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Neues Leben

Es ist die Zeit der Abschiede. Mal wieder. Oder, wenn ich es bedenke, fängt nicht genauso das Leben an? Abschied von der Geborgenheit der Gebärmutter. Naja, bevor ich jetzt abdrifte und komisch werde, fangen wir mit dem kleinsten Abschied an. Dem Zahnabschied. Donnerstag saß ich mit meinem Freund in der Küche und auf einmal… war er draußen, das geklebte Teil, was nur den Urlaub halten sollte und gehalten hat und nun kommt doch der Unterkiefer dran, ich wollte schon längst dabei sein, da kam aber erstmal eine Blasenentzündung, hatte ich ja schon lange nicht mehr… lange Rede kurzer Sinn, ich lispele und sehe aus wie Winnie das Hexchen in alt 😉 voll asi aber das wird wieder, Mittwoch Abdrücke… was halt so gemacht werden muss, bis dann der Kleinwagen in meinem Mund ist. Oben der Kleinwagen ist ja schon fertig.

Der nächste Abschied. Mein Freund von seiner zukünftigen Ex. Das gestaltet sich etwas schwierig, weil… es eben so ist. Es gibt halt Menschen, die können schwer loslassen. Auch zwei Jahre nach der offiziellen Trennung nicht. Die Scheidung wird nicht lustig, das merkt man jetzt schon. Es gab bisher jedenfalls viel zerschlagenes Porzellan. Und es wird auch in Zukunft wohl des öfteren scheppern. So ist das Trennungsleben.

Und dann der Abschied von meinem alten Leben. Meinem Leben mit meinem verstorbenen Mann. Ich fange ein neues Leben an, ich habe ein neues Leben angefangen. Es gefällt mir so gut. Es tut mir so gut. Es ist schön. Ich habe es mir gewünscht und ich habe dafür so viel getan. Es gibt immer noch Menschen, die uns das nicht gönnen. Aber es gibt viel viel viel mehr, die sich mit uns freuen. Die sich mit mir freuen.

Mein neues Leben. Mit ohne ein Zahn. Aber es gibt definitiv schlimmeres. Ich weiß das. Leider.

Gute Nacht an Alle!!

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Weltuntergang

Dieses Foto ist von meinem Freund Klaus, den ich, fällt mir grad so auf, seit 39 Jahren kenne!! NEUNUNDDREISSIG!! Was für ein Zeitraum!! Wir waren zusammen auf der Schule, ich habe ihn bewundert, weil er eine Zigarette mit einer Hand in der Manteltasche drehen konnte 😉 Heute ist er sowas ähnliches wie ein Professor und bringt jungen Menschen politisches Denken bei. Oder knipst umgekippte Bäume auf seiner Straße.
Krass, oder? Hier ging gestern nämlich die Welt unter, in Düsseldorf, wo ich bin, bei meinem Liebsten in der Wohnung. Von da aus wollte ich zur Arbeit fahren, aber das ging nicht, weil die Straßenbahn nicht fuhr, die Oberleitung war niedergemäht worden, von eltichen entwurzelten Bäumen, und die lagen auf auf diversen Straßen herum, so dass man mit dem Auto auch nicht voran kam. Also telearbeite ich heute. Wie gut, dass es sowas gibt.
Ich höre nun schon seit der Nacht ständig das Martinshorn, hier geht richtig die Post ab!! Aber so richtig. Wir saßen auf dem Balkon, auf einmal wurde der Himmel dunkel, wir standen auf, schauten uns das Spektakel an und dann flog alles durch die Gegend, so schnell konnten wir den Kram gar nicht wegräumen, dann fing es an zu knirschen und ein Ast von einem hohen Baum segelte in den Garten und zerstörte so einiges.
Und die Martinshörner heulen immer noch… WAHNSINN!!