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Don’t panic!

Hier ist ein Link, den ich eben fand, den ich gut finde, den ich Euch zeigen möchte. Eine Liste von Dingen, die man wissen sollte, wenn man mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert wird. Don’t panic, oder, wie es mein Professor sagte, Krebs ist kein Notfall.

Und mein Leben ändert sich grad zum dritten Mal innerhalb der letzten zwei Jahre grundlegend. Ich habe ja nun ein Haus, und es ist ja nun groß genug. Und da mein Mitbewohner mich verlässt, habe ich quasi eine Wohnung übrig.

Und mein Vater hat lange überlegt, ob er mich fragen soll. Er sei nun näher an der 80 als an der 70 und noch sei er fit und Mutter sei nun nicht mehr da und das Haus viel zu groß für ihn und dann der riesige Garten…

Es kann also sein, oder vielleicht ist es wahrscheinlich, oder möglicherweise oder doch oder mal sehen… dann zieht er hier in dieses Haus, was im übrigen auch sein Elternhaus ist.

Wir werden sehen, ich bin jetzt erstmal vier Wochen weg, Reha. Ob das dort mit dem Internet klappt, werden wir sehen oder auch nicht.

Aber ich schalte ab, tauche unter, bin dann mal wech…

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echte tiefgreifende Veränderungen

Nicht nur, dass ich jetzt in die Weite schauen kann (der Nachbar hat 40 Jahre alte Tannen abgeholzt, die einen glauben lassen konnten, ich lebte mitten im Wald), was mir gar nicht so schlecht gefällt, doch familiäre Umstände machen es notwendig, dass mein geliebter Mitbewohner mich verlassen  muss. Er zieht fort. Wir leiden derzeit beide, aber manchmal ist es einfach so, wie es ist.

Wieder alles neu. Diesmal nicht nur in Gedanken, diesmal in echt. Ganz in echt.

Boah ich habe mich so an ihn gewöhnt. Merke ich jetzt erst. Er ist noch da und fehlt mir trotzdem schon. Schrecklich.

Ich dachte, es geht jetzt erstmal Jahre so weiter. Aber, ihr wisst ja: willst du Buddha zum lachen bringen, erzähle ihm von deinen Plänen.

Hahahahahaha…

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tiefgreifende Veränderungen

Mein Zuhause. Meine Großeltern und deren Sohn, mein Vater, bauten 1952 dieses Haus, in dem ich jetzt lebe. Ich verbrachte dort eine sehr glückliche Kindheit bei meinen Großeltern. Es ist seither viel passiert. Aber es war immer mein zu Hause. In jedem Zimmer lagen meine Legosteine. Überall habe ich gespielt, tatsächlich überall. Ich liebe dieses Haus. Es gehört nun schon länger mir. Nein, nicht der Bank, mir. Es ist mein Haus. Mein Zuhause. Niemals habe ich mir vorstellen können, es zu verlassen. Warum auch. Hier gehöre ich hin.

Und dann kam der Krebs.

Und jetzt? Sitze ich bei der Psychoonkologin und denke laut über einen Verkauf nach, gehe ins Internet und finde eine kleine vollständig restaurierte Bauernkate (ein absoluter Traum!!) mitten im wunderbaren Ittertal für 700 Euronen warm.

Sagt mal, was ist das da mit dem Leben und Veränderungen und Krebs und überhaupt? Krass ist das alles. Die Rosentapete, die legten wir bei der Renovierung des Dachgeschosses frei, ich hab laut kreischen müssen, DIE ALTE ROSENTAPETE , ich hatte sie ganz vergessen. Es war einst das Schlafzimmer meiner Eltern und dann zogen wir Kinder dort ein. Die Rosentapete blieb, wir waren noch zu klein, um uns daran zu stören. Im Gegenteil, ich spielte oft Lehrerin und die Rosen waren meine Schüler. Eine hieß Brigitte, eine Monika, eine Andreas. Die sind nun alle weg 😉 weil es musste völlig neu tapeziert werden. Ohne Brigitte, Monika und Andreas 😉

Wo führt mich das Leben noch hin? Tatsächlich in ein anderes Haus? Oder trenne ich mich innerlich und bleibe äußerlich hier? Psychoonkologie ist auch krass. Krebs ist krass. Ich glaube, das ganze Leben ist krass.

Oder sagt jemand was anderes?

😉

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Päng!!

Grad kam aus der Küche ein Knall, Päng!! und dann war die Teekanne kaputt, Fine Bone China, zu Deutsch: feines Knochenporzellan. Tatsächlich, heißt so, was edles Englisches, habe ich mir damals gekauft, als ich die Sprachenschule in Brighton besuchte. Sie hat den Flug nach Deutschland überstanden, sie hat Umzüge überstanden, aber meine Schusseligkeit, vergessen die Kerze auszublasen, obwohl kein Tee mehr drinne ist, die hat sie nicht überstanden. Päng!! Nu isse hin.

Sende eine gute Nacht in die Bloggerwelt.
Päng!!

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Krankheitserleben

Hatte heute mein Interview für dieses Projekt

Krankheitserfahrung

und zwar mit dieser netten Frau Adam, es war so spannend und so gut, meine Krankheit mal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen. Wir haben uns so angeregt unterhalten, und da sie auch viel Ahnung vom Orient hat, waren unsere Gespräche auch in dieser familiären Hinsicht für mich eine Bereicherung.

Ich muss nun ins Bett, der Tag heute war sehr anstrengend aber auch sehr sehr positiv. Dann erreichte mich der Anruf einer Freundin, die sich grad selbständig macht und harte Zeite durchstehen muss. Sie braucht Kunden, Kundinnen.

Sie ist eine hervorragende Portraitfotografin, ich mache hier ein wenig Werbung, damit ihr Ladengeschäft bestehen bleibt, denn es wäre nicht richtig, es wäre ein Verlust, wenn es sie und ihre Fotos in Düsseldorf nicht mehr gäbe:

Beate Knappe photography

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psychoonkologische Siebenmeilenstiefel

Meine psychoonkologische Therapie macht Fortschritte. Ich trage grad Siebenmeilen-Stiefel, so kommt es mir vor. Auch wenn noch einiges im Nebel liegt, ein Zentralwort hat sich jetzt ans Licht gewagt, das Wort: Schwäche.

Puh was war das ein Akt. Der Akt hat mich Kraft gekostet, ich liege derzeit auf den Brettern der Seele, den Seelenbrettern, es hat mich sozusagen dahingebrettert. Jetzt muss ich wieder aufstehen.

Ich stehe wieder auf. Ich stehe immer wieder auf. Das haben Menschen mit ohne Schwäche so an sich 😉

Und: ich gehe morgen zum Friseur. JAAAAAAA es ist wieder so weit, man kann meinen Haaren eine Frisur verpassen. Ich weiß noch, wie ich hier saß, wo ich jetzt sitze, auf dem Sessel mit dem Notebook und auf dem Kopf eine Mütze und wie ich dachte, was freue ich mich, wenn das endlich vorbei ist…

Es ist vorbei. Ich seh wieder aus wie normal. Und normale Zähne habe ich nun auch. Dass sie ein Kunstwerk sind, das sieht man nicht. Die sehen verdammt echt aus. Die noch verdammt echter aussehenden, die kommen im Januar erst. Wenn sich der Kiefer beruhigt hat.

Bis dahin beruhige ich mich in gänze, bin wahrscheinlich schon x mal wieder aufgestanden und dahingebrettert, aber das macht nichts, so ist das Leben.

Und jetzt habe ich Hunger.
Fisch, Pü und leckere Sauce stehen heute auf meinem Plan.
Und bei Euch?

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keine Fakten, dann eben Nebelgedanken

Niemand schickt mir Krebsgeschichten, nun gut, obwohl ich hätte ja gerne was geschrieben, aber vielleicht ist es noch zu früh und … egal, ich habe heute morgen einen Nebelspaziergang mit meinem kleinen Muxi gemacht, dabei habe ich ein Spinnennetz entdeckt an einem Zaun mit Stacheldraht und das hat mir so gefallen und darum zeige ich Euch das jetzt.

Und sende liebste Sonntagsgrüße in die Bloggerwelt!