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Internetfreundinnen

Liebe Internetfreundinnen, so nenne ich Euch jetzt einfach mal, die immer meine Seite besuchen und so liebe Kommentare hinterlassen. Ich bin derzeit etwas beschäftigt, was nicht nur daran liegt, dass ich, wie auf dem Foto, glücklich auf fremden Balkonen herumsitze 😉 sondern ich habe mit der Wiedereingliederung begonnen, ich habe anstrengende Untersuchungen hinter und vor mir und eine unangenehme Zahnbehanldung ebenso zu ertragen. Da ist noch einiges mehr, aber dafür ist hier der falsche Platz.

Und ich muss ertragen, dass es Menschen gibt, die mir mein Glück nicht gönnen. Die es ausblenden oder sogar angiften.
Damit hätte ich nie und nimmer gerechnet. Ich habe zwar braune Augen, aber da war ich wohl sehr blauäugig. Schade.
Jedenfalls freue ich mich riesig über Eure Kommentare und besuche auch immer Eure Seiten und bald bin ich auch wieder kommentarmäßig dabei, es kommen auch wieder leichtere Zeiten mit mehr Zeit! Ich denke an Euch alle!!
Und ich wünsche Euch einen schönen Tag und einen schönen 1. Mai und viel Sonne, auch wenn es regnet!
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Sonnengedanken

Ich sitze hier in einer für mich noch nicht ganz so bekannten Wohnung und arbeite. Ja, ich arbeite. Telearbeit, klappt richtig gut, auch wenn der Telearbeitsrechner einen Totalausfall hat und ich auf mein iPad umsteigen muss. Aber das geht ja alles. Probleme sehen anders aus.

Mir geht es gut. Immer noch und immer wieder. Auch wenn sich in der unmittelbaren Umgebung einige Probleme auftun, die mich wenn, dann doch „nur“ unmittelbar betreffen. Mit Liebe im Herzen und als mannshohe Erscheinung 😉 direkt neben einem lässt sich so manches aushalten. Eigentlich viel.
Erstaunlich viel.
Wobei, ich kann eh viel aushalten. Ich konnte schon immer viel aushalten. Gestern abend wurde mir das klar und das hat mich ebenso viel Kraft gekostet.
Außerdem bin ich nun stolze Besitzerin eines Eierfons. Yes well. Da ist Siri drauf und ich kann mit dem Eierfon reden. Und Mails schicken. Und noch so einige Dinge machen, mit reden, ohne tippen. Krasses Teil.
Jetzt gehe ich duschen. Und dann gehe ich in die Stadt. Weil ich BIN in der Stadt. Und ich habe ein wendländisches Osterfeuer besucht. Das erste Mal seit über 10 Jahren. Und nicht alleine.
Und es war sehr schön!!
Und draußen scheint die Sonne.
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atemlos

Durch diese Türe ist mein verstorbener Mann so oft gegangen, allerdings in seiner Kindheit, und da war er glücklich. Immer wieder hat er mir davon erzählt. Das Haus gibt es nicht mehr, es war völlig verfallen und ist dann abgerissen worden. Vorher hatte ich noch die Gelegenheit, Fotos zu machen. Die er sich nicht ansehen konnte, zu sehr schmerzte es ihn.
Das war die Zeit, wo seine Krankheit mit Siebenmeilenstiefeln voran schritt und es dauerte nicht lange, da starb er.

Ein Jahr nach seinem Tod entdeckte ich meinen Krebs und vor der Operation spazierte ich über die Felder und hörte es auf einmal über mir brummen. Mein letztes Weihnachtsgeschenk für ihn sollte ein Ticket mit einem Flug in genau dieser alten Tante Ju sein, ich habe es ihm nicht mehr schenken können, das Weihnachtsfest erlebte er nicht mehr.

Ich bin dann mit meinem Tumor und der alten Tante Ju über NRW geflogen und habe Abschied genommen, von Hajo, meinem alten Leben, meinem Tumor und meinem Gefühl der Sicherheit.

Ich habe ein neues Leben gefunden.

Manchmal macht mich das atemlos.
Heute zum Beispiel.

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einer flog über das Kuckucksnest

Gestochen haben sie mich, mehrfach, weil meine Adern oder Venen oder wie auch immer man das nun nennt, leider viel zu dünn sind. Alle meckern darüber, ausnahmslos alle. Selbst der Chirurg bei der Port-OP kriegte die Krise, aber damit lebe ich nun schon seit Jahren.
In der Hand schließlich wurde man fündig, und so lag der Kontrastmittelzugang also dort und ich lag bäuchlings auf der Liege und wurde in die Röhre geschoben. 20 Minuten ulkige Geräusche, die mich nicht daran hinderten, dreimal einzunicken, und ich war fertig. Dann noch mal 30 Minuten auf das Ergebnis warten und ich bekam einen dicken Umschlag in die Hand gedrückt.
Was für ein Umgang. Ich stelle mir vor, da steht dann Schreckliches, kriegt man dann auch einen Umschlag? Vielleicht ja nicht, ich weiß es nicht, jedenfalls gefiel mir die Behandlung dort nicht. Irgendwie erinnerte es mich an einen Kasernenhof. Die Ärztin selber war aber sehr nett. Immerhin.
Nun gut, ich hielt also diverse Bilder, einige Diagramme und eine CD und einen Umschlag in Händen. Den Umschlag machte ich auf. Da war die Rede von Läsionen, die ein paar Millimeter groß sind. Was weiß denn ich, was Läsionen sind? Eben, weiß ich nicht. Der letzte Satz aber brachte es an den Tag: kein Krebs gar nirgendwo. Der letzte Satz.
Kasernenhof. Die Frau, die mich entkabelte, es war Schichtwechsel und so sah ich also eine neue, die erinnerte mich fatal an Mrs. Pritched, diesen Besen in der Psychiatrie, die Jack Nickelson auf dem Gewissen hat 😉
Ich habe starke Nerven. Darum halte ich sowas alles aus. Gefallen tut es mir nicht.
Aber ich bin gesund. Alleine das zählt.
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gelbe Pillen und Rosé

Heute also großes Gespräch mit allen Daten bei meinem Professor, Telefonate, Berichte, er hat organisiert und begutachtet und tataaaaaaaa: ich werde nicht operiert. Darauf das:

als Belohnung, weil ich ziemlich fertig war, warum war ich fertig? Weil sie heute angeflogen kam, diese vermaledeite Blasenentzündung und weil das der Tropfen war, der das berühmte Fass… ich hätte heulen können. Ausgerechnet Blasenentzündung, darum habe ich vor dem köstlichen Eis…

…eine Blasenentzündungsvertreibungspille geschluckt, von denen jetzt zwei am Tag und das Thema ist durch.
Sitze bei meinem Liebsten auf dem Balkon, die Vögel zwitschern, der Rosé schmeckt hervorragend, er verwöhnt mich mit einem Omlette, also er steht in der Küche und ich höre ihn hantieren, das Leben ist schön.
Und ohne OP irgendwie noch schöner. Nur die Blasenentzündung… aber dafür gibbet ja die Pillen.
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Entscheidungsweg

Ich befinde mich immer noch auf dem Weg der Entscheidung, ob nun OP oder nicht. Untersuchung folgt auf Untersuchung, morgen Besprechung bei meinem Professor. Vielleicht bin ich dann schon ein Stück weiter. Vielleicht findet ja auch alles nicht statt. Ich werde berichten.

Ansonsten? Ich bin verliebt!! YEAH!! Das ist wunderschön und ich blühe auf. Aufblühen ist gut. Jedenfalls fühlt es sich gut an, aber sowas von gut!!
Mein kleiner Hund ist mit dem Rudelzuwachs auch zufrieden 😉 Er hat sich, wie es seine kleine Hundeart ist, untergeordnet und genießt die zusätzlichen Streicheleinheiten.
Und ich genieße das Leben: