Chemo

sie ist drin

So, ich war in Salzwedel im Krankenhaus, die letzte Chemo des ersten Zyklus ist verklappt, anders als in Düsseldorf nicht direkt und pur in mein Adersystem sondern per Tropf, das dauert länger, aber es geht mir viel besser.

Es geht mir so gut, dass ich Vaters Gericht essen konnte, dass mir noch nicht ein einziges mal übel war, und dass ich jetzt hier mit Mutter in ihrem Zimmer sitze und ihr Gesellschaft leiste, denn ihr geht es nicht gut. Als Vater und ich in der Klinik waren, kam das erste mal eine Pflegekraft zu ihr, das hat sie sehr verunsichert.  So sehr, dass sie jetzt furchtbar unruhig ist.

Also sitze ich bei ihr, weil es mir so gut geht, und das finde ich prima!!

Ich glaube, ich bleibe den Rest der Chemo hier. Irgendwie gefällt mir Salzwedel besser, die Gespräche mit den Ärzten, die netten Schwestern, die Ernsthaftigkeit, ich kann es nicht genau ausdrücken, aber ich fühle mich besser aufgehoben.

Mal sehen. Die erste Chemo des zweiten Zyklus bin ich ja sowie so noch hier, die ist in drei Wochen. Dann kann ich auch noch 8 Wochen länger bleiben, oder?

Chemo

Ankündigung

Ich habe das Glück, eine Freundin zu haben, die eine hervorragende Portraitfotografin mit eigenem Studio ist. Und ich habe eine Kopfform, die mich einfach nicht loslässt. Ich weiß nicht, was es ist, aber ich schaue es mir immer wieder an und da kam mir dann eine Idee…

Wenn auch das letzte Fläumchen verschwunden ist, wenn ich mit mir noch mehr im reinen bin, wenn ich erholter bin, wenn ich die Chemo hinter mir habe, dann werde ich mich von Beate fotografieren lassen. So ein richtig schönes künstlerisches Foto von mir ohne Haare.

Ich will das so. Ich weiß nicht, warum mir das so gefällt. Ich schaue es mir nur immer wieder an und bin fasziniert davon. Nicht erschreckt, was ich vermutete, nein, ich bin einfach fasziniert. Und ich will ein Foto haben, eine Erinnerung.

Zunächst aber steht Familie auf dem Programm. Habe heute meine 3. Chemo im Wendland vorbereitet, geht alles, muss nur noch rumtelefonieren. Und nächsten Dienstag geht es dann los, mit meiner kleinen Nuckelpinne, meiner Schwester, zwei ihrer Kinder und Kleinstköfferchen, denn mehr passt in das Autelie einfach nicht rein ;-)))) Hauptsache die Geschenke kommen mit…

Chemo, Familie

Familie

Ich ziehe um. Für ein paar Wochen. Ins Wendland. Morgen organisiere ich, dass die nächste Chemo dann dort im Krankenhaus stattfinden kann. Ich brauche Familie. Ich brauche betütteln. Ich brauche töttern am gedeckten Frühstückstisch. Ich will einfach nicht mehr hier alleine mit all dem Mist kämpfen.

Nein, ich bin nicht alleine, ich habe Freunde, ich habe einen Mitbewohner, ich habe Menschen, die sich kümmern. Aber ich will jetzt, Weihnachten, das 2. Weihnachten ohne meinen Mann, Familie haben. Ich will das. Und ich mach das, was ich will.

Chemo

Flundergefühle

Die Grippenebenwirkungen dauern wirklich nur noch 2 Tage an, mein Körper scheint sich an die Strapazen zu gewöhnen. Aber ich bin nach wie vor 4 Tage einfach nur platt. Platt wie eine Flunder und zu nix zu gebrauchen ;-)))) liege nur rum und schlafe, aber das muss wohl so sein.

Dann habe ich Heißhunger auf Omlette, danach geht es mir gut und dann schlafe ich weiter.

Ich kann auch nix machen, kann mich auf nix konzentrieren, nur liegen und dösen oder schlafen. Erstaunlicherweise kann ich dann nachts auch schlafen, aber das ist wohl auch normal nach so einer Giftmischung, die dem Körper ja nun erheblich zusetzt.

So sieht es also aus. Seit gestern ist mein kleiner Muxi wieder bei mir, mein Bienlein schaffe ich noch nicht. Aber so komme ich wenigstens auf die Beine, denn das Kerlchen muss ja nun regelmäßig raus. Ich schleiche dann mit ihm um den Block, aber die Wege werden weiter und er ist ja nun wirklich ein geduldiges Hündchen. Dafür gab es heute Hähnchenkeulchen, hmmmm was hat ihm das gefallen ;-)))) und mir gefällt es, wenn es meinem Hund gut geht, das ist Balsam für meine Seele. Meine Katze kriegt natürlich auch was davon ab ;-))))