Chemo, Krankenhaus, Operation

warum eigentlich…

…hat man in so einer Klinik das Gefühl, als sei alles eine irgendwie schrecklich durcheinandere Organisation? Heute war ich geschlagene 5 Stunden dort und habe mich einer Voruntersuchung für die morgige Port-OP unterziehen müssen. Die Untersuchung war nur 15 Minuten, der Rest bestand aus warten, hin und her laufen, Etage 1 und Etage 3 und Parterre und wieder zurück, noch mal warten, noch länger warten, noch mal Bögen ausfüllen, die ich schon mindestens 3 mal ausgefüllt habe, wieder 74 mal die gleichen Fragen beantworten und warten, noch mal warten und wieder die gleichen Fragen beantworten und ehrlich, ich blick da nicht wirklich durch, warum das alles so nötig ist, aber ok, nach 5 Stunden war ich dann wieder raus aus dem Bunker, 10 Euronen Parkgebühr und ich konnte nach Hause.

Morgen früh so gegen 10 soll ich die ScheißEgalSpritze kriegen, die mich hoffentlich vom Geschehen abschirmt, denn ich bin eine anerkannte Memme und kann nichts ertragen, was mit Blut zu tun hat.

Und dann kann ich irgendwann nach Hause und dann werde ich alle Vorbereitungen für die Giftmischung überstanden haben.

Boah, ich bin geschafft, wirklich, einfach nur geschafft. Im Moment passiert mit mir eigentlich gar nichts schlimmes, aber ich bin geschafft. Zu viel ist passiert, zuviele Abschiede musste ich ertragen, und dann starb auch noch Regina, die ich vor ein paar Jahren durch den Blog meiner Mutter kennen gelernt habe. Wir hatten nur einmal direkten Kontakt, auf ihrer Seite, aber ich habe sie dort häufig besucht und Anteil genommen an ihrem Schicksal. Irgendjemand schrieb jetzt in ihrem Gästebuch, es sei so unglaublich, dass sie gestorben ist und die Erde sich einfach weiter dreht. Genau das habe ich damals auch gefühlt, als Hajo starb.

Ich kenne Regina nicht persönlich, aber es entsetzt mich die Vorstellung, dass ich auf ihrer Seite nichts mehr von ihr lesen werde. Diese Endgültigkeit bringt mich grad an den Rand meines Fassungsvermögens. Sie hat mich Teil haben lassen an ihrem Leben und ich habe gerne Teil genommen, auch wenn vieles, was dort stand, manchmal sehr schmerzhaft war, denn ihr Weg war wahrlich kein leichter.

Die Welt dreht sich weiter. Ja das tut sie. Auch wenn diese Vorstellung manchmal einfach nur schwer zu ertragen ist.

Ein Gedanke zu „warum eigentlich…“

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