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Lebenswitze

2008 war das, da war ich mit Freunden in Berlin. Da lebte mein Mann noch und von Krebs war keine Rede. Nur von einem geerbten jedoch verfallenen Häuschen in Birkenwerder. Da sind wir hin. Es war ein wunderschönes Häuschen gewesen, früher, das konnte man der Ruine noch ansehen, mein Mann hatte dort seine Kindheit verbracht, in dem Haus seiner Großeltern. Dort war er glücklich gewesen.

Und dann kam sein Tod und mein Krebs und alles wurde anders. Daran muss ich jetzt oft denken, wie es so gehen kann mit den Plänen, die man hat. Aber wie war das? Willst du Buddha zum lachen bringen, erzähle ihm von deinen Plänen. Habe ich bei Tiziano Terzani gelesen, der hat Jahrzehnte für den Spiegel gearbeitet, unter anderem, und hervorragende Bücher über seine Erlebnisse in der Welt geschrieben. Er hat einige Jahre in einer abgelegenen Hütte im Himalaya gelebt, ich finde diese Vorstellung vollkommen krass, morgens wach werden und nur den Wind hören, was schrieb er? Dort habe er endlich Zeit zum Zeithaben gefunden, außerdem bereite er sich Reis und Gemüse auf einem Gaskocher zu und achte dabei darauf, das benutzte Streichholz nicht wegzuwerfen, denn man lerne schnell, auch den kleinsten Dingen ihren Wert beizumessen.

Ich denke an das pulsierende Leben in Berlin. Und an die Einsamkeit dort im Himalaya. Ich denke daran, was ich alles machen könnte, ich meine jetzt, innerlich. Ich dachte früher immer in so bestimmten Bahnen, nicht weil ich gezwungen worden bin, sondern weil ich keinen anderen Weg gesehen habe. Ich dachte echt, das ist so und fertig. So muss das sein. So isset einfach. Und auf einmal ist alles anders und es gibt so viele Wege.

Blogge ich wirr? Vielleicht 😉 Aber das geht mir durch den Kopf. Nämlich dass das Leben anders ist, wie ich dachte, wie es ist. Hat jetzt weniger mit Krebs zu tun, sondern mehr damit, dass ich 54 bin und man sich da vielleicht so komische Gedanken macht. Weniger „was könnte ich noch alles tun“ mehr „wieso habe ich das getan“ oder so ähnlich oder auch nicht. Gedanken jedenfalls.

Ich arbeite ja wieder, derzeit noch recht wenig, wo ich zunächst dachte, soooooo wenig? Da muss aber mal schnell mehr… und meine Grenzen so schnell zu spüren bekam, verdammt schnell. Doch im nächsten Monat will ich meine Stunden erhöhen, das geht schon. Ich taste mich langsam heran. An was eigentlich? Ans Leben. Pläne? Jau, muss ja Buddha noch einen Witz erzählen…

😉

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zweifarbig

Hier sind die Blumen eindeutig nicht so bunt wie auf dem letzten Foto, aber auch schön. Ich habe wieder viele Gedanken gehabt, die allerdings reichlich bunt waren. Termin beim Frauenarzt, vorliegende Ergebnisse alle gut, so möge es bleiben. Und doch, meine Gedanken kreisten. Was im Leben ist alles unwiederbringlich vorbei? Nein, ich bin nicht in einem depressiven Loch, ich hab’s nur grad mit der Realität, war arbeiten und kam deutlich an meine Grenzen.

Werde mich jetzt in den Sessel in meiner Leseecke setzen und mir meine neuen Bücher anschauen und entscheiden, welches ich zuerst lese. Ich habe da etliches zur Auswahl. Morgen habe ich wieder Lymphdrainage, das ist allerdings toll. Tollst!!

Und mein Bienlein ist ein Burgfräulein 😉

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Bachgedanken andere Seite

Heute am frühen Morgen war ich wieder am Bach, bin aber diesmal zur anderen Seite gelaufen, die Stimmung war wieder so schön, wie ich sie liebe. Mein kleiner Hund war wie immer dabei, es war vor der Arbeit, erst Psychoonkologin, dann Arbeit. Ich arbeite jetzt schon richtig, nur Stundenweise, aber richtig. So richtig richtig 😉 Es klappt gut, muss ich sagen, auch wenn ich geplättet bin nach einem Arbeitstag, wenn dann noch weitere Termine anstehen, dann bin ich sogar oberplatt. Aber es klappt.

Jetzt schlürfe ich einen Kaffee und dann lege ich mich zu meinem kleinen Hund auf die Couch. Mehr ist heute nicht drin, muss ja auch nicht. Ich habe heute einiges geregelt, auf der Arbeit und Privat, ich kann es wieder. Es geht. Und heute abend, da bin ich wieder am Bach, darauf freue ich mich schon.