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Sehnsuchtsgefühle

Der Tag heute begann recht denkintensiv. Das ist immer so, wenn man bei einer Psychoonkologin ist. Es war ein seht guter Termin und er war sehr interessant und DDR und Vater und Krieg und all das haben wir besprochen, ich kann das gar nicht wiedergeben, es würde Stunden dauern. Und den Blog sprengen.

Fakt ist jedenfalls, ich sitze jetzt zu Hause und habe Sehnsucht. Nach dem Ort auf dem Bild. Weil, wenn ich da wäre, bräuchte ich jetzt nicht denken, sondern nur die Sonne genießen. Weil, es ist alles so anstrengend. Weil, ach es ist so. Und jetzt kommt der Unterkiefer dran. Und x Termine und Spritzen und … weglaufen geht nicht.

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Oh Tannenbaum!!

Heute bin ich sehr angestrengt, gestern wieder einen Tag Vollzeit gearbeitet und dann festgestellt, wie sehr mich das noch schafft. Vollzeit im Büro. Heute ist Vollzeit Telearbeit. Ich bin geplättet. Und ich denke immer, das ist alles so easy und so leicht und ich schaff das und puppig und keine Probleme und krank? Ich und krank? Krebs? Erschöpfungsdepression? ICH? Lächerlich…

Jau, lächerlich, das ich nicht lache, wie lächerlich… aber nun gut, ich will nicht jammern, es ist, wie es ist, und ich habe es gut, eine schöne Arbeit, kein Druck, alles nimmt Rücksicht auf mich. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn dem nicht so wäre. Schrecklich.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich ein Weihnachtsjunkie bin? Ja, ich bin regelrecht begeistert von dieser Zeit, der Weihnachtszeit, ich liebe das Weihnachtsfest, ich liebe die Stimmung, die dann ist und ich liebe es, wenn ich meine Wohnung heimelig dekorieren kann. Das liegt mit Sicherheit an den wunderschönen Weihnachten meiner Kindheit

ich könne heute noch schwärmen, wenn ich daran denke!! Vor Weihnachten wurden doch die Kataloge verschickt, Quelle, gibt es das heute noch? Jedenfalls hockten wir Kinder dann immer und immer wieder über den Katalog gebeugt und suchten uns aus, was das Christkind uns bringen möge. Da haben wir wirklich dran geglaubt.

Das war eine der Lieblingsbeschäftigungen meiner Schwester und mir, Katalog gucken. Lass uns Katalog gucken und schon stürmten wir zu Oma und bettelten nach dem Katalog. Und dann malten wir uns aus, wie es wäre, wenn wir das alles bekämen, diese Puppe, dieses Stofftier, diese Legosteine, dieses Spiel… wir schwebten im siebten Spielzeughimmel!

Und Mutter holte dann die Pyramide vom Speicher, das war klasse, diese kleine Holzpyramide aus dem Erzgebirge, mit dem kleinen roten Nikolaus, den ich so liebte

und der sich immerzu drehte. Diese kleine Pyramide habe ich heute noch, es gibt keine schönere auf dieser Welt, obwohl sie schon 1000 Mal geklebt worden ist und auch sonst ziemlich ramponiert aussieht, aber sie ist und bleibt die Schönste!! Ja, ich liebe Weihnachten.

Und dann hatte ich das Glück, einen Mann zu heiraten, der ebenso weihnachtsjeck war wie ich. Wir haben wunderschöne Feste zelebriert. Leider lebt er nicht mehr. Er fehlt mir, in dieser Jahreszeit fehlt er mir besonders. Dann wird mir bewusst, dass ich hier in diesem großen Haus ganz alleine lebe und dann wird mir manchmal schwer ums Herz.

So, und zum Abschluss noch ein schönes Foto von mir und meinem Vater, Weihnachten 1963, ich finde das so krass, das ist wirklich mein Vater, auch wenn er aussieht, als ginge er noch zur Schule 😉

Ach ja, bevor ich es vergesse, ich „sammle“ Weihnachtsbäume, sehr hier, vielleicht habt Ihr ja das ein oder andere Bild, was ich einstellen kann. Edith hat mir heute schon eins geschickt!

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Veränderungen

Das ist schon so lange her. Da lebte mein Mann noch, da stand mein kleiner Schreibtisch unten am Fenster, und als ich mich dort hinsetzte, da bemerkte ich, dass ein Samenkorn hineingeflogen kam und sich an meiner Schreibtischlampe festmachte. Wie ein kleines Wunder. Ich weiß gar nicht, was für eins es ist, aber es sieht wunderschön aus, finde ich.

Ich habe das Bild eben in meiner Fotosammlung gefunden, eigentlich wollte ich für diesen Post ein ganz anderes nehmen, nämlich das von unserem Betriebsausflug zur Museumsinsel, das war 2009, als ich nach über 20 Jahren die IT verlassen hatte. Seltsamerweise habe ich es bis heute nicht bereut.

Nun denn, was ich egal mit welchem Bild ansprechen wollte, es hat sich so viel in meinem Leben verändert. Und es wird sich wohl noch vieles verändern, nein, das ist jetzt nicht als Ankündigung gedacht. Aber so ist es doch, und von vielen Änderungen hätte ich nicht gedacht, dass sie mir eines Tages sogar gefallen.

Derzeit bin ich zufrieden mit meinem Leben. Ich traue mich sowas kaum zu sagen, ich denke immer, da ist irgendwo ein riesengroßer Hammer, der kreist herum und wenn man was von schön und glücklich und so sagt, dann kommt er herunter gesaust und macht gleich alles kaputt.

Gestern Nacht war eine schreckliche Nacht. Mein kleiner Muxi hatte einen dicken Hals, so eine riesige Hautfalte, als sei ein Schwamm darinnen. Wenn mich mein Krebs nicht in Panik versetzte, mein kleiner Hund, der schafft das, er muss nur ein Hüstelchen haben, dann bin ich am Rand!! Er war megaunruhig, lief immer hin und her und ich wollte schon unseren Dorftierarzt aus dem Schlaf reißen. Muxi beruhigte sich, wenn er neben mir lag und ich ihn streichelte. Also habe ich ihn bis 4 Uhr gestreichelt, dann bin ich in Tiefschlaf gefallen und als ich um 7 Uhr aufwachte, schlief er auch. Die Hautfalte war noch da. Also Tierarzt, der ja mittlerweile in seiner Praxis war und nicht von mir geweckt werden musste.

Ein Stich! Muxi ist von einem Stechetier gepiesakt worden! Himmel noch mal, dass das dann so dick werden kann!! Jedenfalls bekam er Spinnengift gespritzt, jetzt ist er wieder wohl auf und hat eine Portion Euter gefressen, das habe ich ihm gleich besorgt, der Dorfmetzger hebt sowas nämlich immer für die Hunde auf. Nur die Hautfalte ist noch da, er sieht so krass aus, wie ein alter Hundeopa mit Doppelkinn.

Nach dem Hundearzt hatte ich Telearbeit, ich war richtig fleißig und habe festgestellt, wie gerne ich diese Arbeit mache und was für ein Luxus es ist, dass ich es zu Hause tun kann. Ich habe das wegen meiner Schwerbehinderung bekommen, ich finde das wirklich einen richtigen Luxus. Und ich bin so dankbar, dass das möglich ist. Ich bin aber auch gerne im Büro, da fahre ich morgen wieder hin.

Mein Muxi war jedenfalls mit seinem Rudel im Neanderthal, da ist er Montags bis Donnerstags doch immer, zusammen mit seiner Hundefreundin Bienchen, die eigentlich mein Hund ist aber uneigentlich schon mehr oder weniger meiner Freundin gehört.

So, genug Veränderungsgedanken, ich schmeiße mich jetzt in die Wanne und singe ein Lied 😉 und dann schmeiße ich mich aufs Sofa und gucke fern. Und dann hoffe ich, dass die Nacht ruhig bleibt und ich nicht wieder kleine gestochene Hunde streicheln muss 😉

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Verwirrungen

Sue brachte mich drauf, dass meine Worte vielleicht nicht für jeden so verständlich sind 😉 darum erkläre ich mich jetzt 😉 also ich wohne in einem älteren Haus, welches mir gehört, aber ich will meine Schwester auch daran beteiligen, es ist ihre Alterssicherung, und darum entscheiden wir immer gemeinsam und ihre Familienseite möchte es gerne behalten und nun überlegen wir, wie wir das genau machen. Es belastet mich aber nicht. Es ist unser gemeinsames Kindheitshaus, hier haben wir uns gegenseitig unsere Puppen massakriert und Puppenhäuser verwüstet und sowas alles gemacht 😉 das verbindet 😉

Aber wichtig ist halt auch, was ich mit alles kann, nix muss meinte, keiner wird zu nix gezwungen, wir überlegen, was wollen wir wirklich und das machen wir dann. Da das alles noch in der Schwebe ist, ist es eben schwebemäßig zuweilen ein wenig verworren. Aber wie meine Psychoonkologin zu mir schon sagte, ich probiere offensichtlich meine Gefühle immer aus, bevor ich daraus Entscheidungen wachsen lasse.

Das ist doch auch gut, oder?

Wünsche allseits einen schönen Sonntag, meiner sieht so aus, dass ich mich an meinen Berg Papier gemacht habe, alte Zeitschriften, Briefe, Zettel… wo man ja immer noch mal reinschauen konnte… das kommt jetzt in die Papiertonne, aber ich schau halt vorher noch mal… 😉

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Veränderungen

So, mir war mal wieder nach Veränderung, wobei ich mich über sowas ja nun wirklich nicht beklagen kann, verändern. Hier ändert sich ständig was und jetzt auch wieder, der deutsch-arabische Familienrat hat beschlossen, ich soll das Haus nicht verkaufen. Jetzt tanzen wieder die Überlegungszellen in meinem Kopf mit den Veränderungszellen fleißig Tango und was dabei rauskommt lass ich Euch wissen, denn gut ist ja, dass ich sagen kann: alles kann, nix muss.

Und dann hatte ich heute Freunde eingeladen. Daraus wird nun nix, die eine hat keine Stimme mehr, der andere hockt Salzstangen kauend auf’m Klo… also lege ich mich jetzt einfach aufs Sofa und erkläre mich solidarisch 😉