, seine Kinder, seine Mutter, mich und meinen kleinen Hund. Und ich saß da und war glücklich, die Sonne schien, das Leben war schön. Es war mein magischer Moment, ich habe mich so wohl gefühlt, so mittendrin, so angenommen. Als alle gegangen waren und wir auf seinem Sofa saßen, den Tag ausklingen ließen, wie gut ging es mir da!

Mit Menschen zusammen sein, die man liebt, das ist etwas so schönes!